DAS STADION KOMMT, DAS STADION KOMMT NICHT,
DAS STADION KOMMT, DAS STADION KOMMT NICHT...
ODER DOCH?

EIN ÜBERRASCHENDES UPDATE IN SACHEN STADIONPLANUNG

   "Offiziell wissen wir von nichts", räumt Heiko Schlesselmann im Namen des Fanladens St. Pauli freimütig ein. Er sagt aber auch: "Wenn man Eins und Eins nur zusammenzählt, kann man daraus durchaus seine Schlüsse ziehen." Da wäre bspw. die ursprünglich geplante Verlegung der Container hinter der Südkurve – neben die Blechkisten der AFM. Um Platz für mögliche Baumaßnahmen dort zu schaffen, vermuteten viele. Wurde jetzt aus Kostengründen aber erst einmal storniert – sagt Heiko, sagt der OL. Von 20.000-30.000 Euro wird in Angestelltenkreisen gesprochen. Und dann gäbe es da noch den Nichtbeschluss des Präsidiums, die Verpachtung des Clubheims umgehend umzusetzen, sondern stattdessen bis mindestens Februar eine Übergangslösung mit dem Vereinsangestellten Hansi zu realisieren. Und das, obwohl es ja per sofort gute Konzepte (zumindest eins – siehe auch an anderer Stelle in diesem Heft) für den Betrieb des Vereinsheims gibt. Aber warum sollte man sich denn auch schon jetzt dauerhaft festlegen, wenn es demnächst sowieso losgehen sollte mit dem Stadionbau? Cornelius Littmann aber will allen Gerüchten den Wind gleich aus den Segeln nehmen: "Diese Entscheidung hat mit einem eventuellen Stadionprojekt absolut nichts zu tun", betont unser aktueller Präsident. Klingt also alles nach Verschwörungstheorien und Spekulationen, werdet ihr jetzt möglicherweise denken. Und die Mopo hat mit ihren beiden quasi Nicht-Berichten am 6. und 7. Oktober kürzlich ja auch nicht gerade zur Aufklärung, sondern eher zum gleichgültigen Kopfschütteln nach dem Motto "Ach, Stadionprojekt Nr. 12, das nicht verwirklicht wird?" beigetragen. Aber was kann man von einem Boulevardblatt denn auch schon erwarten, das nicht einmal in der Lage ist, den Namen des vielleicht wichtigsten Mannes in dieser Angelegenheit richtig zu schreiben. Und auch Medienkoordinator und Teamchef Christof Hawerkamp tritt auf die Bremse und spricht Im Zusammenhang mit einem bestimmten Stadionprojekt von "ein paar Leuten", die sich "wichtig machen" wollen. Doch unser Vereinssprecher scheint da weniger gut informiert zu sein, als man eigentlich hätte annehmen können. Aber lest selbst.

EXKLUSIV VEREINBARTE VERTRAULICHKEIT

   Der ÜS weiß mehr! Dr. Peter Oberthür, Rechtsanwalt mit dem Fachgebiet Baurecht (!), ehemaliger Regierungsrat in der Hamburger Baubehörde (!!) und seit rund sechs Jahren Vereinsmitglied beim FC St. Pauli, scheint tatsächlich sehr intensiv an der Realisierung eines neuen Stadions zu basteln – gemeinsam mit seinem auf St. Pauli ansässigen der früher sogar einmal selbst beim FC St. Pauli gekickt haben soll. Was diese Namen anbelangt hatte die Mopo dann ja auch tatsächlich Recht – doch die kannten wir auch schon ein paar Monate vorher.Neu dürfte allerdings die Information sein, dass es mittlerweile sogar einen Vertrag zwischen dem Club und Campmann/Oberthür geben soll, der den Stadionplanern ein exklusives Recht einräumen soll, sich in Sachen Stadionbau weiter kümmern zu dürfen – hauptsächlich um Investoren natürlich. Nicht im Namen des Vereins vielleicht, aber mit seinem Wissen und seinem wohlwollenden Segen. Anders kann das ja auch nicht funktionieren. Potenzielle Geldgeber würden solchen Projektplanern nämlich, die kein entsprechendes Votum von Vereinsseite haben, ordentlich was husten. Corny Littmann dementiert zwar telefonisch vehement, dass es sich hier um einen Vertrag handeln würde, aber ein so genannter "Letter Of Intent", und dies ist es wohl, hat selbstredend Vertragscharakter – sagen jedenfalls mir bekannte Rechtsanwälte. Zumindest räumt Littmann auf bohrendes Nachfragen am Ende immerhin ein, dass es tatsächlich etwas Schriftliches gibt. Kurzum: Es ist also kein Projekt des FC St. Pauli, aber eines für den FC St. Pauli. Und laut Vizepräsident Marcus Schulz, von allen die man kennt, zudem das realistischste mit der größten Umsetzungswahrscheinlichkeit.

