Der Dritte Weltkrieg - oder: same shit every time

Freitagabend, Nordderby, 1.200 St.Paulianer im Sonderzug, ein annähernd volles ehemaliges Ostseestadion. St.Pauli auswärts in Rostock – ein gefundenes Fressen für die Boulevard-Presse, die bereits im Vorfeld ordentlich auf Sensationsjournalismus gemacht hat. Alles schien bestens bereitet, und es kam wie es kommen musste.

   Aber was soll man jetzt noch schreiben, wo doch alle Medien das Thema ausgiebig und gerne ausgeschlachtet haben, die BILD sogar eine eigene Reporterin im Gästeblock platziert hatte? Wo die UserInnen des St.Pauli-Forums nach nicht mal einer Woche über 100 Seiten gefüllt hatten? Scheint also alles gesagt.
Betrachten wir es mal mit etwas zeitlichem Abstand.

Da kann man doch auch noch prima
ins Wachbecken pissen!

   Auf der Hinfahrt gab es Gelegenheit, mal wieder das Niveau zu senken. Der Zug stand noch in Altona und schon rannten die ersten aufs Klo. In Höhe Bergedorf standen einige zum dritten Mal(!) in der Kloschlange. Und dementsprechend blinkt dann nach einer guten Stunde auch überall „WC defekt“. Klar, die Bahn könnte mehr Klos bereitstellen, aber mit einem Klo pro Doppelstockwagen war es mehr als in der Vergangenheit. Und wenn man einige Leute anschaut, wird es für die nie genug Klos geben, es sei denn sie fahren demnächst mit Dixie-Tours. Unschön wird es dann, wenn die gelbe Brühe nur noch ne knappe Daumenbreite unterm Rand steht. Auch als dann kurz vorm Bahnhof Bad Kleinen (sic!) ein Zwischenhalt zum Pinkeln angekündigt wurde, lässt sich kaum einer davon abhalten, weiter das verstopfte Klo aufzusuchen. Bestes Zitat hierbei auf den freundlichen Hinweis, dass man bitte eine Minute auf den Halt warten solle: „Ach, stell Dich nicht so an, ich piss eh ins Waschbecken, da schwappt nichts über!“ Schönen Dank… Wie kann man das in Zukunft besser lösen? Keine Ahnung, auf den übermäßigen Alkoholkonsum scheinen die meisten nicht verzichten zu wollen, mehr Klos wird die Bahn rein bautechnisch nur über mehr Waggons bei geringerer Auslastung gewährleisten können, was zu deutlich höheren Preisen führen dürfte. So macht es mir jedenfalls keinen Spaß mehr und ich möchte nicht wissen, wie sehr die Frauen beim Betreten der Klos vom Ekel gepeitscht wurden.

Absperrung – gewusst wie!

   Bei der Ankunft des Zuges relativ zurückhaltende Polizeipräsenz, aber es war alles abgesperrt, ohne Zugangsmöglichkeit für eventuelle Einheimische. Auf dem Weg runter vom Gleis provozieren dann die ersten Rostocker aus sicherer Entfernung und hinter Bäumen, was einige von uns auf die Gleise in Richtung Rostocker springen und erste Wurfgeschosse fliegen lässt. In erster Linie zeigte dieser Vorfall, dass wir uns an diesem Abend nicht mit einer Opfer-Rolle zufrieden geben würden und man auch wenig Lust verspürte, immer nur erst dann zu reagieren, wenn man schon selbst was in die Fresse bekommen hatte.
Als nächstes schepperte es dann wohl beim Shop am Gleisende, das hab ich allerdings selbst nur vom Hören/Sagen und lass das mal außen vor. Der Marsch setzte sich in Bewegung, alles sehr weiträumig abgesperrt, außer Anwohnern konnte niemand in diesen Bereich vordringen.

