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...hätte eigentlich Herrn Littmann hinterhergerufen werden sollen. Wurde aber nicht, sondern denjenigen Fans, die beim letzten Heimspiel aus Protest gegen die willkürlich ausgesprochenen Stadionverbote um 14:30 ihre Blöcke gen Ausgang verließen. Gemeinsame Proteste sahen früher auch mal besser aus. Erinnern wir uns kurz an eines der letzten Heimspiele der letzten Saison. Der Abstieg war besiegelt und eine Vielzahl der Fans ließen ungeniert nach 1 ? Jahren fast unerträglichen Darbietungen unserer Mannschaft ihren Unmut freien Lauf.Auch damals gab es wüste Pöbeleien gegen einen Teil der Fanszene von einigen "Paulianern". Genau dieses wiederholte sich am letzten Samstag, obwohl es sich um Proteste gegen, wie schon gesagt, willkürlich ausgesprochene Stadionverbote gegen sechs Fussballfans handelte. Mit einem "Auf Wiedersehen" kann ich gerade noch umgehen, wenn kurz vorher noch eine denunzierende und stimmungsmachende, mit der Bitte um Zustimmung erheischende, Durchsage vom Stadionsprecher den Besuchern ein falsches Bild vermittelt. Außerdem konnten wohl viele Gäste aufgrund der Zeitnahheit zu den Stadionverboten nicht umfassend informiert werden. Also entlud sich bei den Protesten des überwiegenden Teiles des Block 1 und von USP die immer wiederkehrende offensichtliche Abneigung einiger gegen genau diese Fangruppen.Warum ist mir bis heute nicht erklärlich. Sind wir nicht, oder besser wollen wir nicht so wahnsinnig tolerant anderen gegenüber sein? Toleranz und Akzeptanz fängt nämlich so richtig erst bei Meinungsverschiedenheiten und Unterschiedlichkeit an, ihr "Paulianer"! Übrigens könnte auch euch mal ganz schnell, z.B. bei feucht- fröhlichen Auswärtsfahrten mit Polizeikessel- Empfang am Zielbahnhof, ein Stadionverbot angedient werden. Wohl noch nicht genug informiert über dieses mehr als leidige Thema? Oder gar nur am "hippen" Millerntor dabei? Egal, aber mir und den anderen zu unterstellen, wir seien keine St. Paulianer (besser noch "Paulianer"), das geht eindeutig zu weit! So besoffen und zugekifft (o.k. trifft nicht für alle zu) kann man nach einer halben Stunde doch nicht sein. Fühle ich mich bei "Pauli"- Rufen grundsätzlich nicht angesprochen, suche ich ansonsten nach dem Recht zu urteilen, St. Paulianer oder nicht. Gibt es so etwas überhaupt? Meiner Meinung nach ganz klar nicht! Also, was wollt ihr? Fans anmachen, die so viel und laut wie möglich unsere (gemeinsame) Mannschaft anfeuern? Die auch bei (fast) allen Auswärtsspielen dabei sind, sei es noch so weit und ungemütlich? Die tatsächlich Toleranz untereinander gefunden haben? Die teilweise schon ein Jahrzehnt und länger dabei sind? Die sich auch außerhalb des Stadions auf Fanebene und teilweise im Verein engagieren? Mal darüber nachgedacht? Wohl kaum, aber dies ist nun eine gute Gelegenheit! Nur so am Rande: Wo war denn euer toller Support an jenem Nachmittag? Andere Meinungen und Ansichten berechtigen noch lange nicht zu (un-) überlegten Beschimpfungen und Verunglimpfungen, zumindestens nicht untereinander! Nach Verlassen der Tribüne traf ich einen alten Wegbegleiter, der aus Unkenntnis über den Fall sich dem Protest ursprünglich nicht anschließen wollte. Er ging nur aus Solidarität zu den Protestlern nach den ersten "Wir sind Pauli und ihr nicht" Rufen von seinem Platz. Er ist übrigens seit ca. 17 Jahren St. Paulianer... Und alles ihretwegen, Herr Littmann! CF |
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