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75 Ausgaben des Übersteigers, Anlass genug für uns, einmal zurück zu blicken auf eine bewegte Fanzine-Geschichte, die offiziell im August 1993 ihren Anfang nahm. Wir haben uns daher mal die einzelnen Ausgaben zur Brust genommen und blicken (natürlich völlig subjektiv) darauf zurück, was die Redaktion und ihre Leser in den letzten 12 Jahren bewegt hat.
1.
Die Erstausgabe unseres beliebten Familienmagazins erblickte am 28. August 1993 beim Heimspiel gegen die Stuttgarter Kickers das Licht der Welt. Zuvor gab es am letzten Spieltag der Saison 92/93 ein Flugblatt der MillerntorRoar! Redaktion, in dem das Ende des MR! bekannt gegeben wird. Aus ihm gehen das "Unhaltbar" und eben der ÜS hervor, zwei Kinder der Mutter aller deutschen Fanzines. Unsere Nullnummer hatte als Flyer 14 Tage vorher noch ordentlich die Werbetrommel gerührt. Das Klaus Ottens mit seiner unnachahmlichen Technik und seinem Lieblingstrick Namensgeber des Übersteiger ist, dürfte bekannt sein, die Inspiration dazu kam übrigens von Imme Glockow.
Die erste Ausgabe, mit dem Kaufpreis von (mindeNstens) 1,- DM hat eine Auflage von 3.500 Exemplaren, die schnell vergriffen ist, was uns zu einem Nachdruck von 400 Exemplaren verleitet, die dann aufgrund der höheren Druckkosten für 2,50 DM verkauft werden und heute ebenfalls längst vergriffen sind. Auf dem Cover erblickt man einen jungen Zeugwart Bubke, der elegant einen Ball mit der Brust annimmt, sicherlich heute ein aus den verschiedensten Gründen absolut undenkbares ÜS-Cover. Auch das klassische und lange Zeit bleibende Außenlayout mit dem roten Rahmen ist hier bereits vorhanden. Inhaltlich beschäftigt sich das Heft mit der Vorstellung der neuen Spieler (u. a. mit Andreas Mayer, Jens Scharping und einem gewissen Holger Stanislawski), Papa Heinz wird interviewt, der wachsenden Amateur-Fanszene und auch die beliebte Serie der "Glory Days" nimmt hier ihren Anfang. Auch Käptn Braunbär darf auf der Mittelseite (redaktionsintern "Paadie Seite" genannt) bereits sein Fachwissen über St. Pauli und den Gegner verbreiten, immer garniert mit einem Spieltipp. Eine weitere neue Rubrik gegenüber dem MR: Die Gelbe und Rote Karte sowie das müde Lächeln des Monats. Auf den insgesamt 32 Seiten gibt es nach der Nullnummer auch schon die ersten zwei Seiten mit Leserbriefen, außerdem mit "Wer wie was wieso weshalb warum" ein regelmäßiges Quiz, welches meist von einem Fan und einem Semiprominenten aus dem Vereinsumfeld beantwortet wird. Im Heft selbst eher eine Randnotiz, im Rückblick aber einer der wichtigsten Artikel in der ÜS Geschichte: Ein Gastartikel, gerichtet an den von uns immer noch hoch geschätzten Kollegen Michael Schickel, in dem ein Schickel Kommentar aus der MOPO kommentiert wird, mit einem entscheidenden Nebensatz, Teil einer Liste von Dingen, die in diesem Sommer für Herrn Schickel einfach dumm gelaufen sind (u. a. auch der gescheiterte Aufstiegsversuch von Scheiss-Cordi). Wie gesagt, ein Gastartikel, und so wirklich ist niemand aus der Redax über jenen Satz gestolpert, erst nach Erscheinen wurden wir darauf aufmerksam gemacht, dass dies der dezente Hinweis auf die vermeintliche Homosexualität des Herrn Schickel sei. Der Redaktion ist dies extrem unangenehm und sofort wird sich schriftlich und unaufgefordert bei Schickel entschuldigt, welcher diese Offenheit mit einem Anwaltsschreiben und einer Klage über 5.000,- DM beantwortete. Was darauf folgen sollte, beschäftigte die zu diesem Zeitpunkt 19 Personen umfassende Redaktion noch in den kommenden Heften.
2.
Am 18. Oktober, dem 12. Spieltag gegen VfL Bochum, gibt es immerhin sieben Leserbriefe, darunter einen vom Manager von Bergedorf 85, der die Redaktion zur Wahl der 10 dümmsten Hamburger vorschlägt und sich über jenen Kommentar in Richtung Schicke echauffiert. Titelthema ist die DSF Liveübertragung an diesem Montagabend, damals ja noch absolutes Neuland. Auch der Stadionausbau (wer klopft da lachend auf die Schenkel?) ist natürlich damals schon Thema, Pläne eines Lizenzierungsfonds mit 5.000,- DM Einlage pro Person werden vorgestellt. Der ÜS blickt zurück auf die Radio-Paadie aus Leipzig, und auch das latente Alkoholproblem in der St. Pauli Fanszene wird thematisiert. Den Artikel könnten wir eigentlich mal wieder hervorholen.
3.
Der Running Gag nimmt seinen Lauf, erstmals gibt es eine "Quo Vadis St. Pauli"-Überschrift im ÜS, und zwar auf der Paadie Seite von Käptn Braunbär. Viele dieser Überschriften zu verschiedenen Bereichen des Vereins sollten noch folgen. Titel- und bestimmendes Thema aber ist Länderspieldiskussion, der DFB will ausgerechnet an Führers Geburtstag im Volksparkstadion gegen England spielen und am Tag davor am Millerntor die unter 21-jährigen auflaufen lassen. Es gibt diverse Protestaktionen, durch die das Spiel zunächst nach Berlin verlegt und später ganz abgesagt wird. In der eigenen Szene aber hält man auch kritisch den Daumen in die Wunde, sowohl komatöses Saufen als auch das "Arschloch" brüllen bei der gegnerischen Mannschaftsaufstellung werden angeprangert. Außerdem versuchen wir uns erstmals an einer Leserbefragung, der 1. Poll der ÜS Geschichte wird veröffentlicht.
4.
Im März 94 empfangen wir den SV Meppen, doch auf St. Pauli gibt es nur ein Thema: Die Schlindwein-Manzi Affäre (by the way: Welcome back, Leo, wenn auch nur in Wilhelmshaven!). Dieter Schlindwein hatte Leo im Trainingslager nach einem Foul als "Schwarze Sau" bezeichnet, was zunächst unter den Teppich gekehrt werden soll, bei einem Verein wie St. Pauli aber natürlich an die Presse gelangt. In einem Interview mit beiden werden die verschiedenen Blickwinkel aufgezeigt, Eisen-Dieter weiß dabei nicht wirklich zu überzeugen und hat daraufhin zurecht einen schweren Stand in der aktiven Fanszene. Mit dem Sexappeal des Monats, einem Foto auf der Vorwort-Seite, gibt es eine neue Rubrik, die sich noch lange großer Beliebtheit erfreut, außerdem beschäftigen wir uns mit der Poll-Auswertung. Mit einem Bericht über das dritte BAFF Treffen in Oer-Erkenschwick hält auch die BAFF Berichterstattung bei uns Einzug, während der Leserschaft erst jetzt das Geschehen um Herrn Schickel öffentlich gemacht und das Ende des Prozesses bekannt gegeben wird. Dieser lässt uns mit einer Verurteilung zu 2.500,- DM Geldstrafe und 678,- DM Anwaltsgebühren vor einem Finanzproblem stehen. Wie schon bei Schickel naht die nächste Bombe im Heft eher unbeachtet: In einem Döntje werden AktivistInnen der Flora, die bei einem Konzert der Band "Heiter Bis Wolkig" auf die Bühne stürmten, als "feministisches Zensurkommando" bezeichnet. Diese hatten den Abbruch gefordert, weil es angeblich sexistische Sketche gegeben hätte, was sich nach einer Diskussion über mehrere Stunden als Missverständnis entpuppte. Unspektakulär? Ja, aber es sollte für Fanladen und ÜS Folgen haben.
5.