   Campmann und Oberthür gehen übrigens schon seit Juli 2003 mit ihrer Stadionidee schwanger. Kurz nach dem Markus- Linzmeier- 5 Modelle- Stadionplanungs- Overhead- Desaster im CCH beschlossen die beiden Rechtsanwälte nämlich, dass es so nicht weiter gehen könne mit den Planungen für ein neues Rund am Millerntor und nahmen die Sache selbst in die Hand.

   Fakt ist wohl auch, und dies erklärt zumindest im Ansatz die ungewöhnliche Mauer des Schweigens in dieser Angelegenheit, dass zwischen den Beteiligten strikte Vertraulichkeit schriftlich vereinbart wurde. Und dies offensichtlich mit empfindlichen Vertragsstrafen bei Zuwiderhandlungen. Eigentlich ja ganz gut – für die Sache. Und auch wir hatten in Sachen Vertraulichkeit und Verschwiegenheit unsere Lektion gelernt: Bereits zur letzten Ausgabe hatten wir nämlich entsprechende Erkenntnisse, haben aber auf Bitten des Präsidiums und der Planer still gehalten und noch nichts im letzten Übersteiger veröffentlicht. Nachdem nun aber die Mopo im Oktober vorgeprescht ist und auch bereits Spekulationen in diversen Diskussionszirkeln kursieren, sehen wir uns nun quasi genötigt, euch mit unseren Informationen zu versorgen und so weit als möglich authentisch zu berichten und Licht in das Dunkel zu bringen. Angemerkt sei aber an dieser Stelle, dass auch wir euch nicht alle Infos mitteilen, die wir tatsächlich haben. Dies allein nur deswegen nicht, weil wir das Projekt insgesamt damit nicht schon vorher gefährden möchten – und weil wir unseren Informanten dies zugesagt haben.

   Dass es im Mai diesen Jahres, unmittelbar vor dem Regionalligamatch gegen die Werder-Bremen-Amateure (15.5.), eine Präsentation des diskutierten Stadionprojekts für das Präsidium gegeben hat – zumindest jedenfalls für den Präsidenten, daran gibt es eigentlich keine Zweifel mehr. Herr Littmann soll seine Entscheidung damals für oder gegen das Projekt davon abhängig gemacht haben, ob die Mannschaft die 3. Liga halten kann oder nicht. Das war nämlich damals nicht nur vor dem genannten und dann doch gewonnenen Spiel noch ziemlich ungewiss. Vor diesem Hintergrund macht auch die Mitteilung aus dem Umfeld der Stadionplaner Sinn und auch ein wenig Mut, die eine Realisierung des Stadions relativ unabhängig von der Ligazugehörigkeit sehen. "In der Oberliga können Sie das aber ganz vergessen – das wäre der Todesstoß", meint ein Insider. Zwei, drei Jahre Regionalliga wären wohl kein Hinderungsgrund, dauert’s jedoch noch länger mit dem Aufstieg, wird’s problematisch. Mittlerweile hat es übrigens insgesamt drei Treffen zwischen Präsidium auf der einen und Oberthür & Co auf der anderen Seite gegeben. Und nur das Präsidium allein soll die Pläne vereinsseitig bisher kennen.

