Dauerkarten beim FC St. Pauli
Spaß hat seinen PreisDas ist die Quintessenz der unsäglichen Diskussion über die Dauerkartenpreise unseres so geliebten Fußballclubs. Andere stichhaltige Argumente konnte ich nicht vernehmen, auch auf dem von der AFM organisierten Themenabend nicht, auf dem Vereinsoffizielle (Manager Beutel, Vize Pothe und Pressesprecher Haverkamp) versuchten sich der Diskussion zu stellen. Fakt ist, dass die Preise für Stehplatz- und Sitzplatzdauerkarten im Vergleich zu anderen Zweitligavereinen (zu Bundesligavereinen erst recht) die teuersten zu erwerbenden Karten sind. Und das war schon immer so, seit ich zum Millerntor pilgere. Eine gute Sitzplatzkarte in der Hintertorgeraden mit guten Sichtverhältnissen in Schalke kostet weniger als eine Sitzplatzkarte auf der Gegengeraden beim FC (in Dortmund verhält es sich ähnlich). Okay, sind große Vereine in der Bundesliga schon lange nicht mehr auf die Zuschauereinnahmen angewiesen und können ihre Preise moderat gestalten verhält es sich bei Zweitligavereinen Fakt ist jedoch, dass in der Saison 2000/2001 für eine Stehplatzdauerkarte in der Gegengerade nur 128,34 Euro bezahlt werden mußten, in der hiesigen Saison 156,00 Euro, also satte 28,00 Euro (= 55,00 DM !) mehr auf den Tisch geblättert werden müssen. Der Preis in dieser Saison wurde übrigens so kalkuliert, dass sie gegenüber einem Einzelkartenkauf für alle Heimspiele auch keinen Preisvorteil bringen. Sprich krank werden oder in den Urlaub fahren? Ist nicht!. Selbst in der Bundesligasaison zahlten wir nur 10,00 Euro mehr für das Dauerticket, in dem sogar der Zuschlag für die drei Spitzenspiele (anstatt Volkspark) enthalten war. Noch Fragen? Nein, wir zahlen laut unseres Vorstands keine Aufschläge für die Top- Angebote, die wir mir unserer X-press erhalten. Dabei handelt es sich um einen reinen Mehrwert, soweit der gemeine Fan gewillt ist, noch mehr Money in den Volkswirtschaftskreislauf zu werfen, um dafür ein wenig Rabatt auf ein weiteres Drama im Schauspielhaus, auf benebelnde Getränke in einer Möchtegern- Vereinskneipe oder auf 20359 Textilien zu bekommen. Ein Abo der ? nach Fünf auch? Nein, da mußte zu später Stunde auch der Vorstand zugeben, Immerhin darf ein Nicht- Leser die aufgedrückte Stadion-/ Viertelzeitung abbestellen oder einem wohltätigen Zweck zur Verfügung stellen. Danke! Besonders gekniffen sind aber, und das nahm am Diskussionsabend auch den größten Zeitrahmen in Anspruch, sind die Inhaber von ermäßigten Karten (also Arbeitslose, Schüler, Stunden usw.) und Kinder in Familien, die eine Preissteigerung von über 50% im Vergleich zum letzten Zweitligajahr in Kauf nehmen müssen. Aus meiner Sicht völlig unverständlich und unverschämt. Wo soll den unser Fan- Nachwuchs denn herkommen, wenn nicht aus dieser Zielgruppe? Verständlich aus meiner Sicht bei der Gruppe der Ermäßigten (dabei sollen einige fraglich "ermäßigt" sein), weil es beim FC St. Pauli Verändert werden kann natürlich momentan schlicht nichts, aber der Vorstand hat einige Anregungen für die nächste Saison (insbesondere im Bezug auf die Familien- oder Kinderkartenpreise), beim Themenabend aufgenommen und gelobt Besserung. Also zahlen wir weiterhin für eine Ermäßigtenkarte soviel in Euro wie vor 14 Jahren (1989/90) in der guten alten Deutschen Mark. Spaß hat seinen Preis! CF |
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