Das erste Comic-Cover, zum Spiel gegen Hannover 96. Trauer in der Fanszene und damit auch beim ÜS, denn Charlotte ist gestorben, welche natürlich mit einem Artikel gewürdigt und verabschiedet wird. Aus den finanziellen Engpässen nach dem Schickel Urteil heraus, gedeiht die Idee der Ärzte, ein Soli-Konzert für den ÜS zu geben, was in dieser Ausgabe schon mal vorsichtig angekündigt wird. Sonstige Themen sind eine Diskussion über die Abschaffung der Zäune am Millerntor sowie der Beginn des Kampfes gegen Montags-Spiele im DSF. Ob damals wohl jemand gedacht hätte, dass wir uns auch 2005 noch damit beschäftigen, andererseits aber froh wären, in der DSF Liga überhaupt mitkicken zu dürfen?
6.
Im Mai 94 erscheinen wir gegen den designierten Absteiger aus Wuppertal, wo unser Ex-Spieler Markus "Pumuckel" Aerdken durch zwei Tore unseren Aufstiegshoffnungen einen herben Dämpfer versetzt, von dem sich die Mannschaft nicht mehr erholen sollte. Im Heft ist das Hauptthema der Buttersäure-Anschlag auf den Fanladen vom 25.4.94, einem Heimspiel gegen 1860, der von Flora-AktivistInnen u. a. aufgrund des in Ausgabe 4 erwähnten HBW Döntjes ausgeübt wurde. Aufgrund der zeitlichen Nähe zum Erscheinen kündigen wir weitere Auseinandersetzung bereits für das nächste Heft an. Außerdem wird erstmals versucht, eine Art Mitgliederwerbung zu initiieren, um auf der JHV mehr Mitspracherecht für Fans zu erlangen... ein bis dahin völlig undenkbares Szenario. Im Stadion erfreut man sich, nun auch mal prominent aufs Klo gehen zu können, schließlich haben die Ärzte dem Millerntor eine Toilette gespendet, auch darüber wird berichtet.
7.
Sehr vorausschauend geben wir uns am 4. Juni gegen Waldhof Mannheim. Neben einer Vorschau auf die WM in den USA, gibt es auch ein Interview mit vier BewohnerInnen der Wagenburg Henriette. Da war Schill noch gänzlich unbekannt und mit Bambule konnten wohl auch nur die wenigsten etwas anfangen. Am Beispiel unerfreulicher Erfahrungen mit MSV und 1860-Fans wird das ausufernde Thema Fanfreundschaften kritisch beleuchtet, auch die Sexismusdiskussion um HBW nimmt noch einigen Platz ein. Positives gibt es aber auch zu vermelden: Das Soli-Konzert von Terrorgruppe und den Ärzte für den ÜS (u. a. zur Finanzierung der Schickel Klage) in der Markthalle im September wird fest angekündigt. (Eigentlich ist das Flugblatt zur Auswärtsfahrt nach Wolfsburg die erste Sonderausgabe des ÜS. Das die Kollegen das Spiel verdrängt haben kann ich aber nachvollziehen. Anm. d. L.)
8.
In die neue Saison starten wir am 29. August 94, wie wir die alte beendet hatten: Gegen Waldhof Mannheim, erstmalig aber mit einer Preiserhöhung auf 1,50 DM. Das Cover wird noch heute als eines der besten bezeichnet, angelehnt an Uli Maslos revolutionäre Defensiv-Taktik rufen wir: "Bildet Viererketten". Im Heft gibt es erstmals eine sehr kritische Selbstreflektion der Fanszene, der "Mythos St. Pauli" wird beleuchtet, mehr oder weniger der Beginn der Modefan-Diskussion, die ja im September 2005 auch das Abendblatt mal wieder aufgegriffen hat. Neben einem Rückblick auf den sommerlichen BAFF Kongreß gibt es noch einen Saisonrückblick, inklusive kritischer Beleuchtung des letzten Spiels in Wolfsburg, als sich nach verpasstem Aufstieg Hunderte auf dem Platz in den Armen lagen und "Scheißegal" grölten, was bei vielen eben nicht wirklich gut ankam. Erstmals gibt auch es einen andersfarbigen Sonderteil im ÜS. Die Sexismusdebatte um HBW und der Buttersäure Anschlag schaffen es auf vier orangefarbenen Sonderseiten in den Mittelteil des Heftes.
9.
Die September Ausgabe gegen den Chemnitzer FC war natürlich geprägt vom Ärzte Soli Konzert, was sich nicht nur dem Cover widerspiegelte. Neben dem zweiten Teil des Mythos Artikels, gab es auch einen Bericht über diese merkwürdige italienische Bewegung, die sich da "Ultra" nennt... was das nun wieder neumodisches sein sollte? Kein Scherz übrigens: Nach dieser Ausgabe gehen aufgrund dieses Artikels noch heute Anfragen in die Redaktion ein.
10.
Das erste kleine Jubiläum gab es nach gerade mal 14 Monaten bereits Ende Oktober 1994. Das Redaktionskollektiv zählte immer noch 19 Leute, allerdings waren darunter drei Neuerwerbungen. Der dritte Teil der Mythosdiskussion und der zweite Teil des Ultra-Artikels bestimmten den Inhalt des Heftes. Mein persönliches Hefthighlight allerdings ist der Schiedsrichter-Handshake-Comic, da hab ich damals stundenlang Tränen vor Lachen vergossen und freue mich noch heute wie Bolle, wenn ich den lese.
11.
Das Cover zeigte eine Gruppe VIP Reisender bei der Auswärtsfahrt nach Zwickau, ein geglückte Versuch, dem regelmäßigen Stress bei Auswärtsspielen im Osten auszuweichen, der zudem noch für viel Spaß bei allen Beteiligten sorgte, mehr oder weniger der Anfang der Mottofahrten. Inhaltlich wusste das Interview mit Uli Maslo und die Geschichte des Heiligengeistfeldes zu gefallen, während die Rote Karte des Monats erstmals innerhalb der eigenen Fanszene vergeben wurde, nämlich an Personen die namentlich aufgeführt wurden und durch die (wenn auch nur im Spaß gemeinte) Verwendung des Wortes "Schwul" als Beschimpfung den Unmut auf sich zogen. In den Döntjes wurde dann auch Werbung für das inzwischen berühmte "Lever dot as slav"-T-Shirt gemacht, welches ja inzwischen sogar zum Ganzrücken-Tattoo mutiert ist.
Sonderausgabe 11 1⁄2
Am 07. März 95 gab es eine Premiere: Eine Übersteiger Sonderausgabe erblickte das Licht der Welt! Vier kostenlose DIN A4 Seiten wurden beim DFB-Pokal Viertelfinale beim 1. FC Kaiserslautern verteilt. Für die, die dabei waren, sicher einer der unvergesslichsten Momente als St. Pauli Fan, wenn auch nicht wegen dem ÜS und leider auch nicht vom sportlichen Erfolg gekrönt. Aber schön war es trotzdem, als Zweitligist fast die uneinnehmbare Festung Betzenberg gestürmt und in jedem Fall gesanglich an die Wand gespielt zu haben.
12.
Nur fünf Tage nach der Sonderausgabe erschienen gegen den SV Meppen 36 Seiten. Heutzutage durch Pro15:30 bzw. ProFans ist die Diskussion um Versitzplatzung und Repressionen in aller Munde, damals war ein Artikel über eine Demo vor der DFB Zentrale in Frankfurt der langsame Beginn der "Sitzen ist für n Arsch" Bewegung. Lange bevor der erste Gedanke an den AFC Wimbledon gefasst wird, erscheint bei uns ein Artikel über den doch etwas anderen Londoner Verein, Wimbledon FC. Für große Erheiterung sorgt das im Original abgedruckte Initiativ - Bewerbungsschreiben eines gewissen Heiko S., ein bekanntes Gesicht in der St. Paulianischen Fanszene, der sich als Idealbesetzung für den Managerposten des vor sich hin darbenden hsv empfiehlt, sowie die gleich mit abgedruckte Absage des Lokalrivalen. Geburtsort ist die Nummer 12 übrigens auch für die Dosenwitz-Comics, die den ÜS noch eine Zeit begleiten.
