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Wie schnell und unerwartet man Trainer beim FC Bayern
München werden kann, hat nun gerade unser Ex-Übungsleiter
Seppo Eichkorn erfahren dürfen. Als Co bei Felix
Magath in Stuttgart nahm ihn der ehemalige Nationalspieler
eben einfach mit ins südlichste Bundesland. Nun
wird der 1994 auf St. Pauli Geschasste dort eine ebenso tragende
Rolle spielen wie vorher in Mayer-Vorfelder-City. Als
Coach fungiert nun auch recht erfolgreich Dietmar Demuth,
der mit seinem Club Ashantigold/Goldfield (Ghana) kürzlich
sogar den FC Bayern des Landes,Asante Kotoko Kumasi, mit
4:1 besiegen konnte. "Die Bayern liegen mir halt", kommentierte
Didi das Ergebnis. Trainer unserer eigenen AJugend-
Bundesligamannschaft wurde Porsche-Fahrer Dieter
Schlindwein. Ein weiterer Übungsleiter aus den Reihen
der ehemaligen FCler ist Hans-Friedrich Brunner, der in der
Saison 80/81 im Sturm des FC St. Pauli kickte. Der 43-Jährige
wechselte nach vier Jahren Oldenburger SV (zuvor
Pansdorf) zur Zweiten von Holstein Kiel. Ebenso nach Kiel,
allerdings in die erste Mannschaft, zog es zwei frühere Millerntor-
Keeper, die beide zuletzt Angestellte bei Union Berlin
waren: Klaus Thomforde und Simon Henzler. Thomforde
wird dort Torwartrainer, Henzler bleibt aktiver Schlussmann.
Auch von den Eisernen weg, jedoch nach Unterhaching,
trieb es Thomas Sobotzik, der ablösefrei für zunächst zwei
Jahre ins tiefste Bayern wechselt. Im düstersten Bayern
befindet sich auch das lauschige Burghausen. Zum sympathischen
Wacker-Club an Österreichs Grenze lieh nun der
MSV Duisburg unseren Ex-Knipser und Vertragsamateur
Rafael Kazior (21) für ein Jahr aus. Auch in Bavaria gelandet
ist Patrick Mölzl, der nach nur einem Jahr Kiez-Kult frustriert
beim Süd-Regionalligisten FC Augsburg unterschrieb.
Dem 23-Jährigen fehlte hier die sportliche Perspektive.
Frustriert ist auch Goalie Heinz Weber, der, erst 27-
jährig und zuletzt in der Schweiz aktiv, seine Profikarriere
überraschend beendete. Begründung: "Das Geschäft ist
sehr unseriös geworden... Da lasse ich es lieber ganz sein,
studiere und kicke nebenbei in der Regionalliga a la Amateur."
Unfreiwillig die Buffer ausziehen musste bei den
Amateuren des VfB Stuttgart Jens Rasiejewski, weil er dort
zum Sportinvaliden wurde. Dessen Ex-Kollege in braunweiß,
Tobias Kurbjuweit, hat Mainz 05 verlassen schnürt die
Stiefel fortan für den 1. FC Magdeburg. Auch im Osten
gelandet ist Davide Pedroso Bussu. Der talentierte 21-Jährige
ehemalige Nachwuchsstürmer unserer Zweiten sagte
"tschüß" bei Concordia und ging zum Meiendorfer SV im
Osten Hamburgs. Verlassen wollte die Meiendorfer Terry
Galloway (23), der deshalb bei Hannover 96 einen Vertrag
unterschrieb. Ob er bei den Profis oder Amateuren spielen
wird, sei noch nicht klar, so der ehemalige Sternschanzen-
Amateurstürmer. Innerhalb der Hansestadt tauschte Kneter
Uwe Eplinius den Arbeitgeber: Der Mittvierziger ersetzt nun
nach neun Jahren Millerntor beim Rautenclub Kultmasseur
Hermann Rieger. In Frankfurt wurde nicht nur Willi Reimann
(bislang noch ohne neuen Verein) von der Gehaltsliste
gestrichen, sondern auch Henning Bürger, der statt in Richtung
Hartz IV lieber den Weg in Richtung 99... Erfurt einschlug
um dort einen Zweijahresvertrag zu unterzeichnen.
