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Unsere kühnsten Träume sind erfüllt worden. Die Mannschaft scheint sich getreu dem Motto "Elf Freunde sollt ihr sein" als Einheit zu präsentieren, hat nach nervösem Beginn in Bremen - kein Wunder in Anbetracht der immensen Erwartungshaltung und des dadurch resultierenden Druckes - sich stetig freigespielt und vergisst hoffentlich bald jegliche Nervosität. Das vier zu null in Emden war natürlich eine ganz besondere Antwort, sollte aber nicht zu Überschwänglichkeiten führen; die so gern heraufbeschworene Tuchfühlung mit dem Teppich ist gerade heute mehr als wichtig, denn: Es gastiert der Spitzenreiter am Millerntor! Empfangen wir ihn gebührlich und kämpfen ihn mit den unsrigen atmosphärischen Waffen nieder. Heute muss die Mannschaft den "Geist vom sechsten Februar anno 2002" anrufen und ihm zu neuen Kräften verhelfen. Nur so ist der VfB Lübeck zu knacken. Wir glauben an Euch! Ein bewegender Sommer liegt hinter uns. Das Cover deutet schon eine besondere Auszeichnung an, durch die jahrelange antirassistische und antifaschistische Arbeit entsprechende Würdigung findet. Die Mondiali Antirazzisti - und nicht dieser verschissene ConCup - war für viele St. Paulianer wieder eine Reise wert. Dieses Turnier bleibt eine Bereicherung, ist aber durch die gewachsene Größe auch Anlaufpunkt komischer Gestalten. Dazu mehr im Heft. Des weiteren wird in der "Lage der Nation" ein Thema angesprochen, das uns durchaus noch beschäftigen könnte, wenn unser Freiraum als Fans weiter beschnitten wird. Repression ist das Stich- und Unwort, was außerdem in der Nachbetrachtung der Mitte Juni stattgefundenen Fandemo in Frankfurt Thema ist. Naturgemäß zu Beginn einer Saison wollen wir auch die neuen Spieler vorstellen und Ralph Gunesch kommentieren lassen. Zusätzlich zum bewährten "Neues von den Alten" haben wir zusammengetragen, was einige Ex-Mitarbeiter des FCs denn nun so machen. Interessantes ist dabei zu Tage getreten. Zum dritten Male schon erzählt ein Redakteur aus dem Nähkästchen und berichtet über alte Zeiten. Hinter der Nordkurve soll ja nun mit den dortigen Grandplätzen einiges passieren. Ob das nun erbauend wird oder nicht, bleibt abzuwarten. Die Bohemians aus Prag haben eine Zukunft und das liegt einzig allein an der Liebe und Arbeit der Fans und erinnert am Rande an Geschichten vom AFC Wimbledon oder den unglaublichen Willen vieler ManU-Fans, welche alle die Geschicke selber in die Hand nehmen, um Spekulanten die rote Karte zu zeigen. Die Rugby-Frauen haben traurigerweise fast unbemerkt den fünften Meistertitel eingefahren. Das bedarf der Würdigung und der Kritik. Das von Benjamin Adrion mit initiierte Projekt "Viva Con Agua De Sankt Pauli" hat elementare Bedeutung und wird vorgestellt. Hut ab für Dein Engagement! Ebenso für den ungebrochenen Eifer von USP, die hier mit einem Artikel aufwarten. Unsere Empfehlung bei allem Einsatz: immer locker bleiben! Und ein Klassiker sind selbstverständlich unsere allseits beliebten "Töne" ;-) Wie gesagt: der sportliche Höhenflug trägt dazu bei, dass auch wir entspannt und guter Laune sind. Doch gerade deswegen sollten wir jetzt möglichen inneren Auseinandersetzungen präventiv begegnen. Darum noch ein paar warme Worte: Lassen wir diesen unsäglichen Paternalismus in unser allerorten stattfindenden Kommunikation beiseite, finden wir mit den wunderbaren Waffen der Ironie und Satire den gemeinsamen Humor wieder und vergessen das Lachen über uns selbst nicht.Wo Verbissenheit enden kann, mag mit glühend heißem Öl verglichen werden, in welches Tropfen von Wasser wie kleine Bombeneinschläge wirken. Verbrennen wir uns nicht unnötig die Finger! Und nun raus zu neuen Freuden... Eure Alleskönner |
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