13.
Nach den Dosenwitz Comics ehren wir in diesem Heft passend einen Geburtstag: 60 Jahre Dosenbier, was sich als Motto durch das gesamte Heft zieht. Bei den Amateuren hat sich eine Stadiondiskussion entwickelt, da zu den Heimspielen regelmäßig ein anderer Hamburger Bolzplatz ausgewählt wird, einmal sogar der Rothenbaum! Dies wird ebenso kritisch beleuchtet wie die Montagsübertragungen im DSF, wir veröffentlichen eine Fuck-DSF Schwarze Liste, in der die Firmen genannt werden, die beim DSF bei den 2. Liga Übertragungen Werbeblöcke schalten, mit dem Appell, diese zu boykottieren... dies führt, weil auch von anderen Fanzines übernommen, im Gegensatz zu allen fruchtlosen Versuchen vorher, später immerhin dazu, dass Sven Brux zum Spiel in Nürnberg vor die Mikrofone geladen wird und die Position der Fans zu Montagsspielen vorstellen darf. Das im Spiel später die Übertragung aus technischen Problemen abgebrochen wird, wird uns zwar eine zeitlang angelastet, aber soweit reicht unsere Macht bis dahin noch nicht. Da es bei den Spielen im Osten häufiger zu Stress kam, entbrennt eine "Präsenz zeigen" Diskussion. Ist es richtig, Spiele im Osten zu boykottieren, oder muss man dort gerade aufgrund der Gefahr mit möglichst vielen Leuten aufschlagen, die dann aber auch zusammenhalten, wenn etwas passiert?
14.
Wir blicken zurück auf die JHV, mal wieder gibt es neue Schulden, mal wieder springt Papa Heinz irgendwie ein. Mit Christian Hinzpeter sprechen wir unter dem Titel "Müllkippe Millerntor" über die Möglichkeiten, unser Stadion umweltfreundlicher zu gestalten. Lüh trauert über den vermeintlichen Abgang von Leo, während Bubu ja immer noch da ist und in einem Artikel als "König der Katakomben" gefeiert wird.
15.
Am 18.06.95 erscheint der ÜS Nummer 15 und der FC St. Pauli steigt durch ein 5:0 gegen den FC Homburg wieder in die Belle Etage des deutschen Fußballs auf. Wir feiern den bereits vorher erfolgten Aufstieg der Amateure, während auf dem Cover das neue St. Pauli-Olé Lied auf die Schippe genommen wird. Im Heft wird per Interview die Beziehung zu einem bisher weniger beachteten Verein dargestellt: Herri Norte Taldea (HNT), Fangruppierung von Atletic Bilbao wird vorgestellt. Außerdem wird freudig verkündet, dass Leonardo Manzi nun doch bleibt, wenn auch nur bei den Amateuren, während es mit "Panther" Jahnke dann doch noch einen richtigen (und ebenso traurigen) Abschied gibt.
Sonderausgabe 15 1⁄2
I n der Sommerpause gab es dann die zweite Sonderausgabe des ÜS. Zum Freundschaftsspiel gegen Glasgow Celtic FC am 26.07.95 gab es gemeinsam mit der befreundeten Redaktion des Tiocfaidh Ar La eine Sonderausgabe. Vier Seiten von uns, wenn das Heft umgedreht wird vier Seiten vom TAL in Englisch.
16.
In der ersten Bundesligaausgabe des ÜS, gegen den 1. FC Kaiserslautern, wird zurückgeblickt. Zweimal nur kurz hinter uns, nämlich auf den Aufstieg, inklusive den Geschehnissen beim Ab- bzw. Elfmeterpfiff, der durch den folgenden Platzsturm fast zum Fiasko geführt hätte, zum anderen auf das noch viel größere Chaos beim Dauerkartenverkauf, bei dem nun wirklich gar nichts klappte. Auch wesentlich weiter zurück wird geschaut, wir rollen die Geschichte von Klaus Störtebeker auf und schauen uns an, was dies mit dem FC St. Pauli zu tun hat.
17.
Im Oktober kommt der große FC Bayern und mit ihm eines der wohl bekanntesten Cover des ÜS, nämlich der Matthäus-Loddar am Kreuz. Auf 44 Seiten beleuchten wir die europaweite Fan Demo bei der UEFA in Genf gegen Versitzplatzung und Kommerzialisierung, wir blicken zurück auf das nicht wirklich friedlich verlaufene Auswärtsspiel bei unseren Freunden von Hansa Rostock und bringen den zweiten Teil des Störtebeker Artikels.
18.
Wir würdigen auf dem Cover die mit Abstand erfolgreichste Abteilung des Vereins, die Rugby Abteilung! Die Frauen sind soeben Deutscher Meister geworden, leider größtenteils unbeachtet von der Öffentlichkeit, was sich ja bis zum 2005 nicht wirklich geändert hat (sowohl der sportliche Erfolg als leider auch die Beachtung). Textlich wird auf das Derby im Volkpark zurückgeschaut während man mit dem ÜS-Kalender 1996 nach vorne blickt. Zu Wort kommen auch Marc und Klaus anlässlich des ersten Geburtstages des "Letzten Pfennigs" und wir berichten in einem Artikel über SKBs (Szenekundige Beamte), damals auch noch nicht so in der allgemeinen Wahrnehmung wie heute. Die rote Karte des Monats geht natürlich an Trainer Uli Maslo, der im Sportstudio bekennt, ein stolzer Deutscher zu sein.
19.
Die Nummer 19 ist eine besondere. Nicht, weil sie die erste Ausgabe im EM Jahr ist, oder gegen den SC Freiburg erscheint oder den Verräter Hollerbach auf dem Cover hat, der dort stolz seinen Wechsel zum hsv präsentiert, sondern weil erstmals ein Spiel, an welchem wir erscheinen wollen, den widrigen Witterungsbedingungen zum Opfer fällt, was natürlich für ein Fanzine mit einer gewissen Drucker Vorlaufzeit erhebliche finanzielle Nachteile mit sich bringt, schließlich will man ja doch einigermaßen aktuell sein. Dies hat uns also mit dieser Ausgabe erstmals ereilt, wir beantworten dies am tatsächlichen Verkaufstag mit einer kostenlosen und aktuellen Extra-Beilage. Auseinandergesetzt wird sich mit dem zurückgetreten wordenen Jürgen Wähling. Während die Berichterstattung über das Bosman Urteil, die Umbennung von BAFF (das A steht nicht mehr für Antifaschistisch sondern für Aktiv) und die Gründung des FSK ohne größeres Feedback bleibt, sorgt ein Artikel aus dem Trainingslager für Aufruhr: Nein, nichts mit Kuba und jungen Herren, im schönen Chiclana hat Carsten Pröpper elegant gegen eine Palme geschifft! Das Echo folgte in allen Hamburger Gazetten, wobei die Intention des Artikels nicht war, Pröpper zu dissen, sondern Wählings Behauptung zu unterstützen, dass im Traiingslager (und im Verein) alles drunter und drüber ging. In den Döntjes stellen wir den "Ich muss leider draußen bleiben" - Aufkleber mit Hollerbach Konterfeit vor, der auch noch ein gerichtliches Nachspiel haben sollte.
20.
Im April 96 nullt der ÜS das zweite mal, die Redaktion ist auf 23 Mitglieder angewachsen, immerhin noch elf sind seit der Nummer 1 dabei. Alle 23 freuen sich in diesem Heft unter anderem über die Unterlassungserklärung des hsv, in welchem das Verbreiten der eben erwähnten Hollerbach Aufkleber untersagt wird. Da eh schon alle vergriffen sind, nimmt man das ganze gelassen bis amüsiert zur Kenntnis. Nachwehen hat auch der Palmen-Artikel aus Chiclana verursacht, die im Heft genauer untersucht werden.
21.