EIN PAAR DETAILS

   Worum geht’s? Wohl um ein 28.000 Zuschauer fassendes Stadion, das zur Hälfte aus Steh- und Sitzplätzen bestehen wird. Es soll zwei turmartige Gebäude haben, die irgendwie das Dach tragen. Corny Littmann sagte uns allerdings, dass er solche "Turm"- Pläne nicht kennen würde. Andere Kenner der Materie hingegen bestätigen grundsätzlich diesen Turmgedanken. Baubeginn soll im Idealfall im Mai 2005 sein – das Bauende im Idealfall ein knappes Jahr später. Rechtzeitig zur Fußball-WM also. Die maximale Bauzeit könnte allerdings auch eineinhalb Jahre betragen. Und das Ganze soll an der Stelle passieren, wo jetzt das Millerntorstadion steht. Die Bauarbeiten erfolgen bei laufendem Spielbetrieb – also nichts von wegen Umzug nach Bremen, Lübeck oder den Volkspark. Und es soll St.Pauli-like, Stadtteil-kompatibel und englischen Charakters sein. "Die Fans werden es lieben", schwärmt ein Beteiligter. Es wird keine Luxusarena, sondern man verfolgt ein eher minimalistisches Konzept, das bspw. auf runde Ecken, wie etwa bei der AOL-Arena, verzichten will. Das allein schon würde angeblich Millionensummen einsparen, wurde uns versichert. "Mit dem Weisener-Stadion hat der neue Entwurf nichts zu tun", raunt man auf Fluren der Entscheider. Auch personell sei übrigens niemand an den jetzigen Planungen beteiligt, der irgendwann einmal an einem anderen Stadion für unseren FC mit rumgebastelt hat – kein Architekt, kein Planer und kein Bauträger. "Wir haben die Vorgaben gemacht und der Architekt hat sie umgesetzt", hört man aus dem "inner circle". Und die "Singing Area" bliebe auf jeden Fall dort, wo sie jetzt schon ist – was immer dies auch heißen mag.

   So ist uns zumindest noch völlig unklar, wie die Aufteilung der Steh- und Sitzplätze aussehen wird. Einen Einblick in existierende Stadionpläne konnten wir leider nicht nehmen. Wäre ja auch zu schön gewesen. Somit können wir euch auch keine Antworten auf vielleicht nahe liegende Fragen, wie zum Beispiel jene nach der Randbebauung und ob es beispielsweise auch Stehplätze auf der jetzigen Gegengeraden gibt, geben. Oder wie bspw. die sonstige Nutzung der neuen Arena (Konzerte, Football, Briefmarkenmesse etc.) geregelt werden wird. Klar muss deshalb sein, dass es ein Stadion, wie immer dies auch aussehen mag, ohne unsere Beteiligung und mögliche Änderungswünsche nicht geben darf – und auch nicht geben wird.Aber so naiv kann auch kein Stadionplaner sein, dass er dies nicht selber wüsste. Und Corny Littmanns Statement hierzu lässt auch kaum Interpretationen zu: "Es wird kein zu realisierendes Konzept geben, ohne dass vorher mit den Fans darüber diskutiert wird. Es kann doch keiner ernsthaft annehmen, dass hier irgendetwas über die Köpfe der Fans hinweg passieren könnte." Ach, noch was: "Der Stadionname habe "nichts mit dem Firmennamen eines Investoren zu tun", wird uns versichert.Also keine Astra-Bude oder Mobilcom-Memorial- Arena. Auf jeden Fall aber "weltweit einmalig", so die Macher, obwohl die Feinarchitektur noch gar nicht gezeichnet sein soll.