Später soll der nette Spieler dort bei den Rot-Weißen in den
Trainerstab der Jugend integriert werden. Apropos Frankfurt:
Was macht eigentlich Chris? Das weiß kein Mensch –
nicht einmal er selbst. Dafür hat er ja schließlich seine Berater.
Und wie geht’s Jean-Clotaire Tsouma-Madza? Dessen
Vertrag mit der Eintracht wurde ohne Zahlung einer Abfindung
im Mai zum Saisonende aufgelöst. Zudem soll die
Frankfurter Ausländerbehörde dessen Ausweisung verfügt
haben, weil der 29-Jährige im November letzten Jahres
wegen sexueller Nötigung zu sechs Monaten Haft auf
Bewährung plus 10.000 Euro Strafe verdonnert wurde. Tja,
Deutschlands gnadenlose Behörden finden natürlich immer
einen Grund, um "unliebsame Ausländer los zu werden.
Auflösen mussten die Hessen beim Ausleihspieler Nascimento
zwar nichts, aber neu unterschrieben haben sie auch
nichts. Und so kehrte der Brasilianer nach legendären zwei
Spielen für den Bundesligisten zurück auf die Payroll des FC
St. Pauli. Erst Mitte Juli dann konnte der teure Spieler erneut
ausgeliehen werden. Diesmal für ein Jahr an Zweitligaaufsteiger
Rot Weiß Essen. Offensivmann Marek Trejgis hat sich
nach seinem Engagement bei Holstein Kiel für ein Jahr verpflichtet,
für die Stuttgarter Kickers gegen den Ball zu treten.
Dort wird der Pole auf einen weiteren früheren Kiezkicker
treffen, denn auch das ewige Mittelfeldtalent Daniel
Sager will dort endlich seinen Durchbruch schaffen. Das
wird allerdings erst in vielen Wochen los gehen können,
denn im Zuge einer Meniskus-OP im rechten Knie hat sich
der 25-Jährige dort nun auch noch Bakterien eingefangen
– und der Heilungsprozess wird sich hinziehen. Gute Besserung,
an dieser Stelle. Vielleicht zwei, die passen wie die
Faust aufs Auge: Dubravko Kolinger und Mario Basler. Beide
sind jetzt im selben Verein – der eine als Trainer, der
andere als Spieler. Kolinger hat dem FC Schweinfurt 05 nämlich
den Rücken gekehrt und soll unter der Fuchtel von Trainer
Basler (Warum war der eigentlich nie als Bundescoach
im Gespräch?) die Abwehr von Jahn Regensburg verstärken.
Viel Spaß dabei! Der wird nun vielleicht Bernd Hollerbach
vergehen, denn der Aola-Gelb-König hat seine aktive Spielerlaufbahn
beendet. Wie soll der Mann denn bitte nun seine
Aggressionen kompensieren? Ach so: Ho, Ho, Ho.... (Na,
ihr wisst schon) will bald als Oberliga-Trainer in und umzu
Hamburg sein Unwesen treiben. Bis dahin kann sich der
Motorrad fahrende Schlachtermeister ja vielleicht ein paar
Tricks von Trainer-Ikone Schlindi abgucken. Gute Tricks hatte
eigentlich auch immer Johann Stenzel drauf, aber zum
echten Profikicker hat es dann leider doch nie wirklich
gereicht. Jetzt tauschte der Endzwanziger, der zuletzt in der
Oberliga beim BV Cloppenburg spielte, erneut das Vereinslogo und
soll beim Oberligaabsteiger VfB Oldenburg für neue Impulse sorgen.