Zum Saisonende erscheinen wir mit einem Cover, welches erneut die Heimatlosigkeit der Amateure anprangert. Internationale Ansprüche melden wir im Interview mit Carlos Valderama an, während lokale Interessen im Interview mit "Tiger" Dariusz Michalczewski, der demnächst gegen Rocky am Millerntor boxen soll und bei der Betrachtung des neuen Kartencenter Containers und damit verbunden dem neuen Procedere beim Dauerkartenverkauf gewahrt werden. Weitblick zeichnet dieses Mal die Buchrezi Ecke aus, denn ein Buch namens "Ballfieber" von einem gewissen Nick Hornby wird wärmstens empfohlen.
22.
Zum sagenhaften 4:4 gegen Schalke erscheinen wir mit Block E - Cover am 3. Spieltag. Eigentlich sollten wir zum ersten Heimspiel erscheinen, da dieses aber am 1. Spieltag zur Bundesliga Saisoneröffnungsfeier in den Volkspark verlegt worden war, haben wir uns dagegen entschieden. Die Milchmädchenrechnung des Präsidiums, durch den Umzug Geld zu verdienen, wird dann im Heft auch schön auseinander genommen. Drei weitere Spiele sollten im Volkspark in dieser Saison absolviert werden, gegen Dortmund, den hsv und Rostock. (Letzteres fand dann doch am Millerntor statt.) Inhaltlich befassen wir uns auch mit dem endgültigen Abschied von Leo sowie der Vorstellung der neuen Spieler. Bei Namen wie Bernd Eigner, Nikolai Pisarew, Matthias Scherz, Emerson und Demir Duric wird so die ein oder andere (böse?) Erinnerung hochkommen, vielleicht wundert man sich dann auch noch weniger über den zum Saisonende erfolgten Abstieg. Auch der neue dritte Torwart namens Carsten Wehlmann mag dem ein oder anderen ja immer noch ein Begriff sein. Außerdem wird der Grand Prix de la Chanson de St. Pauli ausgerufen und darum gebeten, neue Stadionkompatible Fangesänge vorzuschlagen, was später zur ÜS-CD führt.
23.
Ach ja, die Maslo-Tagebücher! Schönes Cover und ein schockierendes Tagebuch unseres selbstherrlichen Sonnenkönigs. Außerdem blicken wir zurück auf die zunehmenden Angriffe auf den Pfennig durch hsver, befassen uns mit dem Autritt vom Celtic FC im Europapokal beim hsv und betrachten ein Schreckgespenst: Der Ausverkauf des Schanzenviertels. Worst Case Szenarion ist der Umbau des Wasserturms im Schanzenpark in ein Luxushotel... tja, so ist es ja auch gekommen.
24.
Am 29.11.96 sollten wir eigentlich gegen den VfL Bochum spielen. Das Spiel entwickelte sich zum Running Gag und wurde dann im vierten Versuch erst im April ausgetragen. Für uns hieß das: Finanzielles Desaster, denn leider war danach auch kein Heimspiel mehr, so dass nur beim MSV Duisburg verkauft werden konnte. Auf dem Cover trauern wir der verpassten Europapokal - Chance hinterher, denn im Viertelfinale als Bundesligist beim Regionalligisten Cottbus zu scheitern, war schon ne glatte sechs. Außerdem müssen wir einräumen, dass wir mit Pischi einem üblem Fälscher aufgesessen waren, denn die Maslo Tagebücher waren gar nicht echt!
25.
Die Jubiläumsausgabe erscheint gegen Bielefeld, Guido hat viele prominente Comic-Zeichner Kollegen dazu gebracht, uns per Comic zu gratulieren, was im Heft zahlreich bebildert ist. Wir selber gratulieren auch, nämlich dem "Letzten Pfennig" zum zweiten Geburtstag.
26.
Mit der 26. Ausgabe kommt die zweite Preiserhöhung, ab sofort nehmen wir für unser Heft 2,- DM. Das Cover weiß auch wieder zu begeistern, anknüpfend an Richies Patzer im Derby covern wir mit einem Richard Golz im hsv-Trikot mit großen St. Pauli - Tattoo. Wir beschäftigen uns mit der xten Planungsversion eines Stadionneubaus, bedenken dabei auch die Situation der Amateure, wozu sich die AGiM in einem offenen Brief ans Präsidium äußert, und fragen uns, ob die aktuellen Planungen nicht ein Sport Dome Light sind. Neben einem Rückblick auf den Fans United-Day in Brighton gratulieren wir dem FSK zum 1. Geburtstag und befassen uns sportlich mit der nicht mehr ganz auszuschließenden Option eines Abstiegs.
27.
Der letzte Bundesliga - Spieltag für lange Zeit, der ÜS rechnet bereits auf dem Cover mit der Vereinsführung ab. Auch die Amateure sind aus der Regionalliga abgestiegen. Wir beginnen die Modefan-Diskussion, berichten vom Sitzstreik bei der Pleite in Freiburg, und freuen uns diebisch darüber, wer alles unsere Qualitäten erkannt hat. Denn im Volkspark hängt das künstlerisch ungemein wertvolle Transpi: "Übersteiger - Zeckenblatt! Wir haben Eure Lügen satt!" Vielen lieben Dank dafür, immer noch!
28.
Der August 97, die Zweitliga Tristesse hat uns wieder und wir berichten gegen den FSV Mainz 05 u. a. von den Neuverpflichtungen namens Mason, Franco, Sidibe, Meggle, Karaca, Kai Dittmer und natürlich Carlo "Fußballgott" Werner. Gefeiert wird die Rückkehr ins Unterhaus nicht nur mit einem Jack Daniels Cover, auch der in Ausgabe 22 schon mal aufgetretene McTheb darf wieder erscheinen.
29.
Eben noch im DFB Pokal gegen den zwei Klassen tieferen gescheitert, jetzt haben wir die Cottbusser Energie schon auf Augenhöhe zu Gast. Wir beschäftigen uns ausführlich mit der finanziellen Seite des Deals zwischen 2. Liga und dem DSF, inklusive Auswirkungen auf die um das Stadion liegenden Geschäfte und dem "Montags gehört Vati mir!" Cover. Christian Hinzpeter wird u. a. dazu auf drei Seiten interviewt, Andrew Pfennig immerhin auf einer (ohne damals schon zu wissen, das es ihn mal zu den hsv-Damen zieht) und kritisch wird mal wieder die eigene Fanszene beäugt. Stephan Hanke (auch er inzwischen in St. Ellingen) wurde von den Fans ja mit dem textlich wenig schmeichelhaften "Walking in the Hanke Wonderland" - Song bedacht, was ja noch annähernd kreativ anmuten mag, doch leider steigerte sich dies bis zum permanenten Auspfeifen des eigenen Spielers bei Heimspielen und lautstarken "Hanke Raus!" Rufen, was Stephan natürlich weiter verunsicherte. Neben diesem unerfreulichen Thema befassen wir uns auch mit der stets aufregenden und nicht ganz ungefährlichen Fahrt unserer Amateure nach Neumünster, wo mit Pomo dieses Mal sogar ein Spieler von den Dorffaschos angegriffen wurde.
30.
Mit rekordverdächtigen 64 Seiten beenden wir das Jahr 1997, in denen wir uns mit der JHV auseinandersetzen, auf der Holger Scharf und der Herr Apel zusammen viel Spaß hatten, betrachten die Antwort der Marketing Abteilung auf unsere DSF Rechnung und starten etwas, was in Zeiten des Internets inzwischen nach jedem Spiel reflexartig geschieht: Eine Stimmungs-Debatte! Die immer noch 23 Redakteure des Heftes (unter ihnen noch neun, die seit Anfang an dabei sind) schauen außerdem auf die Premiere der Singing Area beim Heimspiel gegen Jena zurück (zwei späte Tore von Truller machen aus einem 0:1 noch ein 2:1!).
31.
31 Hefte hat es gedauert, endlich würdigen wir unseren Namensgeber auf dem Cover! Klaus Ottens wird dann auch gleich interviewt, und er nimmt Stellung zum derzeit hochkochenden Thema: Ist es den hoch bezahlten Kickern zuzumuten, nach dem Spiel zum Essen durchs Clubheim marschieren zu müssen? Die Passanten bewerben die Singing Area, Thema ist außerdem der "Fans United Day 98" in Brighton und die Mottofahrt "Cowboy und Indianer" nach Gütersloh.
32.
