Jugendförderung's coming home!Tonny B: "Ich rechne mir gute Chancen aus, heute werden mehr vernünftige Leute da sein!"Danke, großer Tonny, für so viel Demokratieverständnis, die demokratische Mehrheit der JHV der eigenen Abteilung kollektiv als unvernünftig zu bezeichnen. Ja, natürlich hat er das auf Nachfragen "so" nicht gesagt, wieso glauben Doch der Reihe nach. Bereits am Tag zuvor hatte der potenzielle neue Vorstand ins Clubheim geladen, um sein Konzept vorzustellen. Immerhin ca. 35 Interessierte waren gekommen, und es entwickelte sich nach einem längeren Vortrag von Holger Scharf eine muntere Diskussion über verschiedene Inhalte. Die wichtigsten Punkte waren zum einen der Erhalt der sinnvollen Serviceleistungen, wie Rabatte bei Amateurspielen und Auswärtsfahrten, zum andern aber in erster Linie die Entwicklung eines Konzeptes zur langfristigen Jugendförderung. Zu allen Vorschlägen und Ideen (auch in anderen Themenbereichen) soll es in naher Zukunft eine Art Workshoptag für Mitglieder geben, in dem dann Ideen dargestellt und deren Umsetzungen entwickelt werden. Als Hauptaugenmerk wird also in Zukunft auf eine verbesserte Kommunikation untereinander, sowohl mit den Mitgliedern als auch den andern Abteilungen des Vereins, insbesondere der Marketing, wert gelegt. Wäre ja wünschenswert. 239 stimmberechtigte, sowie 27 nicht stimmberechtigte Mitglieder hatten sich also zur 2nd Edition der A*F*M-JHV in der Handwerkskammer eingefunden, und es herrschte doch gespannte Erwartungshaltung ob der Dinge, die da kommen sollten. Uns-Reenald Koch eröffnete dann die Versammlung, und mahnte alle zur demokratischen Durchführung des Abends. Ob er auch am Morgen diese Boulevard-Presse gelesen hatte? Es übernahm Versammlungsleiter Karsten Marschner, der gewohnt bestimmt und sachlich durch den Abend führte. Erstes Zeichen eines Kindergartens dann bereits vor der Vorstellung der Kandidaten. Eine Redezeitbegrenzung auf fünf Minuten pro Person wurde gewünscht... na ja, wenn man kein Konzept vorzustellen hat, reicht das natürlich auch! Man einigte sich dann auf eine Viertelstunde für den Kandidaten des ersten Vorsitzenden, sowie fünf Minuten für jeden weiteren. Dann schlug Marschner vor, jetzt mit Holger Scharf zu beginnen, da die Kandidatur der Gruppe als erstes angemeldet wurde. Empörung beim Burggraafschen Imperium, das sich doch durch seine alphabetische Vorherrschaft als ersten Redner sah! Na wenn Ihr sonst keine Probleme habt, an Holgers Stelle hätte ich mich kopfschüttelnd und lachend wieder hingesetzt, um Größe zu zeigen. Leider durfte er das nicht, da dieser "Antrag" deutlich abgeschmettert wurde, bevor Holger so reagieren konnte. So wurde also das Konzept der Initiativgruppe (wie am Tag zuvor) vorgestellt, und Tonny betrat das Podium. Er würdigte noch mal den Erfolg der Mitgliederwerbung, und betonte erneut, dass ja alle Wünsche der Jugend erfüllt worden wären. Komisch nur, das Andreas Bergmann und Dirk Zander in Vorgesprächen wohl große leuchtende Augen bekamen, ob der Summe die da noch zur Verfügung stände. Schade, dass ihm das vorher niemand gesagt hatte, und das einzig erkennbare Konzept das fragwürdige "money by call" war. Nun der Auftritt der zweiten Vorsitzenden, und den Vergleich gewann dann doch recht eindeutig Tonny's Mannschaft. Massimo verzettelte sich in Nebensächlichkeiten, statt sich sachlich vorzustellen, was eigentlich in diesen fünf Minuten seine Aufgabe gewesen wäre. Dann noch der Fehlgriff des Abends: Er verteilte ein Fax, in dem ein US-Collage einen Austausch in Aussicht stellt... so weit, so gut. Leider hat er das nicht näher erläutert, so das viele nicht so recht wussten, was er uns damit mitteilen wollte. Auf die berechtigte