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Die gute Nachricht vorweg: Es scheint doch noch einige St. Pauli-Fans zu geben, die sich für die dubiosen Machenschaften der leitenden Angestellten beim FC interessieren. Als wir am Donnerstag, den 17. Februar 2005 unsere ÜS-Online- Spezialausgabe zur "Umsatzsteueraffäre" auf unserer Homepage www.uebersteiger.de veröffentlichten, schnellte die Zahl der Seitenaufrufe sofort in die Höhe. Zum Vergleich: Während am Mittwoch, den 16. Februar rund 1500 Seitenaufrufe zu Buche standen, waren es am Donnerstag schon gut 4000. Am Freitag erreichten wir den Rekord von knapp 7000 Seitenaufrufen. Etwas mehr dürften es am darauf folgenden Montag bei www.stpauli-forum.de gewesen sein. Eigentlich lautet ja ein festgelegter Redaktionsstandard, nicht mehr von der virtuellen Diskussionsrunde zu zitieren, doch da die Herren Fechner, Littmann und Schulz diesen Weg gewählt haben, um mit den Fans über die prekäre Lage zu debattieren, bleibt uns wohl nichts Anderes übrig. Zwei Dinge noch vorweg: Es ist schon komisch, dass Corny und Co. immer dann das Forum nutzen, wenn mal wieder etwas äußerst scheiße gelaufen ist und sie was gerade rücken wollen. Ein regelmäßiger Austausch sieht anders aus und beinhaltet auch mal angenehme Themen, soweit es diese in diesem Verein überhaupt gibt. Die zweite Anmerkung zum "Chat" hat uns doch ein wenig Ansporn gegeben, weiter die Finger in den Ganzkörperdekubitus namens FC St. Pauli zu legen. Fast alle kritischen Fragen, die an diesem Abend an das Triumvirat der Wahrheitsliebenden gestellt wurden,waren dem Übersteiger entnommen. Womit wir beim Thema wären: Natürlich wurde das meiste, was wir in unserer Online- Ausgabe berichtet hatten, in Frage gestellt. Deshalb werden wir im nun folgenden die Antworten der FC-Verantwortlichen noch einmal unter die Lupe nehmen. Here we go:(snief) so, moin, moin, auch an Corny Littmann (Marcus Schulz fehlt noch). Ich werde erst einmal ein, zwei Fragen einstellen, die im Vorfeld bei mir eingegangen sind. Kann es sein, dass man USt-Voranmeldungen in dieser Höhe einfach "vergisst" - wohl kaum, dennoch: Im Oktober 2003 soll der Buchhalter Präsidium + Geschäftsführer über die 200.000 EUR versehentlich nicht gebuchte USt informiert haben, richtig? Seit wann genau weiß wer von der Steuerschuld (Littmann, Schulz, Fechner) - Oktober 2003, November 2004? CL: Im Oktober 2003 hat der Buchhalter in Anwesenheit des Wirtschaftsprüfers und Steuerberaters das Präsidium über eine Fehlbuchung aus dem Sommer 2002 informiert. Beide wurden beauftragt, dieses umgehend zu klären und die Umsatzsteuer anzumelden. Dabei ging es um nicht angemeldete Umsatzsteuer aus dem Dauerkartenverkauf. Voll umfänglich über die gesamten nicht erfolgten Anmeldungen aus dem Jahr 2002 wurde das Präsididium im Januar nach der (CL) Rücckehrr aus Kuba informiert. Dabei ging es um 630.000 Euro, die Marcus Schulz und ich umgehend dem Finanzamt gemeldet haben. Warum die Teilanmeldung über 200.000 Euro im Okt. 2002 trotz Auftrag nicht erfolgte bzw. die Sache als "erledigt" in einem folgenden Protokoll erwähnt wird, ist allen Beteiligten bis heute noch nicht klar. ÜS: Soweit, so scheinheilig: Richtig ist, dass im Protokoll der Versammlung im Oktober 2003 steht, dass der Wirtschaftsprüfer und der Buchhalter die Sache erledigen sollen. Leider hat aber keiner der beiden diese Anweisung während der Sitzung erhalten, geschweige denn dieses Protokoll zu Gesicht bekommen. Im punkto Informationszeitraum versteht es Littmann, einmal mehr viel zu reden aber dabei wenig zu sagen. "Voll umfänglich" kann sowohl heißen, dass zu diesem Zeitpunkt ALLE Präsidumsmitglieder oder