32 ist ein gutes Alter zum Heiraten! Und so treten auch wir vor den Altar und ehelichen das Düsseldorfer "Come Back" in einer rauschenden Feier! Hätten wir damals schon geahnt, so schnell zur Witwe zu werden... Ernsteren Themen widmen wir uns im Interview mit Weisener und Stephan Beutel zur neuen Vereinsstruktur sowie der Beleuchtung der Entlassung von Kurt Hesse als Amateurtrainer, die keineswegs auf große Zustimmung stößt.
33.
Das 5-Jährige Jubiläum beendet eine unaufregende Zweitligasaison, am 33. Spieltag erscheinen wir gegen den SV Meppen, der sich gleichzeitig damit nach vielen Jahren aus der 2. Liga verabschieden muss. Und wir müssen noch von mehr Abschied nehmen: Der SPLITTER und die PIPA haben aufgehört, Kurt Hesse und Helge verlassen die Amateure ebenso wie Mike Göbel, Carsten Pröpper verabschiedet sich aus der ersten Mannschaft. Zu Feiern gibt es aber wenigstens auch etwas, nämlich den Toto Pokal Sieg der Amateure. Zitat: "Danke Amateure, Ihr habt das geschafft, was bei der ersten Mannschaft sicher noch ein Jahrzehnt dauern wird, Ihr habt einen Titel geholt!". Wer hätte damals gedacht, dass die erste Mannschaft es dann doch schon 2003 ebenfalls einen Titel holt... leider aber auch nur den Oddset Pokal. Aufgrund einer Anzeige der Ärzte CD "13", haben wir erstmals auch ein paar Seiten in so was ähnlichem wie Farbe, und wir spendieren 100 Liter Freibier an alle Singfreudigen, die uns bei den Aufnahmen für die ÜS-CD helfen, dazu später mehr.
34.
Auf dem Cover beziehen wir uns mit "Verbotene Liebe" und zwei Jungen in den Trikots von St. Pauli und dem hsv direkt auf das vor Saison durchgeführte "Freundschaftsspiel" am Millerntor. Nach dem Spiel gab es eine Demo gegen Gewalt beim Fußball, die leider alles andere als friedlich verlief. Wir befassen uns mit den Schuldzuweisungen beider Seiten. Passend zum Thema veröffentlichen wir Zuschriften zu den Vorfällen beim Heimspiel gegen den VfB Leipzig, um die wir gebeten hatten, die sich mit der Frage befassen, wie man sich gegen Massen von Nazis beim Fußball eigentlich am besten zur Wehr setzt. Neben einem großen Interview mit der alten A-Jugend bzw. den neuen Amateuren (u. a. mit Bajramovic, Ahlf, Dröge und Klasnic) interviewen wir auch den "Leiter Lizenzabteilung", Stephan Beutel. Mit Michi Thomsen stellt sich ein neuer Fanladen Mitarbeiter vor, während wir einen Rückblick auf die WM in Frankreich wagen.
35.
Wieder einmal tun sich aktive Fans zusammen, um etwas Neues rund um den FC auf die Beine zu stellen. Wir Fans brauchen nach der Schließung des Pfennigs eine eigene Kneipe, am besten kombiniert mit einem Hotel, das für auswärtige Fans und Gäste finanzierbare Zimmer anbietet. Dieses Projekt wird jetzt von Ballkult in die Hände genommen. Wir erinnern uns gern an die Pokalklatsche unserer Amateure gegen Leverkusen zurück, nicht weil wir so überragend gespielt haben, sondern weil ein paar tausend St. Pauli-Fans die Amateure frenetisch anfeuerten. Schade nur, dass diese Stimmung im Sternschanzenpark immer mehr in der Versenkung verschwindet, wie RDS zu berichten weiß. Außerdem begleiteten wir Celtic in der CL-Quali nach Dublin und Zagreb, waren beim BAFF-Kongress in Oer-Erkenschwick und sagen Euch, warum die Vans-Warped-Tour scheiße war
36.
Die 36 ist klar geprägt durch unseren Sampler "Der FC St. Pauli ist schuld...". Wir er-zählen Euch, wie das Projekt zustande kam, stellen Euch die Bands vor,... Erstmalig im Heft haben wir die Players Corner, in der unsere Spieler sich selbst vorstellen dürfen. Marcus Lotter macht diesmal den Anfang. Desweiteren blicken wir auf ein Jahr Verwaltungsberufs-genossenschafts-Beiträge für Fußballer zurück, was vor einem Jahr noch als Damokles-Schwert des deutschen Profi-Fussballs bezeichnet wurde. Und sonst? Wir führen ein Interview mit Carsten Wehmann, unserem zweiten Keeper und blicken in die Vergangenheit der Partisanen-Hochburg Montefiorino.
37.
Die JHV hat uns wieder alle gerufen, nicht um die Geschicke des Vereins zu lenken, sondern um unseren König Heinz aus Mangel an Alternativen zu bestätigen. Auf dieser JHV wurden uns die Augen geöffnet, wie schlimm es um unseren Verein steht, was sich mit Ausnahme einer ruhigeren JHV bis 2005 fortführen wird. Hervorzuheben an dieser JHV ist, dass die AGiM jetzt im Aufsichtsrat vertreten ist und nun offiziell Vereinspolitik machen darf. St. Paul hat einen neuen Internet-Auftritt. Unserer Meinung nach ein gelungener Relaunch im Starclub-Design. Darüberhinaus findet Ihr in dieser Ausgabe noch unser Interview mit unserem Amateur-Coach Ewald Reil, einen Bericht über unsere CD-Release-Party und in der Players Corner stellt sich heute Thomas Meggle vor.
38.
Es gab wohl keine ÜS-Ausgabe, die umstrittener war, als unsere 38. Out of Soccer! Ein (Fussball-) Fanzine ganz ohne Artikel über Fussball? Fast. So konsequent können wir dann doch nicht bleiben, zumindest wenn man Vereinspolitik in die Fussballschublade packt. Es wird nämlich seit einigen Wochen heiß über Ausgliederung, neuer Rechtsform, neue Vermarktungs-möglichkeiten diskutiert, was wir Euch ja nicht vorenthalten wollen. Aber sonst nur Artikel à la Weltklasse-Dressurpferd Rembrandt, Handballtorwart-Legende Mike aus Reinbek und Players Corner Stephan Hanke (der ja auch nichts mit Fußball zu tun hat).
39.
Der böse, böse Aufsichtsrat wagt es doch tatsächlich einen von Heinz Weisener ausgetüftelten Vertrag, der die Marketingrechte an Papa Heinz überschreibt, nicht zu unterschreiben. In der AOMV stellt Herr Weisener den Verein finanziell schlechter dar, als er tatsächlich ist, um sich als Retter feiern zu lassen, wenn er die Marketingrechte übernimmt. Wir haben für Euch gesammelt: Chronologie vom ersten Vertragsentwurf über die Entgleisungen in der Presse bis hin zu den Reden in der AOMV. Wir zeigen Euch weiterhin, dass Zeitarbeit trotz Arbeitnehmerüberlassungsgesetz immer noch scheiße ist und time power sich als Sponsor mal verpissen soll, lassen Carsten Wehlmann in der Players Corner zu Wort kommen geben eine Wasserstandsmeldung bzgl. Neue Fankneipe (Ballkult) ab.
40.
24 Redaxler (acht ÜS-Urgesteine) feiern den erneuten Aufstieg der Amateure in die Regionalliga, und versinken doch in tiefer Trauer. Nach nur einem guten und heftigem Jahr Ehe, ist das Come Back von dieser Welt gegangen. Neben dem gebührenden Abfeiern der Amas blicken wir auf die Gründung von FARE, einer Initiative der UEFA gegen Fremdenfeindlichkeit, den Schanzenturm, der mal wieder eine neue Spekulationsvariante ins Rennen wird, dieses Mal soll er zum 3D-Kino werden, und beobachten BallKult auf der Suche nach einem geeigneten Gebäude für die Pfennig Nachfolge.
41.