   Wir näherten uns Zeitungsausschnittder Hansa-Klause, vor dieser Eckkneipe saßen 4-5 Personen, teils mit Hansa Schal, die beim Anblick von so viel Gästefans verständlicherweise interessiert aufstanden. Sie guckten, man guckte zurück, sang etwas, pöbelte etwas hin und her und plötzlich flogen aus unseren Reihen diverse Flaschen und andere Gegenstände. 1.200 gegen fünf! Und selbst wenn, wie vereinzelt behauptet, da noch 10-15 Arschgeigen in der Kneipe waren, haben wir nicht mal die Eier in der Hose das vernünftig zu machen, sondern schmeißen Flaschen? Da die Typen nun wirklich keine Gefahr waren und auch nicht durch Hitlergruß oder sonst was auffielen, sicher völlig unnötig und peinlich von unserer Seite und ein Beleg dafür, dass einige schon mit Schaum vorm Mund aus dem Sonderzug gestiegen waren.

   Es folgte die Ankunft an der Eishalle direkt am Gästeblock. Hier befindet sich die so genannte „Schutzzone“ für die Gäste. Ein eingezäunter Bereich, der Anfang der Woche auch Sven und Stefan bei der Sicherheitsbesprechung stolz präsentiert worden war.

   Bis hierhin war das Konzept der Polizei noch bestens aufgegangen, keinerlei Kontakt zu Rostocker Gewaltbereiten. Doch von nun an bis zum Beginn des Rückmarsches klappt gar nichts mehr. Als unser Marsch um die Ecke bog, wartete auf der anderen Seite des Zauns ein größerer Mob Hansa Fans, von denen einige bis viele in die Kategorie Hooligan mit rechtsradikaler Gesinnung passten und auch mit Hitlergrüßen auf sich aufmerksam machten.

   Wer die Situation an der Hansa-Klause gesehen hatte, wußte, was kommen würde: Ziemlich schnell startet der Flaschenhagel, allerdings trifft es dieses Mal die Richtigen. Wer da auf der anderen Seite stand, tat dies in eindeutiger Absicht und muss sich nicht wundern, wenn es Ärger gibt, auch wenn er selbst vielleicht kein Nazi ist. Ich persönlich habe es so gesehen, dass die ersten Gegenstände von uns flogen, alle mit denen ich vor Ort gesprochen habe, ebenfalls. Ist aber eigentlich auch egal, wer den Hitlergruß macht, muss sich über Reaktionen nicht wundern und Mitleid ist fehl am Platz.
Die Zahl der Verletzten hielt sich glücklicherweise in Grenzen, da die Flaschen ja immer über den Zaun geworfen werden mussten. Hier war durch die kurze Entfernung der Winkel so „unglücklich“, dass die Wurfgeschosse kaum Geschwindigkeit aufnehmen konnten.
Erschreckend dabei war: Die Polizei war nur auf unserer Seite postiert! Laut Sicherheitsbesprechung hätte auf der anderen Seite niemand sein dürfen! Außer der Polizei selbst hielt sich nur leider keiner dran. Niemand hatte einen Schlüssel für das Tor, so dass auch kein Eingreifen auf der anderen Seite möglich war und man die Rostocker nicht weiträumig wegräumen konnte. Ein schnelles Durchwinken unseres Haufens in den Gästeblock wäre eine Alternative gewesen, dann aber ohne Karten- und Körperkontrolle, was wohl auch niemand verantworten wollte. Also stand die Polizei unschlüssig herum und diente als Puffer, bis ca. fünf Minuten später endlich eine Einheit um die Eishalle herum(!) gelaufen war und die Rostocker zurückdrängen konnte.

   Wenn man fast einen ganzen Stadtteil absperrt, das eigene Konzept dabei gut aufgeht, man dann aber auf den letzten 50 Metern so einen Faux Pas zulässt, müssten sich die Verantwortlichen dafür mal kräftig in den eigenen Hintern beißen. Klassischer Fall von „Das Gegenteil von gut ist gut gemeint!“.

   Im Stadion gab es neben dem Gästebereich einen halbherzigen Pufferblock zur Kurve, dahinter saßen Gruppierungen, die scheinbar einzig und allein zum „Zecken klatschen!“ angereist waren, die Blicke waren jedenfalls mehr zum Gästeblock denn aufs Spielfeld gerichtet.

