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"Liebe St.Paulianerinnen, liebe St.Paulianer!" ![]() So begannen 95% aller Redebeiträge an diesem Abend im Saal 2 des CCH, und tatsächlich hatten sich auch fast alle ganz dolle lieb. Mir klingeln noch die Ohren, als es vor einigen Wochen auf der Redaktionssitzung hieß "Oh nein, schon wieder die JHV erst am Layout-Wochenende, wieder totale Hektik und Chaos!" Doch schon im Vorfeld wurde klar, dass es diesmal wohl ohne großes Chaos ablaufen würde, und auch sonst war alles anders als in den letzten Jahren. Nicht nur, dass das Präsidium ein positives Vereinsvermögen verkünden konnte, wo sich wohl höchstens die für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrten noch dunkel an das letzte Mal erinnern konnten, nicht nur das der Kassenprüferbericht einer der kürzesten Beiträge war. Nein, sogar an den Running Gag der Ankündigung eines neuen Stadions werden wahrscheinlich mehr Leute geglaubt haben als jemals zuvor, auch wenn der Übersteiger hier natürlich vor der Inbetriebnahme des ersten Abrissbaggers berechtigte Zweifel behält. Auch eine einstimmige Entlastung des Vorstandes hatte es in jüngerer Vergangenheit wohl eher selten gegeben. "Uns Reenald" gab dann mit einer Kapazität von 32.410 Zuschauern, 1.200 Business-Seats und 30 Logen sogar noch mehr Fakten auf die Leinwand und weitere Planspiele wie die Umwandlung der Feldstraßen-Grandplätze in eine Kunstrasenfläche zum besten. Jost Münster wurde dann mit 256 der 471 Stimmen bereits im ersten Wahlgang in den Aufsichtsrat gewählt, und AgiM-Sprecher Michael Burmester folgte im zweiten mit 295 Stimmen der dann nur noch 362 wählenden Mitglieder. Danach der dann im Vorfeld einzig brisante Punkt: Die neue Satzung, inklusive der darin enthaltenen Möglichkeit, die Lizenzspielermannschaft aus dem Gesamtverein auszugliedern. Zwar bemühten sich alle Beteiligten zu betonen, dass es sich ja nur um eine "Kann"-Bestimmung handelt, allerdings bleibt dann die Frage, warum man diese dann unbedingt jetzt schon durchdrücken wollte. Um das mal ganz klar zu sagen: Die Versammlung hat sich selbst ein Stück entmachtet, denn nachdem die Satzung so (bei 15 Gegenstimmen) angenommen wurde, reicht ab sofort eine einfache Mehrheit der JHV aus, um diese Ausgliederung zu beschließen. Ansonsten hätte es (da es sich dann um eine Satzungsänderung gehandelt hätte) einer ¾ Mehrheit bedurft, die bei einer ausreichenden Begründung und Erläuterung ja vielleicht auch möglich wäre. So aber bleibt der fade Beigeschmack, dass da jemand durch Ausnutzen der "Wir erlauben dem Vorstand heute alles!"-Stimmung die erforderliche Mehrheit für diese Ausgliederung mal schnell um 25% senken wollte. In jedem Fall wird sich die Struktur-Kommission nun im kommenden Jahr hauptsächlich mit der Frage beschäftigen, ob eine solche Ausgliederung sinnvoll ist. Uwe Dolls Worte, dass dies eher nicht zu erwarten ist, in Gottes Gehörgang! Ich hätte wahrscheinlich Probleme bekommen, überhaupt diese gute halbe Seite zu füllen, doch unser Freund Tonny B. eilte pflichtbewusst zur Hilfe! Hatten unsere Elitekicker in 58 Tagen drei Heimniederlagen in Folge zu verzeichnen, so konnte die Brigata Burggraaf hier souverän die dritte Pleite auf einer JHV in 42 Tagen verzeichnen, Respekt! Nachdem der ehemalige AFM-Vorstand ja zunächst abgewählt wurde und dann in der Neuwahl unterlag, versuchte man heute, aus den N.O.1 - Mitgliedern eine eigene Abteilung zu machen, die den Breitensport unterstützt. Da grübelte ich doch anfangs tatsächlich kurz, ob dies nicht gar eventuell Sinn machen könnte, bis ich dann irgendwann über den Satzanfang "Dem zu wählenden Abteilungsvorstand?" stolperte. Ach nee? na wer das dann wohl werden wollte! Aufgrund von Formfehlern und inhaltlich schwacher Begründung wurde der Antrag dann aber (mit wenigen Gegenstimmen der Talkshow-Claqueure hinten links) ziemlich deutlich abgeschmettert, und um 23.58 Uhr konnte Reenald Koch dann die Versammlung beenden. Frodo |
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