das Präsidium über ALLE Steuerverbindlichkeiten informiert wurden. Das mag sogar so sein, ist aber umso trauriger, wenn man bedenkt, dass Frank Fechner seit November – also gut zwei Monate früher – in seiner Funktion als Geschäftsführer bescheid wusste. Und an dieser Stelle lassen wir den Konjunktiv weg, da es dafür mehrere Zeugen gibt. Wenn Fechner diesen Umstand für sich behalten und das Präsidium nicht informiert hat, ist dieses Verhalten nicht nur ein erneutes Beispiel für die nicht vorhandene Kommunikation beim FC, sondern ein handfester Kündigungsgrund. Und noch mal zum Thema Protokolle, äußerte Littmann folgendes: Die Protokolle werden auf der jeweils nächsten Präsidiumssitzung vorgelegt und gelten als genehmigt, wenn ihnen nicht widersprochen wird. Also nix mit Unterschriften (man kanns auch übertreiben..). Weder der Buchhalter noch der Wirtschaftsprüfer haben an der nächsten Präsidiumssitzung teilgenommen, ergo konnten sie dem Protokoll auch nicht widersprechen. Auch dafür gibt es Zeugen. (snief) Ist es richtig, dass alle wissenden dazu aufgefordert wurden, nichts zu unternehmen, dass auch Medienvertretern gesagt wurde, sie sollten nichts schreiben, bis man was gegen Koch "in der Hand habe"? CL: Blödsinn! Umsatzsteuer muß angemeldet werden und zwar sofort, sonst macht man sich strafbar. Und zwar alle Beteiligten, vom Buchhalter über den Wirtschaftsprüfer bis zum Präsidium. Da kann man nix unter den Tisch keh- ren oder Stillschweigen vereinbaren. ÜS: Auch hier wieder zwei "Kinken". Es war sehr wohl so, dass Frank Fechner reges Interesse daran bekundet hat, dass die Kassenprüfer vorerst nicht anrücken. Auch dafür gibt es Zeugen. Ferner hat ein Medienvertreter gegenüber dem Übersteiger sehr wohl berichtet, dass er von den Steuerschulden gewusst habe, aber von einem leitenden Angestellten des FC St. Pauli dazu aufgefordert wurde, nichts zu schreiben, bevor man geguckt habe, ob man Koch dafür finanziell dran kriegen könne. Auch hierfür gibt es einen Zeugen. Webmaster: Wie hoch sind die momentanen Gesamtverbindlichkeiten in etwa? 1 Mio, 1,5 Mio, 2 Mio oder mehr - zusatz snief: ich denke, es sind primär die aktuell offenen verbindlichkeiten interessant...besteht hierdurch ein problem hinsichtlich der vom finanzamt geforderten "wirtschaftl. leistungsfähigkeit"? CL: Das Problem besteht nicht, die aktuellen Verbindlichkeiten sind laufende und machen in der Regionalliga keine Freude, bewegen sich aber im erträglichen Rahmen. ÜS: Auch hier wieder Fehler: Die Verbindlichkeiten sind nicht laufend, sonder sehr schnell rennend. Die rennen so schnell, dass man sie ganz schnell aus den Augen verliert... Und dass eine Million Miese erträglich ist, liegt in der subjektiven Einschätzung des Betrachters. Wir finden das ziemlich unerträglich, besonders wenn man bedenkt, in was für einem kurzen Zeitraum sich diese Summe angesammelt hat. Nachfrage zu den aktuell offenen verbindlichkeiten - stimmt die in der presse gehandelte zahl von ca. 1 mio. und wenn ja, wie soll das abgetragen werden? CL: Die Zahl stimmt nicht und weil die Presse "mitliest", sorry: wir haben noch keine öffentliche Buchhaltung. Soviel doch: es ist deutlich weniger und den Verbindlichkeiten stehen auch Forderungen gegenüber. ÜS: Es ist nicht deutlich weniger, sondern eher noch etwas höher.Wenn man die Forderungen abzieht, landet man auf jeden Fall nahe an der Million. Klar kann man immer sagen, dies oder jenes stimmt nicht. Aber wenn das alles so "erträglich" ist und ja viel weniger, dann kann man uns Fans doch sicher die Summe zumuten und endlich die oft gepriesene Transparenz üben. Aber spätestens auf der nächsten JHV müssen die Hosen ja eh