   Mich persönlich stören „Scheiß St.Pauli!“ Gesänge nicht, das gehört in einem gewissen Grad zum Fußball dazu und wird (wenn auch teilweise mit Augenzwinkern) bei uns genauso gemacht („Scheiß RWO!“, „Ihr seid alle ein Stück Scheiße!“, „Lila Weiße…“). Auch, dass das ganze Stadion bei den entsprechenden Wechselgesängen mitmacht, find ich nicht weiter tragisch, ist eben kein Hallenhalma.

   Bitter der „Wir haben einen Hassgegner – Das sind die schwulen Hamburger!“ Wechselgesang, Homophobie ist anscheinend leider in Deutschlands Fußballstadien immer noch akzeptiert. Wo der Spaß endgültig aufhört, sind aber spätestens die rassistischen Beschimpfungen gegen Sako und Hoilett. Wenn der DFB seine Linie gemäß der eigenen Außendarstellung konsequent durchziehen würde, müsste es sowohl für die homophoben als auch für die rassistischen Äußerungen eine saftige Strafe geben… allein, es fehlt der Glaube.

   Das Hansa Fans meinen, wenigstens die Hälfte des Spiels den Gegner zu bashen statt die eigene Mannschaft zu unterstützen und damit Aachen Konkurrenz zu machen, ist im Übrigen deren Problem. Wohltuend hingegen unser Auswärtssupport, angetrieben von USP, der sich fast ausschließlich mit dem (vergeblichen) nach vorne Pushen unserer Mannschaft beschäftigte. Vielen Dank an alle, die da waren, zumindest das hat Spaß gemacht.

   Ein Satz zum Spiel: Wenn man vor dem Spiel von Spielern hört, sie wissen um die Brisanz und würden „für die Fans“ spielen, ist man an diesem Abend doch geneigt ihnen ein „Spielt lieber wieder für Euch selbst, Ihr Pfeifen!“ mit auf den Heimweg zu geben. Man kann verlieren, auch in Rostock, auch 3:0… aber wenn das ganze so blutleer wirkt wie einige Rostocker Hirne, sollte man vielleicht über einen Berufswechsel nachdenken. Schönes Zitat von Marcel Eger: „Ich hatte den Eindruck, unsere Fans haben mehr gekämpft als wir!“ Der Eindruck dürfte nicht getrogen haben, im doppelten Wortsinn.

Nach dem Spiel ist Feierabend

   Nach dem Abpfiff sollten wir noch 25 Minuten im Block bleiben. Erschloss sich mir noch nie, da so i.d.R. den Heimfans nur Gelegenheit gegeben wird, sich ordentlich zu positionieren. Heute Abend führte es dazu, dass die Situation im Stadion eskalierte. Die Rostocker dachten nicht daran, das eigene Team zu feiern, sondern provozierten lieber die Gäste. Nicht die feine Englische, aber auch nicht verboten.

   Mit der Zeit flogen dann von beiden Seiten Bierbecher, Feuerzeuge und Steine(!) und irgendwann hatten die Ordner dann wohl Schichtende und zogen komplett ab! Nach der Situation an der Eishalle der zweite grobe Fehler! Offizieller Grund ist, dass eine Ordnerin von einem Gegenstand (aus dem Gästeblock) getroffen worden sein soll und die Polizei eh gleich eintreffen würde.

   Dass es durch den Abzug besser werden würde, konnte keiner ernsthaft glauben. Bis zum Eintreffen der Polizei dauerte es dann weitere gut zehn Minuten und es kam zu Szenen, wie es sie in den Profiligen Deutschlands wohl schon länger nicht mehr gegeben hat. Beide Fangruppen standen sich nun an der Plexiglasscheibe direkt gegenüber, wenn es auch niemand auf die jeweils andere Seite schaffte. Neben diversen geworfenen Gegenständen (u.a. faustgroße Steine…) sorgte dafür auch so manch gezogener Gürtel, der beim Versuch sich an der Scheibe hochzuziehen, hart auf die Hände gepfeffert wurde. Wenn Hansa und der DFB später sagen, im Stadion sei das Sicherheitskonzept aufgegangen, weil niemand in den gegnerischen Block gelangte, dann nur, weil es diese „Verteidigungsfront“ an der Plexiglasscheibe gab, die genau das nicht zuließ.

