Grüß mir mein Heimatdorf, tief in den Alpen...

da wo das Geld hingeht, bin ich zu Haus!

Nur noch 15 Ausgaben, dann haben wir die hundert voll, nur noch „vereinsgefühlte“ drei Jahre, wir deckten auf (#84), dann hat unser aller Lieblingsverein sein Jubiläumsjahr, da bliebe noch viel Zeit, den Übersteiger zu verkaufen, damit wir auch wirklich was zu feiern hätten. Ja so ein Jubiläum, das weckt doch Träume und Phantasien, sicherlich nicht nur in der Redaktion. Der 100. Übersteiger im Jubeljahr in der komplett neu gebauten „ECAPUS Arena“, die geilste Kneipe der Welt! Am geilsten vermarktet, vercaterert und verkauft ... Es bleibt noch genügend Zeit alles zu verkaufen, ein kleiner Vorgeschmack ist Pokersport in der Halbzeit für alle, Fußball ist eh nur nebenbei. Vielleicht können ja alle Gewinner ihre Geldpreise dem Verein stiften! Also wir erkennen: Zeit ist nicht das Problem, nur es ist schon fast alles verkauft, so dass am Ende lediglich Zeit übrig bleibt und alles andere weg ist, Fans, Mythen, Freude, Fußball! Schade eigentlich, ob das nicht noch zu verhindern ist?

Verzeihung, man verbraucht allen Kredit auf Kosten der credibility, was wir auch können, wenn wir nur dürften. Deshalb widmen wir diesen Übersteiger dem Atlantik, denn St. Pauli ist auf dem besten Weg über den Ozean nach New York, so wie einst die Titanic, Ikarus, oder Uwe Barschel. Ein kleiner Sonderteil, der mal wieder aufräumt mit den Träumereien der schwelgenden Freudenfans im Profi(t)geschäft. Hier geht es ums große Geld und dann ist schlicht alles Recht was die Führungsriege uns verkaufen will.

Hier werden die Kühe noch von Hand gemolken und gebären goldene Kälbchen

Das in der #84 angekündigte Interview mit Carsten Wehlmann, lassen wir nun weg, da uns der Weg nach Katar ein wenig weit scheint, auch wenn dort sicherlich besseres Wetter ist. Wir können uns solche Spesenabrechnungen dauerhaft nicht leisten, da wir hier noch die ein oder andere Rechnung auf dem Kiez zu bezahlen hatten.

Sucht ihr eigentlich noch den Eingang? Lest ihr schon ÜS oder steht ihr schon in der Gästekurve, liebe Paderborner, ihr währt nicht die ersten Gäste, die mit Orientierungsproblemen konfrontiert – noch kurz vor Spielbeginn – den richtigen Eingang zur Haupttribüne oder zur Nordkurve suchen um dann doch noch einen kleinen Spaziergang durch den Stadtteil zu unternehmen. Entweder um die GG am grauen Bunker vorbei, oder durch die Budapester Str. gen Nord, wenn ihr keine Schilder sehen könnt, dann macht halt noch ´ne Runde, gefühlte 8 km mitten in der Stadt. Kondition ist halt alles, nur nicht aufgeben, tun wir ja auch nicht nach der englischen Grippewoche mit hohem Fiber, aber ohne Punkte.

Deshalb verzagen wir nicht, wünschen weiterhin gute Besserung, allen die diese gebrauchen können und verbleiben dem Motto wie folgt: „Scheiß doch auf die Seemannsromantik, ein Tritt dem Trottel der das erfunden hat, niemand ist gern allein mitten im Atlantik. Diesmal, mein Herz, diesmal fährst du mit!“ (aus S. Regener/E.o.C.: „4 Stunden vor Elbe 1“)

...und dann war da noch: Sektkorken aus der Flasche! Dem DFB Damen Team ist das Kunststück gelungen, mit 22:0 Toren ihren wahrlich weltmeisterlichen Titel zu verteidigen! Während wir in der Endredaktion am ÜS basteln, gewinnt die Sylvia Neid Truppe 2:0 gegen brasilianische Ballzauberinnen. Das hat noch kein Team geschafft, eine mehr als gelungene Titelverteidigung! Der Übersteiger sagt herzlichen Glückwunsch an das gesamte Team!

Viel Spaß beim Lesen Eure Übersteiger

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