runtergelassen werden... Dazu passend noch ein Auszug aus dem Abendblatt vom 25. Februar 2005: Zum Jahresabschluß 2004 hat der Klub rund 900 000 Euro Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, dem stehen etwa 255 000 Euro an Forderungen gegenüber. Aufsichtsrats-Vize Tay Eich bezeichnet die Summen zwar nicht "als dramatisch", aber sie seien "auch kein Grund zur Beruhigung". (Kiezkicker) Wann werden alle Vereinsabteilungen ihre Gelder zurückerhalten haben? CL: Die Abteilungsgelder gehen natürlich so schnell wie möglich zurück. Am wichtigsten ist uns, daß die sporttreibenden Amateure weiter ihrem Sport nachgehen können. Das ist bisher auch zu jedem Zeitpunkt noch gewährleistet gewesen. ÜS: Wir fordern alle Abteilungsleiter auf, sich umgehend für diese Selbstverständlichkeit mit Blumen und Pralinen beim aktuellen Präsidium zu bedanken. Gleichzeitig möchten wir ein Quiz ausloben: Wer den exakten Zeitpunkt der Rückzahlung tippt, erhält ein "Übersteiger Dir Deine Meinung"-Shirt. Übrigens: Die Antwort "so schnell wie möglich" sowie der Rechtsweg sind ausgeschlossen. Das Präsidium und der Geschäftsführer dürfen gerne mitspielen, die wissen den Zeitpunkt ja am wenigsten. Marcus Schulz, gefragt nach dem Wasserkopf in der Führungsetage und der Einstellung einer weiteren Person, die sich um Etatfragen kümmern soll: MS: Aus der Vergangenheit ist unheimlich viel liegen geblieben - Bilanzen bis 2001 zurück, Steuererklärungen etc. Die Sache mit dem Etatplaner stimmt halb - Rene hat auch eine ganze Reihe von anderen Aufgaben. ÜS: Das mag ja so sein, aber warum bleibt denn soviel liegen? Wenn man einen fähigen Geschäftsführer hat, wäre das wohl etwas anders. Der Übersteiger ist sicherlich der letzte, der etwas dagegen hat, wenn der FC sinnvolle Arbeitsplätze schafft. Wenn aber schon jemand für diese Aufgabe bezahlt wird und sie offensichtlich nicht ausfüllen kann, sollte man sich Konsequenzen überlegen. Mit 6000 Euro im Monat kann man sicher einen torgefährlichen Stürmer bezahlen... Stichwort "Bereits ausgegebenes Geld/Tafelsilber" : 300.000 EUR von mobilcom (sollten eigentlich für die nächste Saison sein), 230.000 EUR Abteilungsgelder, 200.000 EUR beliehenes AFM-Haus. Und Littmann zieht Anfang 2005 einen Teil seines privat investierten Geldes wieder heraus. Ist das richtig? Wenn ja, warum? Wie sollen diese Gelder ausgeglichen werden? CL: Mobilcom hat keinen Vorschuss auf die nächste Saison gegeben, mein privates Geld steckt immer noch im Verein (ist das eigentlich unehrenhaft?) und tatsächlich haben wir - auch durch den Verkauf des AFM-Hausesviel an Altlasten abgetragen. ÜS: Und mal wieder geschickt aus der Affäre gezogen. Die Antwort, dass Corny noch privates Geld im Verein hat, steht ja nicht im Widerspruch dazu, dass er gleichzeitig einen Teil seines Geldes (dem Vernehmen nach 90.000 EUR) raus gezogen hat. Nichts anderes haben wir in unserer Online-Ausgabe geschrieben und halten diese Behauptung auch weiterhin aufrecht. Danach ein wenig Leberwurst und das AFM-Haus musste eben weg. Thema durch. Mobilcom hat die Kohle auch nicht als Vorschuss deklariert, aber es wundert uns schon, warum das Geld über die Vermarktung zum Verein geflossen ist. Da muss jetzt wieder eine Tochter für Ihre Mama Umsatzsteuer bezahlen... Das muss doch nicht sein! Stimmt es, dass eine Ex-Mitarbeiterin 50.000 EUR unterschlagen hat und keine Strafanzeige gestellt, sondern die Mitarbeiterin mit Blumenstrauß auf der JHV verabschiedet wurde? Warum wurde keine Strafanzeige gestellt? CL: Die Sache stimmt insoweit, daß ihr zum Teil 2001-2002 Überzahlungen zum Gehalt geleistet wurden und ein Betrag von 10.000 Euro in der Kasse gefehlt