Mal sehen, was die neue Saison so bringt. Wir stellen Euch sowohl die neuen Profis als auch die neuen Amateure vor, stellen Euch in Interview-Form die Aufsichtsrats-Mitglieder Tatjana Groeteke und Thomas Gottfried vor und geben Euch Tips, wo der vegetarische St. Pauli-Fan im Viertel gut essen kann. In der Player Corner darf sich heute Markus Ahlf verwirklichen.
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Kölmel baut Autokino am Millerntor. 2.210 Tage, nachdem der Stadionbau erstmals angekündigt wurde, erscheinen wir mal wieder mit dem Running Gag auf dem Cover. Dieses Mal also will Sportwelt - Multi Kölmel bei uns einsteigen, und mal wieder ist alles kurz vorm Abschluss, wie so oft. Vier Seiten mit auf St. Pauli abgestimmten Kinoplakaten zieren den Heftbeginn, danach befassen wir uns mit den diversen Haken, die dieses Projekt noch zu bieten hat. An die BILD, die MOPO und HH1 richtet sich der Appell, "Pauli" endlich mal Pauli sein zu lassen und gefälligst ein "St. " davor zu setzen, wenn sie unseren geliebten Verein meinen. Vereinsinternen berichtet die AgiM von ihrer Arbeit und die neu gegründete Abteilung Fördernder Mitglieder (AFM) stellt sich vor.
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Unserem FC steht mal wieder eine spannende JHV ins Haus. Die so trendige Sportrechte-Vermarktung soll nun auch am Millerntor keinen Halt machen. Wir stellen Euch die Sportwelt/ Kinowelt der Kölmels, die UFA, ISPR und SportA als potentielle Vermarkter vor, führen Interviews mit dem Ggeneralbevollmächtigten der Sportwelt Beteiligungs GmbH Volker Neumann, Tatjana Groeteke und Götz Weisener. Sehr am Herzen liegt uns auch die feindliche Übernahme des St. Pauli-Totenkopfes, was große Auswirkungen auf den Fanladen haben wird. Die Players Corner wird diesmal durch Truller besetzt.
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Und wieder mal hat es der Stadionneubau auf die Titelseite des Übersteigers geschafft. Diesmal dürft Ihr das Stadion nach Zahlen malen. Wir präsentieren Fakten von der letzten JHV und stellen Euch den neuen Vizepräsidenten Reenald Koch in Interview-Form vor.
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Der Bogen ist überspannt. Papa muss gehen, ist teilweise auch unsere Meinung, ganz besonders aber die der AGiM. Sie wirft ihm fehlende Transparenz (Stadionneubau, Flutlicht- und Gegentribünen-Geschäfte, und Lethargie in der Erkämpfung der Lizenzerteilung vor. Und natürlich haben wir mal wieder konkrete Stadion-Pläne im Angebot. Diesmal kommt es ganz bestimmt!!! Wir berichten Euch zusätzlich über Fußball in Chiapas (Mexico), feiern den 90. Geburtstag unseres Vereins in Form eines Jahresrückblick 1910 und haben Stani in die Players Corner eingeladen.
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Das "Hinter'm Horizont geht's weiter... " Cover sagt alles: Der FC St. Pauli steht kurz vorm Abstieg in die Drittklassigkeit, ein nahezu undenkbares Szenario. Da in solchen Sachen der Frust regiert, hauen wir um uns, dieses Mal bekommt Mannschaftsarzt Benckendorff einen eingeschenkt, rät er doch Carsten Wehlmann zum Wechsel zum hsv! Gut, dass Carsten uns ja versprochen hat, dass er St. Paulianer ist und man als solcher nicht zu den Doofen wechselt... Weisener fängt für die alljährlichen Lizenzierungs Desaster und der DFB bekommt zum 100-jährigen Jubiläum mal seine Position in der Nazizeit vor Augen gehalten. Nettes wird hingegen aus Holland berichtet, wir stellen die besondere Beziehung zum NAC Breda vor.
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Geht auf St. Pauli das Licht aus? Letzter Spieltag gegen RWO und wir stecken ganz tief drin, müssen gewinnen. Ein Spieler hat nicht nur schon die Klasse gehalten, sondern ist noch eine Liga aufgestiegen. Carsten Wehlmann wechselt zum HSV. Ein Grund für uns ihn zu interviewen und zu fragen, was für ein Furz ihn in den Kopf geschossen ist. Geld stinkt doch! Mit unseren neuen "Freunden" von NAC Breda waren wir zusammen beim Spiel gegen Rosendaal und hatten sehr viel Spaß beim Interview mit der Asian Dub Foundation.
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Nachdem wir dem Tod gerade noch mal von der Schippe gesprungen sind, freuen wir uns, dass Didi Demuth den Kader komplett ausgerümpelt hat. Wir stellen alle neun neuen Spieler vor und waren für Euch live in Ahlen bei einem legendären Saisonauftakt mit dabei. Die Players Corner gehört heute Stephan Hanke. Bei unseren Freunden von der Insel hat sich auch einiges getan. Martin O'Neill ist neuer Coach und soll die Celts zurück in die Spitzenklasse Europas führen. Desweiteren nehmen wir den Frauenfußball kurz vor der Olympiade unter die Lupe du berichten Euch von der Mondiali Antirazzisti in Montecchio.
49.
Der Sonnenkönig verlässt das Schiff. Papa Heinz hat die Schnauze voll und wirft das Handtuch. Neuer Präsident wird sein Vize Reenald Koch. Die AFM hat auch Ihre erst Mitgliederversammlung hinter sich gebracht, was zu erheblichen Unstimmigkeiten zwischen uns und der AFM bzgl. Des Sinns der AFM führte. Wir durchleuchten für Euch, woher eigentlich das Geld kommt, das in unsere neue, hoffnungsvolle Mannschaft kommt. World of Internet zahlt uns viel, lebt aber von High Risk-Geschäften, die ganz fix mal in die Hose gehen können. Ein anderes High Risk-Geschäft plant gerade Borussia Dortmund. Die Borussia will als erster Bundesliga-Verein an die Börse gehen.
50.
Unsere Jubiläums-Ausgabe! Inklusive unseres "Büros" in Berlin umfasst die Redaktion heute nur noch 20 Mitarbeiter. Trotzdem werden wir auf die 100 hinarbeiten. Zu den Gratulanten gehören u. A. Unser Präsident Reenald Koch, "Euch Uwe", Captain Stani, 11 Freunde und viele, viele mehr. Als Jubiläums-Geschenk für Euch präsentieren wir Euch noch mal die Spieler und Trainer, die Ihr ertragen musstet, seit es uns gibt. Des Weiteren führten wir ein Interview mit Daniel Scheinhardt und stellen Markus Lotter in die Spielerecke. Wir recherchierten außerdem noch, was aus Turbonegro geworden ist.
Kampf- und Pokalblatt
St. Pauli spielt im DFB-Pokal gegen Schalke. Das Spiel ist uns zwar kein ganzes Heft wert, aber immerhin schaffen wir es, mit dem Schalke Unser ein gemeinsames Fanzine herauszubringen.
Sowohl der ÜS als auch das SU haben eine eigene Titelseite!
51.
Die Blase ist geplatzt. World of Internet muss nun doch Insolvenz anmelden. Als hätten wir es geahnt. Unsere Mannschaft lässt sich aber von den Querelen nicht beeindrucken und spielt trotzdem munter weiter um den Aufstieg mit. Noch erfolgreicher spielen unsere schottischen Freunde aus Glasgow, die mit ihrem neuen Coach O'Neill das Triple anpeilen. In dieser Ausgabe lassen wir auch mal wieder Dampf in Richtung eigene Fanszene ab. Sind wir noch der andere Verein, wenn immer mehr Vollpfosten die Möglichkeit haben Ausdrücke wie Fotze, Schwule Sau, Dachpappe, etc. zu brüllen, ohne dass er des Stadions (durch Fan-Selbstjustiz oder Petzen beim Ordner!) verwiesen wird? Hoffentlich bekommt das unser neuer Fan-Sheriff Heiko Schlesselmann wieder in den Griff. Willkommen!
52.
