Altersstarrsinn im beliebten Fanzine!

In eigener Sache:

   „Vor 76 Heften, da fing das Leben an“ oder so ähnlich würde Udo Jürgens uns ein Ständchen zu unserer 76. Ausgabe singen. Blödes Artikel-Intro werden jetzt wahrscheinlich viele von Euch denken. Doch blättert jetzt nicht gleich weiter, denn dieser Artikel ist von uns sehr ernst gemeint. Der Übersteiger hat in den letzten 12 Jahren den Verein, die Fanszene, die Mannschaft, den Stadtteil und vieles mehr durchleuchtet, damit Ihr als aktive und weniger aktive Fans Informationen bekommt, die Ihr in der täglichen Presse nicht oder nur boulevardesk aufbereitet erhaltet. Im Gegensatz zur Tagespresse sind unsere Artikel mit freizeitlichem Herzblut geschrieben. Jeder Redakteur schreibt freiwillig für den Übersteiger und nicht, um sich damit den Lebensunterhalt zu verdienen. Sowohl das Schreiben der Artikel als auch die lustigen, dabei aber auch konstruktiven Redaktionssitzungen haben uns in den letzten 75 Ausgaben animiert, unser Hobby, nämlich unser FC und sein Drumherum für Euch und uns niederzuschreiben. Mit dem Schreiben von Artikeln allein ist es jedoch nicht getan. Zu den Aufgaben der ÜS-Mitglieder gehören weitere wichtige Aufgaben, wie z.B das Akquirieren von Anzeigenkunden, die Abonnement-Verwaltung, Pflege des Foto-Archivs, Fanzine und Plattenrezensionen, Heft-Layout, Eintüten von Heften für den Versand...

Sei ein ÜSler!

   Doch in letzter Zeit ist uns mehr und mehr aufgefallen, dass sich die Prioritäten bei vielen Redakteuren aus beruflichen und/oder familiären Gründen verschoben haben. Wir sind halt nicht mehr die jungen Azubies und Studenten, die sich ab 15.00 Uhr im Fanladen lümmeln. Leider haben wir im Übersteiger-Team eine Fluktuation erreicht, die auf absehbare Zeit das Aus unseres Fanzines bedeutet, wenn wir nicht mit einer Frischzellenkur aus Euren Reihen in nächster Zukunft aufgepäppelt werden. Um Euch ein wenig die Berührungsängste zur Redaktion zu nehmen: 1. wir sind arrogant und elitär, aber trotzdem sehr umgänglich. 2. Nicht alle von uns sind zwischen 30 und 50, nein es gibt bei uns sogar noch Zivis und Studenten. 3. Wir sind keine Vollzeit-ÜSler, sondern treffen uns nur einmal die Woche für ein paar Stunden. 4. Wir sind (fast) keine Redaktions-Profis. Jeder kann seine Artikel schreiben, wie er will. 5. Wir gehören keinem festen Fanclub, Vereinsorgan, Fanausschuss, etc. an. Man findet von allem etwas in unseren Reihen. Mit anderen Worten:

   Ob Du nun USP geil oder ungeil findest, die AFM liebst oder zum Teufel wünschst, in der Nord-, Südkurve oder Gegengerade stehst, das neue Stadion willst oder nicht, ist uns egal. Bei uns hat jeder seine eigene Meinung, die er in Artikeln niederschreiben darf. Der kleinste gemeinsame Nenner, der uns verbindet ist eine antifaschistische, antisexistische und gewaltfreie Grundeinstellung und die Lust, in einer sympathischen Gruppe für ein paar Stunden die Woche etwas für uns und die Fanszene zu tun. Wenn Ihr nicht wollt, dass der Übersteiger demnächst von der FC-Bildfläche verschwindet, würden wir es sehr begrüßen, wenn Ihr Donnerstags ab 20.00 Uhr mal bei uns hineinschneit. Und nun ende ich den Artikel auch mit Uns Udo: „mit 76 Heften ist noch lange nicht Schluss!“

Ohne Arme

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