hat. Beides hat die neue Buchhaltung im April 2004 gemerkt. Wir haben keine Strafanzeige gestellt, sondern lieber versucht, das Geld wiederzubekommen. Das hat immerhin zum Teil geklappt. Der Arbeitsvertrag wurde sofort gelöst. ÜS: Auch hier nur die "halbe Wahrheit". Der Arbeitsvertrag wurde nicht sofort nach bekannt werden aufgelöst, zumal Frank Fechner die Problematik schon länger kannte. Es war im Verein hinlänglich bekannt, dass die besagte Person bereits eine Privatinsolvenz hingelegt hatte. Was glaubt Ihr denn, wie Gehaltsüberzahlungen zu Stande kommen? Weil der Verein das Gehalt bar bezahlt hat, damit es nicht weg gepfändet wird. Sicher eine Geste, die von sozialer Verantwortung geprägt ist, doch wer dieses Geld versteuert, steht wohl in den Sternen. Und obwohl Frank Fechner wusste, dass diese Person im Umgang mit Bargeld nicht besonders verantwortungsvoll ist, hat er – trotz Warnung – nicht verhindert, dass diese Person eine Bar-Kasse in ihrem Aufgabenbereich führt. Hat Frank Fechner im November 2004 versucht zu verhindern, dass die Kassenprüfer über die 650.000 EUR USt. aus 2002 informiert werden? Hallo, hier ist Frank Fechner, und die Antwort ist nein. Es wird inzwischen mit Gerüchten Politik gemacht, und es waere gut, wenn alle etwas besonnener mit den Sachen umgehen würden. ÜS: Kurz und knapp: Hier sagt Frank Fechner die Wahrheit. Die Aufforderung, dass er die Kassenprüfer nicht im Haus haben will, hat er im Januar 2005 getätigt. Da haben wir uns etwas ungenau ausgedrückt. Auch dafür gibt es Zeugen. (Kasperle3434) Worauf beruhten die 2 Mio Etatplanung für die nächste Saison? CL: Es gibt eine aktuelle Etatplanung nur für die Mannschaft in Höhe von 2.261 Mio. für die nächste Saison. ÜS: Eine Frage nach Ursachen mit dem Nennen einer Tatsache zu beantworten spricht für sich.
Ist es richtig, dass der Rücckauf der
Vermarktungsrechte ohne finanzielle
Deckung stattfand und durch die Verzögerung
der Zahlung upsolut nun 90% statt 75% der Merchandise-Rechte
besitzt (für die nächsten 30 Jahre?)?
Ist es richtig, dass Holz dem Verein Kosten
für Umbau und Personalkosten in
Rechnung stellt? Hat der FC St Pauli ein
einseitiges Kündigungsrecht für diese
beiden Verträge (upsolut Merchandising
und holz), und wenn ja zu welchen
Bedingungen? MS: Nein. Das stimmt nicht. Beide Verträge (upsolut und Holz) wurden synchron verhandelt; beide wußten auch jeweils voneinander. Über Details kann ich da nichts sagen. Für upsolut war eine Option für 15 weitere Prozent unter bestimmten Bedingungen fest vereinbart. ÜS: Die "Bedingung" war unseren Informationen nach schlicht und einfach die Tatsache, dass der Verein lange auf das Geld von Holz warten musste, da dieser nicht besonders angetan gewesen sein soll, wie die Verhandlungen liefen. Diese verspätete Zahlung hat dann dazu geführt, dass upsolut noch mal einen "Rechte-Nachschlag" von 15 Prozent bekommen hat. Zur Verhandlung selber haben wir für Euch ja das "Drehbuch" abgedruckt das Marcus Schulz als Verhaltensprotokoll für die Versammlung geschrieben hat. Dem gibt es eigentlich nicht mehr viel hinzu zu fügen. Ist es richtig, dass Fechner für die zweite Rate Nascimento einen ungedeckten Scheck ausgestellt hat? FF: Der Scheck ist als Sicherheit für die 2. Rate der Transferentschädigung ausgestellt worden und war zu dem Zeitpunkt auch gedeckt. Leider war der Scheck aber zum Einlösungszeitpunkt nicht mehr gedeckt, denn es fehlte schlichtweg die Liquidität. ÜS: Und noch mal: Die Aufgabe eines Geschäftsführers ist es, dafür zu sorgen, dass Einnahmen und Ausgaben in einem gesunden Verhältnis zueinander stehen. Das scheint Herrn Fechner nicht zu gelingen. Er stellt im August einen