Ich sang die ganze Zeit von DirWir sind einen langen Weg gegangen. Dreizehn Jahre lang haben wir den FC St. Pauli, seine Fans und den Stadtteil begleitet. Doch jetzt sind wir angekommen. Der Verein setzt zum Spurt an und wir wollen nicht mehr folgen. Wir haben keine Kraft mehr. Die letzten Reserven sind erschöpft. Mit fester Stimme sage ich dir Wieder soll ein Bagger vor dem Stadion stehen und scheiße ja, wir glauben (fast) daran. Der Theatermann scheint eine 26 Jahre dauernde Realsatire zu beenden. So schließt sich der Kreis. Vom Widerstand gegen Heinz Weiseners Sportdome bis zum anstehenden Neubau der Süd(tri)bühne. Der Verein wird auch mit nur einer neuen Tribüne weiter existieren. Strukturen, die es dem Verein ermöglichen ohne sich von einzelnen Personen abhängig zu machen, sind weiterhin reine Utopie. Daran wird auch die kommende Aufsichtsratswahl nichts ändern. Die Profilneurosen schlagen durch und/oder das Tagesgeschäft bestimmt die Richtung. weißt du, was du mir bedeutest Nun, das Sportliche. Fußball. Genau, Fußball. Die Liga hat gerade wieder angefangen und der Anspruch ist mit dem bösen Wort mit den acht Buchstaben formuliert. Für wen eigentlich? Für die Sponsoren? Für das Ego des jeweiligen Präsidiums? Für die Fans? Gerade nicht für die Fans. Jede Saison das Gleiche. Statt mittelfristig mit Perspektivspielern etwas aufzubauen, wird der Aufstieg als „Schuldigkeit“ für diese(s) oder jene(s) dargestellt. Die Leute würden auch einer Mannschaft mit „Plan“ zuschauen. Die Jahre gehen vorbei und die erkämpften Aufstiege sind Zufälle ohne Substanz. So bleibt auch hier nur das richtungsbestimmende Tagesgeschäft. Das vorgeschlagene Experiment eines Redaktionskollegen, eine Saison das Millerntor mit 17 Events rund um dem FC St. Pauli statt mit Fußballspielen zu füllen, wäre erfolgreich gewesen. Es ist immer noch der von jedem individuellen Zuschauer gelebte Konsens, der diesen Verein ausmacht, ohne Gruppenzwang und Trommeln. Woraus dieser Konsens noch besteht? Zeit zum Nachdenken. ich hatte keinen Hunger Die Redaktion möchte sich bei Euch bedanken, unseren Leserinnen und Lesern, Abonnenten, Anzeigenkunden, Labels, Verlagen, dem Fanladen, ehemaligen Kollegen, dem Verein und denen den Dank gebührt. Danke! weißt du, was du mir bedeutest Tschüß, Eure ÜbersteigersIch sang die ganze Zeit von Dir; Text von Thees Uhlmann |
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