AUCH DIE STADT HAMBURG MUSS SICH BETEILIGEN

    Nun wird gemunkelt, dass schon jetzt im Dezember, zur Teilfinanzierung für das neue Stadion, damit begonnen werden soll, so genannte Genussscheine zu veräußern. Das sind Aktien oder Anleihen ähnliche Wertpapiere. In der Regel gewähren Sie den Anlegern die Rückzahlung des Anlagebetrages zum Nominalwert am Laufzeitende, sowie einen jährlichen Zinsanspruch. Die Höhe dieser nicht garantierten Verzinsung hängt aber - wie die Dividende bei der Aktie - von der Gewinnentwicklung des Unternehmens ab. Auf jeden Fall aber soll die Finanzierung recht breit gestreut werden. Beinahe jeder also hätte die Möglichkeit, sich mit einem mehr oder minder großen Betrag fürs finanzielle Gelingen des neuen Stadions einzubringen. Wie hoch die Mindestbeteiligung angesetzt ist, wissen wir leider nicht. Da passt dann wohl auch die Information ins Bild, die Planer würden sich noch in diesem Jahr mit ihren Ideen an die Öffentlichkeit wenden. Ebenso stimmig, das schon damals bei unserer Recherche von Herrn Dr. Oberthür abgegebene Statement, es fehle nur noch das Okay von Ole. Sobald das da sei, könne und würde es los gehen – und zwar sehr zeitnah.

   Dass auch die Stadt Hamburg zur Finanzierung in irgendeiner Art und Weise beitragen muss, bestätigen alle Protagonisten.Von Gleichbehandlung mit dem HSV mag man gar nicht reden. Das hieße nämlich, dass man dann fast schon mit dieser Summe allein eine neue Fußballarena bauen könnte. Die lieben Nachbarn aus Stellingen haben nämlich insgesamt 33 Millionen Euro Zuschüsse für ihre Aola erhalten – 22 Millionen Baukostenzuschuss und 11 Millionen Erschließungskosten. Unisono wird aber von positiven Signalen aus dem Senat und der Bürgerschaft gesprochen, eine explizite Entscheidung gäbe es bisher jedoch weder im Senat noch durch die Bürgerschaft. "Ole ist bereit zu helfen, wo und wie er kann. Darum hat er auch von grundsätzlicher Gleichbehandlung mit dem HSV gesprochen. Er will zwar kein Geld locker machen, aber die Stadt würde sich an anderen geldwerten Dingen, wie z.B. Parkplatzbau etc. beteiligen", erläutert Corny Littmann die Haltung Bürgermeister von Beusts. Eine solche Unterstützung muss definitiv auch sein – egal ob Bargeld oder Geldwertes. Mit der städtischen Beteiligung steht und fällt nämlich das ganze Stadionprojekt – so viel ist klar.

   Hinter vorgehaltener Hand wird manchmal auch noch der Name Burim Osmani (Besitzer des Geländes der "Heißen Ecke" an der Reeperbahn) als möglicher Investor genannt, dessen Absicht es angeblich sein soll, sich mit einem neuen Stadion für den FC St. Pauli ein Denkmal zu setzen. Und schon einmal soll der gerade in Lübeck wegen Steuerhinterziehung und Urkundenfälschung vor Gericht stehende versucht haben, hier ein Bein in die Tür zu bekommen. Als er dem FC St. Pauli nämlich in anderen klammen Zeiten vor einigen Jahren ein paar Millionen anbot, um dafür aber 50 Prozent der TV-Gelder zu erhalten. Ob der Name aber auch im Zusammenhang mit den Oberthür- Plänen zu sehen ist, bleibt im Dunkeln.Angesprochen auf diesen "Geschäftsmann", wird Präsident Littmann gleich sehr aufgeregt: "Mit Herrn Osmani macht der FC St. Pauli prinzipiell keine Geschäfte", erklärt der ehemalige Hamburger Unternehmer des Jahres resolut, schränkt aber nicht ganz unklug ein: "Jedenfalls nicht, so lange ich das entscheiden kann." Da bleibt natürlich die Frage, ob der Verein denn theoretisch überhaupt Einfluss nehmen kann, wenn er sich explizit selbst aus allem heraus hält und nur darauf wartet, dass man ihm ein fertiges Stadion mit Investoren und Bauträgern präsentiert. Da kann man dann wohl schlecht mit dem Argument kommen, dass einem ein bestimmter Investor nicht passen würde. Und wie es derzeit aussieht, läuft es wohl genau auf diese Option hinaus, dass nämlich der Verein lediglich Mieter im neuen Stadion sein wird. Entschieden ist diesbezüglich aber wohl noch nichts Endgültiges.

SIND NEUE BAUANTRÄGE NOTWENDIG?