The Return of Glory days! Haben wir es nicht immer gewusst? Wir vergleichen mal, was wir in den ersten Ausgaben so geschrieben haben mit dem, was wir bis heute erreicht haben. Nachdem unser Hauptsponsor vor kurzem ins Gras gebissen hat, präsentieren wir heute den wohl beliebtesten Brustsponsor ever: Astra! Eine große Träne weinen wir unserem Ama-Libero Michael Hempen hinterher. Unser Interview mit Ihm ist sozusagen sein Requiem. Achtung Floskel: Niemals geht man so ganz!
53.
Noch immer fehlen einem die Worte, wenn man die Nummer 53 in die Hand nimmt, noch immer spürt man einen Kloß im Hals. Der FC St. Pauli ist in Nürnberg in die Bundesliga aufgestiegen, doch statt einer feiernden Jubelausgabe, ist niemandem zum Feiern zu Mute. Nils, Mitglied der St. Pauli Skinheads und fast allen in der Fanszene bekannt, ist im Sommer auf tragische Weise ums Leben gekommen. In Gedenken an ihn ist das Heft komplett in Weiß gehalten. In der Bundesliga haben wir mit DM 2,50 auch einen neuen Preis, auf einer Foto Doppelseite würdigen wir den Aufstieg, den Toto-Pokalsieg der Amateure und die Deutsche Meisterschaft der Rugby Damen. Es gibt auch eine neue Rubrik, nämlich "How to name the stadium", den Auftakt macht die "Che Guevara Kampfbahn". Auch das Thema Stadionneubau wird mal wieder behandelt, der neue Trikotsponsor Securvita wird ebenso wie das neue kickende Personal (Inceman, Bulat, Gibbs) vorgestellt. Die AFM um Tonny B. wird für eine platte Titten-Werbekampagne angegriffen, während Hendrik seinen Abschied aus dem Fanladen bekannt gibt.
54.
Die AFM-Mitgliederversammlung stand mal wieder an. Diesmal unter dem Motto: Sex, Lügen und Serviceleistungen. Wieder mal hat man sich gefragt, was eigentlich das primäre Ziel der AFM ist. Wir starten mit der Serie "how to name the stadium". Das Stadion soll nach Leuten benannt werden, die sich um den Verein verdient gemacht haben. Wir starten mit dem Vorschlag Tonny Burggraaf Service Pitch. Der Medien-Hooligan Kirch hat sich auch am Millerntor angeschlichen und vertickt jetzt seine Decoder im Kartencenter. Weitere Themen in dieser Ausgabe sind die Senatswahl mit Richter Gnadenlos, ein Interview mit Oliver Held und BAFF beim FIFA- Kongress in Argentinien.
55.
Wie das Cover verrät, haben wir immer noch nicht gewonnen und müssen jetzt Ede Geyers Freier-Truppe die Eier lang ziehen. Wir berichten über die Fortsetzung der AFM-Hauptversammlung, auf der König Tonny vertrieben wurde, interviewen Christian Toetzke, den Grandmaster of Marketing von Upsolut und führen mal wieder eine eine Sexismus-Debatte. Klar liegt unser Stadion in der Nähe der Reeperbahn und St. Pauli steht für viele für leichte Frauen. Aber muss der Verein sich deshalb Werbepartner wie MAXIM aussuchen, bzw. kann er seinem Sponsor Astra nicht auf die Finger klopfen, wenn er mit halbnackten Frauen in St. Pauli-Trikots wirbt?
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Wir haben beim kleinen Derby einen Vorgeschmack auf das Spiel gegen des HSV im Dezember bekommen und mussten feststellen, dass die HSVer krativer geworden sind und mehr als uh, uh, zick zack Zeckenpack, usw. rausbekommen. Für unseren Ex-Spieler Stephan Hanke machen wir Euch die Ex-Players Corner auf und interviewen unser Sturmtalent Philip Albrecht. BAFF erzählt uns von der Wanderausstellung in Berlin, die viel besser von den Fans aufgenommen wird, als erwartet.
57.
"Elf Blonde sollt Ihr sein", sicher auch eines der besseren Cover des ÜS, mit dem Mayer-Vorfelder für seine ausländerfeindlichen Aussagen und seinen ausschweifenden Alkoholkonsum auf die Schippe genommen wird. Nach dem Sieg gegen Bayern gibt es inzwischen auch wieder leichte Hoffnungen auf den Klassenerhalt, die Tatort Stadion Ausstellung von BAFF wird vorgestellt und Carpe Diem auf drei Seiten zum Thema "Stimmung" interviewt.
58.
Nach einem dreiviertel Jahr merken wir und Thomas Meggle, dass das Ziel Klassenerhalt kaum noch zu erreichen ist. In einem Interview mit unserer 10 hört man heraus, was viele sowieso schon vorher ahnten. Unser Spielmacher verlässt zum Ende der Saison das sinkende Schiff. Nun heißt es einen Neuaufbau in der zweiten Liga starten. Wie das trotz leerer Kassen klappen soll verrät uns in Form eines Interviews unser Jugend-Koordinator Andreas Bergmann. Der Messe-Standort Hamburg ist uns ebenfalls ein Artikel wert, da die Messe nicht wie ursprünglich geplant nach Moorfleet verlegt, sonder im Zentrum erweitert wird.
59.
Versagen ist nicht kultig! In dieser Ausgabe kotzen wir uns über die letzten Spieltage der Bundesligasaison aus, vor allem schlägt uns natürlich das Derby auf den Magen. Und das Schalke nicht die geilste Klub der Welt ist, weiss uns Gerd zu erzählen, der über die Schalker Hightech-Arena samt Umfeld herzieht. Größtenteils widmen wir uns in diesem Heft aber der anstehenden WM und bringen Euch einige WM-Teilnehmer näher.
60.
Da die 60 die erste Ausgabe nach der nie für möglich gehaltenen Vize-Weltmeisterschaft ist, besteht dieser Übersteiger zu einem großen Teil aus Erlebnisberichten aus Deutschland, auf Malle oder direkt aus Japan. Wir merken, dass die alten Grabenkämpfe innerhalb des Vereins nach dem Abstieg wieder aufbrechen, informieren Euch über Groundhopper Ansgar, und fragen uns, warum die 60er unbedingt mit ins rot-blaue Furzkissen umziehen.
60 1⁄2.
St. Pauli erwartet mal wieder einen heißen Herbst, denn nach den ganzen Querelen um die Einsetzung von Franz Gerber, den Entgleisungen des Herrn Paulick, Transfergerangel mit dem Aufsichtsrat, und, und, und erwarten wir alles andere, als Friede, Freude und Eierkuchen. Auf der JHV. Um ein wenig aufzuklären, wer mit wem kann, was verspricht und was mit dem Verein geplant wird, bringen wir diese Sonderausgabe heraus.
61.
Dass die Stimmung einer JHV stark vom Erfolg der Mannschaft geprägt ist, sehen wir spätestens in diesem Jahr. Lügen, Beleidigungen, Ausschlussverfahren und mal wieder Stadion-Finanzierungsmodelle (diesmal auf Basis von EU-Fördermitteln) inkl. Rohrleitungspläne, die kein Mensch versteht. Reenald Koch verlässt das sinkende Schiff und lässt uns mit Stephan Beutel und Frank Fechner allein. Danke Reenald!
62.
Schwarze Kassen auf St. Pauli??? Da haben wir natürlich nicht nur auf dem Cover drei Fragezeichen! Herr Littmann hat mal eben in die Bücher geschaut und gibt uns per Interview eine schwammige IST-Analyse und noch schwammigere Antworten, warum er welche Personalentscheidungen getroffen hat. Deshalb geben wir auch Chrstian Pothe und Tatjana Groeteke die Möglichkeit, sich zu schwarzen Kassen, Entlassungen schmutzigen Presse-Spielchen zu äußern.
63.
Es geht wahrscheinlich wieder eine Etage tiefer. Wie dies trotz dann fehlender TV-Einnahmen finanziert werden soll, erzählt uns Stephan Beutel. Andreas Bergmann fordert, der Jugend in der dritten Liga eine neue Chance zu geben und stellt die Talente vor, von denen er überzeugt ist, dass sie den Durchbruch in der dritten Liga schaffen.
64.