Nachfrage, fuhr er demjenigen dann mit: "Entweder Du hast es nicht gelesen oder Du kannst wohl kein Englisch!" über den Mund. Sorry Massimo, das war ein Griff ins Klo, wie man ihn wohl eher von der anderen Fraktion erwartet hätte. Es kam wohl inzwischen eine Entschuldigung, aber das Entsetzen an dem Abend war schon sehr groß. Auch Kassenprüfer Herbert A. Wolfgram hatte seine Rede scheinbar trotz mehrmonatiger Vorbereitungszeit nicht wirklich gut vorbereitet, und verzettelte sich in Uralt-Geschichten, für die der alte Vorstand längst entlastet worden war. Er musste von Herrn Marschner dann sogar ermahnt werden; auch keine glamouröse Vorstellung. Der zweite Vorsitzende der anderen Seite machte ähnlich wie der Kassenwart einen seriösen Eindruck, beide kommen nicht aus den alten Seilschaften, und wären wohl auch für einen Neuanfang geeignet gewesen. Dadurch, dass man am Anfang dafür gestimmt hatte, dass beide Gruppen nur im Viererblock zur Wahl ständen, hatte aber ein Mischen beider Gruppen von vornherein keine Chance. Lediglich die Angehörigkeit zur IG Toleranz, die ein extrem intolerantes Flugblatt zur Abwahl des alten Vorstandes herausgegeben hatte, stieß hier auf Unmut. Jugendwart Andreas Kahrs machte dann verlorenen Boden wieder gut, indem er einige Ideen vorbrachte, wie man sich in Zukunft auch verstärkt mit jüngeren A*F*M- Mitgliedern beschäftigen könnte. Kontrahent Buschmann (der diesen Posten ja schon eineinhalb Jahre innehatte!) hingegen schien den Sinn eines Jugendwartes immer noch nicht (selbst auf diesbezügliche Nachfrage!)verstanden zu haben, und sprach die ganze Zeit von der Jugendförderung im Allgemeinen, die jedoch gar nicht seine Aufgabe ist! So soll sich doch der Jugendwart einer Abteilung um die Jugendlichen in eben dieser Abteilung kümmern. Die Jugendförderung ist in der Satzung der A*F*M verankerte Aufgabe des gesamten Vorstands, insbesondere des ersten Vorsitzenden. Da fragt man sich dann schon, was der Herr denn die bisherige Zeit gemacht hat, außer im Container Bier zu verkaufen und auf der Jahreshauptversammlung blöde vom Podium zu grinsen. Man schritt nun zur Abstimmung, und im Foyer sah man größtenteils angespannte Gesichter, da sich eine enge Entscheidung schon von den Reaktionen der Mitglieder auf die jeweiligen Kandidaten abgezeichnete. Mit insgesamt 131 zu 105 Stimmen, bei 2 Enthaltungen und einer ungültigen Stimme, hatte das "Team S" wie Scharf dann die Wahl für sich entschieden, und Tonny verließ sofort und ohne Gratulation den Saal, erneuter Beweis für feines Demokratieverständnis, zumal sogar noch ein von ihm eingereichter Antrag behandelt werden musste. Der Rest wurde dann relativ zügig und meist annähernd einstimmig abgehandelt, unter anderem auch die Einstellung einer hauptamtlichen Stelle für die Verwaltung und anfallende Aufgaben, die man bei inzwischen über 3.000 Mitgliedern nun mal nicht mehr nur ehrenamtlich erledigen kann. Hier machte der neue Vorstand aber klar, dass man möglichst deutlich weniger als die vom alten Vorstand eingeplanten 64.000,-DM dafür verwenden würde. Fazit: Der neue Vorstand hat aufgrund der doch recht knappen Abstimmung sicher von Anfang an mit einigem Gegenwind zu rechnen und wird sicher von vielen Personen sehr kritisch beäugt. Bleibt zu hoffen, dass die großen Ziele alle erreicht werden, insbesondere das langfristige Konzept in der Jugendförderung wird mit Spannung erwartet. Auch die größere Kommunikation mit den Mitgliedern ist sicher sehr wünschenswert, und der "Brainstorming" - Workshop - Tag sollte in jedem Fall schnellstmöglich realisiert werden, um die vielen vorhanden Ideen zu sammeln und umzusetzen. Frodo |
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