   Und wenn die Polizei hinterher sagt, es hätte „kein direktes Aufeinandertreffen beider Gruppen“ gegeben, muss sie wohl die Plexiglasscheibe und den Zaun der Eishalle als Indikator für „indirektes Aufeinandertreffen“ werten. In beiden Fällen ist es müßig darüber zu diskutieren, was passiert wäre, wenn der Zaun oder die Scheibe nicht da gewesen wären. Hätte man es dann beim gegenseitigen Schwanzvergleich aus zehn Metern Entfernung belassen, oder hätte es richtig geknallt? Die Polizei (und jeder Einzelne vor Ort) dürften mehr als froh darüber sein, dass es an diesem Abend zu keiner Beantwortung dieser Frage kam.

   Der Rückweg zum Zug verlief dann ähnlich gut organisiert wie der Hinweg, die Polizei hatte alles weiträumig abgeriegelt und im Griff. Aus den Medien konnte man später entnehmen, dass es von Seiten der Rostocker durchaus genug Versuche gab, die Absperrungen zu durchbrechen. Bei der Ankunft am Bahnhof flogen noch ein paar Leuchtraketen auf uns, zum Glück ohne Folgen.

At the end of the day…

Was bleibt?

   Thema Sonderzug: Leider hat sich mal wieder gezeigt, dass die „unorganisierte“ Fanszene des FC St.Pauli genauso asozial ist wie alle anderen zugfahrenden Fanszenen Deutschlands. Neben den schon erwähnten Umständen an den Klos haben laut Fanladen auch Personen in die Gänge oder zwischen die Wagen gepisst. Einige werden sagen: „Klar, was soll man machen, wenn man muss?“ Nur, wie schon erwähnt: Für einige dieser Vollidioten wird es nie genug Klos an Bord geben, die sind schon durch ihren Alkoholpegel nicht mehr in der Lage ein Klo aufzusuchen. Davon ab sah der Zug bei Ankunft aus wie Sau, Müll überall, alles klebte und stank. Schade, dass das Bemühen des Fanladens, preisgünstige und gute Reisemöglichkeiten zu bieten, hier immer wieder mit Füßen getreten wird. So darf sich dann auch niemand beschweren, wenn Züge in Zukunft nur noch mit Fanclubs gefüllt werden, denn in den zwei letzten derartigen Zügen waren keine solchen Ausfälle zu begutachten. Auch der Fanladen hat im Nachhinein den Zustand des Zugs scharf kritisiert.

   Thema Gewalt: Wer mit St.Pauli nach Rostock fährt, muss sich im Klaren darüber sein, was ihn erwartet. Unterm Strich ist sogar definitiv weniger passiert als z.B. 1995 in Rostock oder in der Regionalliga in Dresden. Zu keiner Zeit standen sich beide Gruppen direkt gegenüber, ohne dass es einen schützenden Zaun gab.

   Wesentlicher Unterschied ist der Wandel in der medialen Welt und der allgemeinen Wahrnehmung, sicherlich auch durchs Internet. Man kann sich kaum vorstellen, was die BILD oder die MOPO über Rostock 1995 geschrieben hätten, wenn es damals schon die Verbreitung von Digitalkameras und Blogs gegeben hätte, oder der Fußball damals schon so sehr den Boulevard beherrscht hätte. Damals haben aber auch noch nicht Personen die Internet-Foren vollgespamt, die selber gar nicht vor Ort waren, aber alles ganz genau zu wissen meinten.
Ob eine sinnvolle Diskussion über dieses Thema in dem Medium Internet überhaupt möglich ist, ist eine weitere interessante Frage.
Aber die Rostocker sind auch garantiert nicht diejenigen, denen man Mitleid zukommen lassen muss, weil sie falsch beurteilt worden seien. Wer gegenüber den Fans des FC St.Pauli den Hitler-Gruß macht, darf sich über eine Flasche am Kopf nicht beschweren.
Daraus folgt, und das ist ebenfalls bemerkenswert: St.Pauli ist aus der Opferrolle und dem strikten „Keine Gewalt!“-Credo herausgetreten und hat sich gewehrt. Mit Recht, mit Vehemenz. Dass das dann in manchen Situationen, wie z.B. an der Hansa-Klause, übers Ziel hinausschießt, kann und sollte man diskutieren, allerdings ist das Abwägen der Verhältnismäßigkeit sicher ab einer gewissen Gruppengröße nahezu unmöglich.

