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„Adieu - das war es dann“ Die Bagger dürfen anrücken, so oder ähnlich klang es am 8. Dezember. Der Verein verabschiedet die Fans aus seinem Stadion. Die Meckerecke ist Geschichte. Aber mal wieder eine die es schafft, dass einem schlecht wird vor Wut und Trauer! Die Art und Weise, mit der langjährigen Mitglieder und Fans in offizieller Mission aus dem Stadion geprügelt, getreten und geschubst werden, ist unakzeptabel! Ein hausgemachter Skandal! Abgesehen davon, dass 10 offizielle Bengalos hinterm Tor der Südtribüne ein trauriges Bild abgaben, es hätte gerne ein wenig origineller, liebevoller sein dürfen! Unserem hauseigenen Ordnungsdienst S. S. B. gebührt die zweifelhafte Ehre, den etwa 30 verbliebenen Fans nicht nur den Abschiedsabend zu ruinieren, sondern er sorgt ob der einmaligen Vorgehensweise für ein Novum. „... ist jetzt jede Woche Rostock?“Im Zwielicht des letzten Flutlichtstrahls vermummen sich um 22. 30 Uhr einige Ordner, verdecken ihre Dienstnummern, so dass sie dann unidentifizierbar drauflosschlagen konnten. Friedlich feiernde Fans fliegen die Treppe zur Meckerecke/Gegengrade herunter. In den darauf folgenden Auseinandersetzungen wird durch Ordner derart aggressiv vorgegangen, dass die Galle hochkommt! Handschuhe mit Plastikschlagschutz und schwere Stiefel kommen zum Einsatz, garniert mit so eskalierenden Sprüchen wie: „Kennst Du Rostock? “ Ja! „Hier ist jetzt jede Woche Rostock! “. . . Als Antwort auf die Frage, was das solle und die Bitte nach einer Dienstnummer nur die Antwort: „Das einzige, was Du von mir haben kannst, ist auf die Fresse! “ Immer wieder Meckerecke! Meckerecke!Braucht ein Fußballverein eine solche “Sondereinheit“ im Ordnungsdienst für eigene Fans? Das erinnert an Methoden von verdeckt ermittelnden Einheiten zwielichtiger Machthaber. Dabei ist es bloß der im Auftrag des FC St. Pauli für die Sicherheit verantwortliche Ordnungsdienst! Bedauerlicherweise war kein weisungsbefugter Verantwortlicher des Vereins mehr anwesend, der die Situation in einem Gespräch sicherlich alternativ hätte lösen können. So ist die Eskalation der Ereignisse dem mangelnden Feingefühl der Ordner zu verdanken, die mit dem Humor der Meckereckensteher nichts anfangen konnten und deshalb ihre Schlägertruppe zur Verstärkung anforderten. So weit so schlecht, aber selbstverständlich geht der Spaß noch ein wenig weiter. In der Woche darauf habe ich mich schriftlich an den Club gewandt. Leider erhielt ich bis heute keine schriftliche Antwort darauf, obwohl mir der OL in einem Gespräch Aufklärung bis Weihnachten zugesichert hat. Im Ernst, ich stehe sicher nicht alleine mit der Aufforderung da, diese S. S. B. Ordner aus dem Stadion zu verbannen, die trotz unabhängig voneinander existierender Zeugenaussagen immer noch die Vorwürfe abstreiten! Auch der OL nahm nach anfänglicher Skepsis gegenüber den Vorwürfen der Fans, die Angelegenheit ernster, bloß geschehen ist seit dem nach Außen hin nichts. So bruxdruxte man rum, das es Verträge mit S. S. B. gebe, und nun mal kein Geld für bessere Ordner da sei, . . . bla bla. Das darf von offizieller Seite nicht heruntergespielt werden. Auch das Argument, dass den Maßnahmen des Ordnungsdienstes zu folgen sei, kann hier nicht gelten, denn strukturell geht es um höhere Güter. Das Recht auf körperliche Unversehrtheit. Nur weil ich noch nicht gehen will, darf mir niemand Gewalt antun! Noch hat niemand außer der Polizei die Hoheit solche Rechte auszuüben, was selbst schon problematisch ist! Wenn die tätig geworden wäre, hätten alle mit Stadionverboten rechnen müssen. Das könne es ja nun auch nicht sein sprach der OL? Na aber, sicherlich darf es das nicht sein! Wie steht es mit der Verhältnismäßigkeit? Keine heterogene Fangruppe, alle in Abschiedstimmung, nicht auf Krawall gebürstet, wollen friedlich von der alten Kurve Abschied nehmen. So war denn der zynische Gag des Abends, dass die Stadiontore offen blieben, so hätte man wieder in die Meckerecke gehen können. Schiedlich friedlicher Abschied - Alles also sinnlos? Nein! Weiterhin bleibt die Forderung bestehen, dass der Verein sich offiziell für sein Vorgehen, bzw. das Vorgehen des durch ihn beauftragten Sicherheitsdienst S(icherheit) S(auberkeit) B(etriebsfrieden) entschuldigt! Meckerecke Finale Randale Skandale: Beweise abgerissen!So sinnlos es auch scheint sich hierüber aufzuregen, ist es doch nicht, wenn man als friedlicher Stadiongänger die Zwischenergebnisse der „DFB Task Force“ in Sachen Gewalt einmal hinterfragt. So verlangt deren Leiter Helmut Spahn nun die Stärkung der Rechte der Stadionordnungsdienste. Es gibt Überlegungen Ordnern dieselben Rechte zuzugestehen wie polizeilichen Kräften. Das hört und fühlt sich so an, dass es den Ordnern in Zukunft erlaubt ist, Randalieren (Pöbel und Gesocks, Meckereckengänger, dich und mich) in eigenem Ermessen des Stadions zu verweisen und solange festzuhalten, bis die Polizei der Personen habhaft werden kann. Was der Sicherheitsdienst tun muss, ist ein Nachweis darüber zu führen, dass seine Ordner qualifiziert dazu sind! Na dann gute Nacht liebe Freiheit in der Kurve, es gab bessere Zeiten. Vielleicht wird die Randale der Ordner Standard in Stadien. Wie die Angelegenheit sich entwickelt bleibt kritisch zu beobachten. Der Firma S. S. B. sei gesagt: Schämt euch eurer Methoden und schützt eure Schläger nicht weiter, offizielle Gewalt muss auch aus dem Stadion! Du lieber FC von 1910, wie kannst du friedlich agierende Fans fordern, da du doch selbst nicht einmal minimale Vorrausetzungen für ein friedliches Miteinander erfüllst. Da nützen keine Ausflüchte, du forderst doch Gewaltverzicht! Die Meckerecken-Fans kommen bestimmt wieder, finden einen neuen Platz für Kritik und Gepöbel! Und das, liebe Funktionäre, habt ihr zu ertragen! Gastartikel: Zeuge M. |
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