Hurra,
auch in der nächsten
Saison wieder
Montagsspiele!
Wer hätte das gedacht? Bereits am 31. Spieltag hat unser geliebter FC den Klassenerhalt aus eigener Kraft durch ein hochverdientes 4:2 über Erzgebirge Aue gesichert. Dies und der Umstand, wie unsere Mannschaft zu Punkten kam - mit etwas weniger Dusseligkeit in der Nachspielzeit wäre wohl sogar noch mehr drin gewesen - macht durchaus Mut für die nächste Spielzeit. Mit ein wenig Glück könnte am Ende sogar ein Plätzchen in der oberen Tabellenhälfte herausspringen. So schön kann Fußball sein! Entsprechend positiv fällt dann auch das Fazit des schriftstellerisch hochbegabten - hat er das wirklich selber geschrieben? - Carsten Rothenbach in der Player's Corner aus.
Im Mittelpunkt unserer Ausgabe steht trotzdem ein eher trauriger Anlass: Heiko Schlesselmann tritt nach 90 Monaten von seinem Amt als Fanbeauftragter zurück. Auf sieben geballten Seiten gibt er uns Auskunft über sein Schaffen und die Dinge, die ihm zunehmend auf den Zeiger gingen. Zu Wort kommt auch einer seiner Vorgänger, Sven Brux, der inzwischen seit zehn Jahren Sicherheitsbeauftragter und Organisationsleiter bei uns ist.
Einen Blick zwanzig Jahre zurück wagt unsere Historikerabteilung und beleuchtet die Begleitumstände des zweiten Bundesligaaufstiegs 1988. Nicht nur für Nostalgiker ein Muss. Zukunftsvisionen, nämlich in Hinblick auf die Nutzung des neuen Stadions verarbeiten wir mit unserem Beitrag zum Thema Fanräume. Den Herrn H. von der allgemein verehrten DFL dürfen wir im Zusammenhang mit der Diskussion ums „Scheiß DSF“ als liebenswerten Gesprächspartner und guten Freund der Fans kennen lernen. Derweil sinniert Kosta über den allgemeinen (Un-)Sinn des Fandaseins, ohne allerdings zu einem abschließenden Ergebnis zu kommen.
Der heutige Gegner, ob eines Teils seines Anhangs nicht gerade beliebt bei vielen, wird auf der Partyseite und im Statistikteil in gewohnter Qualität abgehandelt. Gastschreiber Hossa blickt auf die bisherige Saison der U23 in der Oberliga Nord zurück und hofft nach wie vor auf die Qualifikation für eine der neu zu schaffenden Regionalligen. Fans unserer Amateure werden sich sicher an dem Interview mit Ex-Spieler Karikari erfreuen.
Fröhlich stimmt uns die Tatsache, dass wir endlich mal wieder Leserbriefe (Achtung Plural!) erhalten haben. Weiter so, Leute! Außerdem kommt mit Jürgen Hanke einer von Euch in einem zweiseitigen Interview zu Wort. Unsere wieder zugenommene Reisefreude findet im Awaysteiger und einem Londonbesuch seinen Niederschlag.
Gewisse Umstände zwangen uns dazu, uns wieder einmal mit dem braunen Abschaum zu beschäftigen. Am 1. Mai begegnete uns da mit den „autonomen Nationalisten“ etwas völlig Neues. Zwar konnten die Faschisten von tausenden vernünftigen Menschen daran gehindert werden, durch den Arbeiterstadtteil Barmbek zu ziehen, doch das neuerdings auch Journalisten auf offener Straße von den rechten Schlägern angegriffen werden konnten, lässt für die Zukunft nichts gutes erahnen. Ob Linksautonome einfach so einen Regionalzug hätten kapern können, ohne da nach behelligt zu werden, bleibt jedoch fraglich. Es scheint allerdings, dass das Polizeiaufgebot rund um den Faschozug beträchtlich kleiner war als das bei den linken Gegendemonstranten. Das Gewaltpotenzial von rechts wurde offenbar weit unterschätzt.
Euch wünschen wir trotz dieser unschönen Begleitumstände aber ein gutes Spiel und weiterhin so schönes Wetter wie wir es jetzt gerade nicht genießen können, weil wir uns mit der lästigen Endredaktion rumärgern. Möge die Inhumierung des Roten Teufels unter der Woche gelungen sein!
Seid artig,
Eure Übersteiger!
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