   Die Polizei machte sich die eigentlich gute Arbeit durch die zwei kapitalen und unverzeihlichen Fehler an der Eishalle und direkt nach Abpfiff selbst kaputt. Niemals hätten an der Eishalle so viele Rostocker ohne jede Polizeipräsenz stehen dürfen, niemals hätte der Ordnungsdienst nach dem Spiel einfach gehen dürfen, ganz egal ob das Verschulden bei ihm selbst oder bei der Polizei liegt.

   Thema Rostock: Der Club ist und bleibt eine der größten Ansammlungen von Scheiße, die der deutsche Fußball zu bieten hat, was sicherlich auch das hohe Aggressionspotential auf unserer Seite etwas relativiert. Ein derartiger Hass, der nicht von einigen wenigen, sondern von einem Großteil des Stadions getragen wird, sucht seinesgleichen. Auch das Gefasel von „Es hat sich vieles verbessert und die, die gegen St.Pauli randalieren, haben mit Hansa nichts zu tun!“ kann ich nicht mehr hören. Die Karten für die Kurve neben unserem Block sollen angeblich nur „intern“ vergeben worden sein, was immer das heißt. Aber egal, ob die nun immer da sind oder nur gegen St.Pauli auftauchen: Was fehlt, ist die deutliche Abgrenzung von diesen Arschlöchern. Auch die so oft gelobten Suptras machen keinerlei Anstalten, sich von dem rechten Pack zu distanzieren. Bei Abgabe dieses Artikels gab es noch keine abschließende Bewertung von Polizei und DFB, aber ändern wird sich dort eh nur etwas, wenn es endlich eine entschlossene Reaktion des Vereins und der (schweigenden) Fanszene gegen Rechts gibt.

   Unser Verein sollte sich also gut überlegen, was fürs Rückspiel unternommen wird. Es gilt den Rostockern zu zeigen, dass man dieses Spiel nicht vergessen hat, ohne aber mit der stumpfen „Alle Rostocker sind Nazis, verpisst Euch!“-Keule zu kommen, die sicher auch an der Wahrheit vorbeischießt.

   Und natürlich ist es beim FC St.Pauli einfacher, offen gegen Rechts zu sein, als in Rostock. Schade nur, dass sich dort nicht mal der kleinste Widerstand zeigt.

   Thema Sicherheitsspiel: In der Regel fragt man sich, warum Spiel XY nun ein Sicherheitsspiel ist. Dieses Mal war es umgekehrt, die Frage war, warum Hansa gegen St.Pauli KEIN Sicherheitsspiel ist? Nachher ist man immer schlauer, aber eigentlich hat dies nur gezeigt, dass man diese Einteilung ohnehin komplett in die Tonne treten könnte. Was wäre denn bei einem Sicherheitsspiel anders gewesen? Die zwei Aufreger an der Eishalle und nach Schlusspfiff im Block resultierten aus schweren Fehlern von Polizei und Ordnungsdienst. Wären, wie abgesprochen, keine Rostocker an der Eishalle gewesen, wäre dort nichts passiert. Wäre der Ordnungsdienst nicht abgezogen, wäre auch im Stadion nichts passiert. (Fliegende Feuerzeuge und ähnliches wird man bei Massenveranstaltungen nie vermeiden können, das kann auch kein Sicherheitsspiel verhindern.)

   Fazit: Es hätte als „Nicht-Sicherheitsspiel“ funktionieren können, wenn man die beiden groben Fehler vermieden hätte. Allerdings hätten diese auch passieren können, wenn es tatsächlich ein Sicherheitsspiel gewesen wäre.

// Frodo

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