Die hat ja meist auch recht spektakulär Trainer Christoph Daum möglich
gemacht und zuletzt Fenerbahce Istanbul zum türkischen Meistertitel
geführt. Dorthin wechselt nun unser aller Ex-Liebling Deniz
Baris, der es zuletzt beim Durchschnitts-Erstligisten Genclerbirligi
zum Nationalspieler gebracht hatte.Mal schauen,was aus dem sympathischen
26-Jährigen noch so wird. Das interessiert natürlich auch
bei Alexander Meier, der nach seinem Wechsel zum HSV (Vertrag bis
2006) von dort nun, nach nur einem Jahr und 97 Spielminuten in Liga
Eins, für zunächst ein Jahr an Zweitligist Eintracht Frankfurt ausgeliehen
wurde.Was Alex dort bisher gezeigt hat, lässt für ihn einiges
erhoffen. Hoffnung hatte man hier auf St. Pauli ein paar Tage auch
auf die Rückkehr eines ehemaligen Waschmaschinen-Fachmannes:
Jens Scharping war nach dem Abstieg von VfB Lübeck ablösefrei zu
haben. Leider entschied sich Gerdl am Ende für den guten Zweitligisten
Alemania Aachen. Kann man ja irgendwie verstehen – schließlich
ruft ja auch der UEFA-Cup! Von dem ist Jens Matthies sicher noch
ein paar Tage entfernt, aber bei seinem neuen Arbeitgeber Sportfreunde
Siegen (Regionalliga Süd) ist er immerhin als Leistungsträger
geholt worden. Ein braunweißes Wiedersehen wird es in der
kommenden Oberligasaison spätestens am 15. Spieltag (28.11.)
geben. Dann nämlich empfängt Kickers Emden die Zweite des FC St.
Pauli. Und dort kickte vor einiger Zeit noch Kickers-Neuzugang Erik
Agyemang, der in der abgelaufenen Oberligasaison für Absteiger
V/W Billstedt 19 Treffer erzielte. Eine Liga höher trat und tritt ein weiterer
Ex-St.Pauli-Anateur gegen das obskure Objekt der Begierde:
Robert Schröder unterschrieb bei Süd-Regionalligist SV Elversberg.
Schröder kommt vom Nord-Absteiger VfR Neumünster. Und auch
Michael Bochtler hat eine neue Heimat gefunden. Der 28-jährige
Mittelfeldmann (zuletzt VfR Aalen) soll dafür sorgen, dass der FC Nöttingen,
Dorfverein (2.500 Einwohner) aus dem Badischen, nach dem
aktuellen Aufstieg in die Regionalliga Süd nicht gleich wieder absteigen
muss.Auch vom 36-jährigen Carsten Pröpper hat man nach langer
Zeit mal wieder etwas gehört: Der ehemalige Millerntor-Profi und
Palmen-Fachmann organisierte im Juni in Zusammenarbeit mit dem
FC Sommercamps für Nachwuchsfußballer. Ort der einwöchigen
Schulungen: Das Nachwuchsleistungszentrum am Brummerskamp.
Steil bergab ging’s irgendwie mit Benins Nationalspieler Moudachirou
Amadou. Der ist inzwischen, nach erfolgloser Bewerbung
beim FC Eschborn und zwei Trainingseinheiten beim Meiendorfer SV
(Eine Teilnahme am Condor-Cup für den MSV soll dessen Berater
allerdings abgelehnt haben – damit sei das Thema für Manager Franke
erledigt gewesen), in der Landesliga gelandet. Verbandsliga-
Absteiger TuS Holstein Quickborn hat den 32-Jährigen für die neue
Saison engagiert. Auch Leonardo Manzi bleibt Aktiver: Weiterhin
schnürt der gelernte Stürmer seine Fußballschuhe für Brasiliens Serie-
A-Club Juventude.
Ronny
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