Die Mopo spielt Schiffe versenken im Hamburger Hafen und unser Fan-Präsident versucht alles, damit sein Schiff es wenigstens noch auf die nächste Sandbank schafft. Durch äußerst unpopuläre Retteraktionen verpasste Herr Littmann uns ein Bettler-Image, das uns auch noch in Jahren nicht loslassen wird.
65.
Johnny Cash ist tot, was wir sowohl auf dem Cover als auch per Artikel betrauern. Als wäre das nicht schon schlimm genug, nervt uns auch das St. Pauli Forum, was wir in einem Artikel zum Ausdruck bringen, um kurz darauf aus der folgenden Kritik zu lernen und zu beschließen, künftig diesem Medium keinen Rahmen mehr zu bieten. Mindestens genauso viel Aufregung verursacht ein Artikel zur Band Perkele, welche im Clubheim auftreten, dank einiger Texte aber durchaus auch Fans im rechten Spektrum haben.
66.
Es ist Herbst und wie jedes Jahr findet in diesen kalendarisch schlechten Zeiten die JHV statt. Wir fragen uns und ganz besonders das Präsidium, wo das Rettergeld hin ist, wann die Vereinsabteilungen Ihre geliehenen Gelder wieder zurückbekommt und wie die Steuerschulden beglichen werden sollen (nicht zu verwechseln mit den Berg an Steuerschulden, der uns ein Jahr später erwartet!). Der Metzger wäre ein schöner Hitchcock-Filmtitel, wenn man einen Film über die Ausstellung "Körperwelten", bzw. das Heranschaffen der Exponate für diese Ausstellung drehen würde. Fleisch! Befasst sich eben mit den moralischen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Aspekten.
67.
Nun ist aber echt langsam mal genug. Wir fordern Stadionverbote für Littmann und Fechner! In der "Chronik der Inkompetenz" schildern wir detailliert, wie der Präsident und sein unfähiger Geschäftsführer den alten Karren an die Wand fahren. Wir erzählen Euch, wem das AFM-Hausjetzt gehört und berichten Euch aus dem Bestiarium Dresden.
68.
Erfolge, wo hin man auch schaut. St. Pauli holt das Triple (Hamburger Hallenmeister, Oddsetpokalsieger, Lizenz für die neue Saison)! Also wieder alles im Lack. Wenn da nicht die ge-rochenen Versprechen des Präsidenten wären. Die AFM wartet immer noch auf ihr Geld, Das Haus vom Teister-Claus ist weg und die versprochene transparenz lässt immer noch auf sich warten. Immerhin wird man im Internet auf dem "Brauner Zucker"-Kanal auf dem Laufenden gehalten, gell Herr Eich? Wir berichten darüber hinaus über das Antira-Turnier an der Kollaustraße, das wir eigentlich gewonnen hätten und waren mit den Celt in Villareal.
69.
Nach sechzehn Ausgaben muss leider mal wieder der Verkaufspreis erhöht werden, wir kosten ab sofort 1,60 €. Zwei Themen bestimmen das Heft: Auf sechs der 52 Seiten interviewen wir den kompetenten Frank Fechner, 13 Seiten lang lassen wir die EM Revue passieren.
Mini-ÜS 1
Am 03.09. erblickt das Redaktionsbaby Übersteiger Mini zum Spiel gegen Union Berlin das Licht der Welt. Wir wollen Euch Fans endlich eine Art Stadionzeitung in handlichem Format und ausgiebigem Statistik-Teil zur Verfügung stellen. Desweiteren informieren wir Euch in dieser Ausgabe ausführlich über unseren heutigen Gegner von der Alten Försterei. Unsere Erstausgabe kann für 0,30 € den Besitzer wechseln.
70.
Bye-Bye Brigitte! Brigitte hat leider Ihre zweite Chance nicht genutzt (oder keine richtige zweite Chance bekommen?) und muss nun die Club-Gaststätte aufgeben. Die AFM verspricht uns auf ihrer Mitglieder-versammlung mehr Transparenz, bessere Öffentlichkeitsarbeit und stellt uns das neue Konzept "You'll never work alone" vor.
71.
Frohes Fest! Zu Weihnachten schenken wir Euch ein schickes Farb-Poster von Double-Gewinner Ivan Klasnic im Übersteiger-Trikot. Natürlich haben wir den Fototermin auch genutzt, um mit Ivan ein ausführliches Interview zu führen. Ach ja, JHV war ja auch mal wieder und irgendwer faselte im Laufe des Abends von 80.000 € Gewinn. Kein Wunder, dass MDS Möhrle uns die Bilanz nicht testieren will. Der Hammer ist, dass wir im letzten Geschäftsjahr 60.000 € Mahnkosten zahlen mussten, weil Herr Fechner einen Trick kennt, wie man Zahlungen hinauszögern kann. Bitte nicht nachmachen! Thomas Lengefeld und Thorsten Wendt stellen uns ihr neue Clubheim-Konzept vor und es gibt mal wieder neue Stadionpläne (muuaaahahahahaha!).
Mini-ÜS 2
Gegen die zweite von Wolfsburg erscheint der Mini zum zweiten Mal, diesmal üssen wir leider auch auf unsere Kostendeckung achten, so dass Es den Mini zum Preis von 50 Cent gibt. Neben der ausführlichen Statistik und Vorstellung des Gegners informieren wir Euch heute über die anstehende JHV.
ÜS goes online!
Genug ist genug. Wir können den ganzen Müll, den uns das Präsidium erzählt, nicht mehr unkommentiert im Raum stehen lassen. Wie die Bildzeitung enthüllte, hat St. Pauli Steuerschulden in Höhe von über 600.000 € zu begleichen. Da von offizieller Seite nur ein "Das waren wir nicht!" kommt, die Steuerverbindlichkeiten aber gleichzeitig über 1 Million € angehoben werden, versuchen wir wenigstens mal etwas Licht in Dunkle zu bringen. Denn es sind noch einige andere merkwürdige Posten aufgelaufen, die uns Angst und Bange um den Verein werden lässt.
72.
Hamburg ist braun-weiß! Zum kleinen Derby erscheint unsere Provo-Ausgabe. Wir präsentieren Euch auf dem Cover das ersteigerte Hass-Hemd des Marinus B. , auf Seite 2 ekelerregendes Klopapier und Seite 51, wie man eine eigene Choreo versaut. Wirklich beschäftigt haben uns aber die Umsatzsteuer-Affäre, sowie der S...tourismus auf Kuba. In weiteren Artikeln erfahrt Ihr mehr über Hoyzer, das Ende von Bohemians Prag und die Ticketvergabe für die WM.
Mini-ÜS 3
Am 31. Spieltag besuchen uns die Marzipanstädter um Carsten Wehlmann. Natürlich stellen wir Euch wieder den Gegner vor und ausführliche Statistik zur Verfügung. Schwerpunkt dieser Mini-Ausgabe sind die phantastischen Stadionpläne. Das ewige Bagger-Thema also mal wieder!
73.
Der Fanladen wird 15 Jahre alt, natürlich muss das aufs Cover! Inhaltlich blicken wir zurück auf die Posse um das Cuba Trainingslager und interviewen acht Seiten lang den Aufsichtsrat Vorsitzenden Michael Burmester. Wir blicken zurück auf die Frauen Rugby EM am Millerntor und insgesamt freut sich wohl nicht nur die gesamte Redaktion, wenn diese Grotten-Saison endlich zuende ist, was sich auch im Comic deutlich widerspiegelt.
74.
Spitzenspiel am Millerntor! Zu so einem Ereignis muss man natürlich rauskommen. Wir stellen Euch in dieser Ausgabe die neuen Spieler vor, die uns in die zweite Liga kicke sollen, waren bei der Mondiali Antirazzisti, die immer mehr an Niveau verliert und zeigen Euch im Artikel Neues von den alten Mitarbeitern, was Herrn Preussker von ehemaligen Mitarbeitern unterscheidet.
75.
Die 75. Ausgabe haltet Ihr gerade in den Händen und wir hoffen, dass Ihr auch weiterhin dem "einzig relevanten" Fanmagazin die Treue haltet und wir Euch zur Hundert einen weiteren Rückblick, in welcher Form auch immer präsentieren können.
Frodo und OhneArme
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