Scheck aus, der im Oktober, also zwei Monate später, nicht mehr gedeckt ist??? Mal abgesehen davon, dass bereits im August sichtbar war, dass ein Posten dieser Höhe unmöglich zu bezahlen ist. Dieser Vorgang ist ein weiterer Beweis dafür, dass Frank Fechner für seinen Job nicht geeignet ist. In jedem Mittelstandsbetrieb hätte man ihn schon lange fristlos entlassen. Marcus Schulz auf die Frage, wie und wann der FC wieder auf gesunden Füßen steht: Neue Sponsorenkategorie, Aktiver VIP-Karten- Verkauf, gezielte Suche nach Sponsoren aus bestimmten Branchen etc. Da können wir im Laufe der nächsten Jahre bis auf zwei Million pro Jahr kommen in der Regionalliga. ÜS:Wenn das so gut klappt, wie mit den Bildern und den Rasenpaten, wo ja bekanntlich im Bestfall eine Million rein kommen sollte, ist ja alles in ranziger Butter. Wir bleiben skeptisch, würden uns aber freuen, wenn es gelänge. Auch wären wir dankbar für eine Erklärung, was denn passiver VIP-Karten- Verkauf ist? Den scheint es ja derzeit bei uns zu geben... Warum gibt es noch keine USt-Erklärungen für 2002 und 2003? FF: also: inzwischen gibt es die U-St.-Erklärung für 2002 und für 2003 ist diese kurz vor dem abschluss. wir lösen jetzt erstmal probleme, und dann kümmern wir uns um die Verantwortlichkeiten. ÜS: Hilfe gefällig: Die Umsatzsteuer für 2003 fällt in den Verantwortungsbereich des Geschäftsführers. Das sind seit Januar 2003 ganz zufällig sie selber... Ein weiterer Vorwurf, den wir in unserer Online- Ausgabe erhoben, der so aber im Chat nicht angesprochen wurde, war die Tatsache, dass Vizepräsident Guntram Uhlig dem Verein noch Geld schuldet. Dieser redete sich in der Bildzeitung vom 19. Februar damit raus, dass er bzw. eine "seiner" Firmen für den Verein ja ebenfalls kostenlose Dienstleistungen ausführt. Wenn dies der Fall ist, sollten doch beide Seiten dieses bargeldlose Geschäft mit so genannten "Gegenrechnungen" auf seriöse Füße stellen, damit wir nicht erneut gezwungen sind, solche Behauptungen, die sich als wahr entpuppt haben, aufzustellen. Ein erneutes Fazit möchten wir uns an dieser Stelle weitestgehend sparen, da wir das Meiste ja schon in der Online-Ausgabe geschrieben haben. Die Ratenzahlung wird sicher nicht dazu beitragen, dass es dem Verein mittelfristig besser geht, ist aber sicher ein positives und überlebenswichtiges Signal. Wie der Verein den Etat auf 2,26 Millionen Euro aufstocken will, bleibt uns bei der desolaten Finanzlage ein Rätsel. Ebenso rätselhaft bleibt, wie der Verein die rennenden Verbindlichkeiten von einer Million Euro zahlen will. Aber wir sind uns sicher, dass wieder irgendwo kurzfristig Gelder aufgetrieben werden, die dann in spätestens sechs Monaten erneut fehlen. Das Vertrauen in die Führungsriege des FC St. Pauli ist für uns aufgrund der aktuellen Situation - und damit meinen wir nicht in erster Linie die Steuergeschichte - gestorben. Dies geht sicherlich auch vielen Fans und Sponsoren so, was kurzfristig erneut dazu führt, dass sich die Einnahmesituation nicht merklich verbessern wird. Ein möglicher Anfang, wieder etwas mehr Vertrauen für Anhänger und potentielle Geldgeber zu schaffen,wäre die sofortige Entlassung von Frank Fechner. Der offensichtlich überforderte Geschäftsführer ist maßgeblich für die Misswirtschaft der vergangenen beiden Jahre verantwortlich. Dass ihm sowohl der Aufsichtsrat als auch das Präsidium dabei relativ tatenlos zugesehen haben, macht die Sache nicht besser. Es wäre dennoch ein Signal an alle, die keine Lust mehr haben, ihr Geld in das von Fechner verwaltete Fass ohne Boden zu werfen.
Anmerkung zum Drehbuch: Die Redaktion |
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