   Eine gültige Baugenehmigung gibt es derzeit nur für die alten Weisener-Pläne. "So eine Genehmigung muss, damit sie nicht verfällt, jährlich verlängert bzw. aktualisiert werden", erklärt uns der beim Bezirk Mitte für den Stadionbau zuständige Beamte der Bauprüfabteilung, Herr Marauska. Und die letzte Verlängerung habe er vor ein paar Monaten vollzogen. "Seither gibt es nichts Neues. Und sollte es neue Stadionpläne geben, muss eine neue Baugenehmigung erteilt werden. Es sei denn, es verändert sich nicht so viel. Dann könnte auch ein Änderungsverfahren akzeptiert werden. Das geht dann natürlich schneller. Wichtig ist bspw. die Größenordnung und Kapazität. Wenn sich da nicht viel ändert, ginge das wohl auch per Änderung", konkretisiert der Staatsbedienstete. Reine Ermessenssache also. Aber was ist, wenn dies nicht so glatt geht? Was, wenn es ganz neue Pläne gibt, für die auf jeden Fall eine neue Baugenehmigung eingereicht werden muss? Wie lange dauert das dann? "Also, wenn das politisch unumstritten ist, dann ginge das innerhalb von ein paar Wochen. Problematisch wird es erst, wenn da noch Diskussionsbedarf in den politischen Gremien des Bezirks besteht. Dann kann sich das durchaus auch über ein paar Monate hinziehen", erläutert Sorina Weiland, Pressesprecherin des Bezirksamts Mitte. In unserem Fall ist selbst den Planern klar, dass ein komplett neues Genehmigungsverfahren aufgerollt werden muss. Einmal angenommen, der neue Stadionplan hätte tatsächlich alle Parteien und behördlichen Gremien auf seiner Seite, dann wäre wohl dennoch, vorausgesetzt jetzt im Dezember wird die endgültige Finanzierungsfrage wunschgemäß geklärt, ein geplanter Baubeginn im Mai nächsten Jahres nicht von vornherein abwegig.

   Fragt man unseren Präsidenten nach seiner persönlichen Meinung, so glaubt er eher nicht an ein komplett neues Stadion aus einem Guss: "Ein schrittweiser Umbau ist in meinen Augen realistischer und wir sollten uns deshalb darauf konzentrieren, zu schauen, wie ein solcher Umbau in Etappen aussehen könnte", meint Littmann und begründet diese seine Einschätzung damit, dass ihm aktuell weltweit kein komplett neu gebautes Stadion einfiele, das sich auch komplett refinanziert hätte. Das sehen, zumindest auf Deutschland bezogen, die Stadionplaner wohl ähnlich und betonen ausdrücklich, dass es hierzulande kein einziges Stadion gäbe, das ohne staatliche oder kommunale Zuschüsse realisiert werden konnte. Darum eben auch das Beharren auf die städtische Unterstützung.

   "Entweder wird das jetzt was, oder nie mehr", wurde uns aus dem Umkreis der Planungsgruppe abschließend mit auf den Weg gegeben. Zu dieser Einschätzung mag man nun stehen wie man will, aber die Fans und Mitglieder des FC St. Pauli sind in Sachen Stadionbau inzwischen ja einiges gewohnt und gewöhnt. Da gab es in den letzten Jahren dermaßen viel Merkwürdiges, Ungeheuerliches, Abenteuerliches, Hoffnung machendes, Enttäuschendes, Absurdes, Konkretes und weniger Konkretes, dass man sich da heute ziemlich abgebrüht von nicht mehr wirklich vielen Entwicklungen überraschen lässt. Wird’s wieder nichts, hätten wir neue Anekdoten für Enkel und Tanten. Bekämen wir tatsächlich endlich ein neues Stadion, dass kompatibel mit Verein, Fans und Viertel ist,wäre das toll.Aber kaum jemand würde dann wohl auf Knien Richtung Planern und Investoren rutschen, sondern die neue "Kampfbahn" als schon lange versprochenes Geschenk begreifen, dass nun endlich auch überreicht worden ist. Verdient haben wir es nämlich schon lange.

// Ronny

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