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Wer...? Nun haben sie also dem Fan-Willen entsprochen, die "Pro 15:30"-Bewegung hat bekommen, was sie wollte, der Fan hat doch noch was zu sagen, alle sind zufrieden. So und ähnlich stand es zu lesen, nachdem die Neugestaltung des Bundesliga-Spielplans bekannt gegeben wurde. Ziemlicher Quatsch, wie ich finde, sicherlich ist es begrüßenswert, dass nun gleich sieben Spiele am Samstag um 15.30 Uhr stattfinden, kein Widerspruch. Aber sonst? Am Sonntag wird noch immer gespielt (allerdings scheint hier die 300 km-Begrenzung zu greifen), das Montagsspiel in der Zweiten Liga steht auch noch immer auf dem Programm und zunächst sind wieder nur die ersten fünf Spieltage fest terminiert worden, mithin also die Hauptforderungen von "Pro 15:30", die nicht erfüllt wurden. Von einer Abschaffung der Freitags-Spiele war nie die Rede, ganz im Gegenteil, dies wurde auch in einer Presseerklärung vom 07.06. noch einmal deutlich gemacht. Dass das nicht so wie geplant eingeschlagene Spiel am Samstag Abend wieder eingestampft wird, war fast schon abzusehen und dass die "ran"-Sendung mit einem Spiel am Freitag gegen 22.30 Uhr nicht wirklich erfolgreich war, kann man sich denken. Also wurden hier von der Kirch-Gruppe (der DFB, bzw. mittlerweile die Liga haben da eh nix zu sagen) schön die unrentablen Spiele gecancelt und sich dann in der Öffentlichkeit heuchlerisch als Freunde der Fans hingestellt, ganz Klasse. Wenn man sich den Forderungskatalog von "Pro 15:30", aber auch Umfragen, wie z.B. im "Kicker" anschaut, dem Fan- und Zuschauerwillen ist in keinster Weise entsprochen worden. Und der Sonntag wird immer mit dem Hinweis auf die im UEFA Cup tätigen Clubs verkauft, so, so. Von den 62 Sonntagsspielen der vergangenen Spielzeit standen jedoch lediglich 26 im Zusammenhang mit UEFA Cup-Spielen, also bei mehr als der Hälfte völlig unnötig. So scheint also (ähnlich wie damals bei den BAFF-Demos gegen Versitzplatzung) nur der Gang zur UEFA zu bleiben, denn wenn der Europacup-Spielplan geändert wird, also die Spieltage sich auf Dienstag und Mittwoch beschränken, in welcher Aufteilung auch immer, wäre das Sonntags-Argument vom Tisch. Und wo wir schon mal dabei sind, neben den oben bereits erwähnten Forderungen, wäre eine flexiblere Anstoßzeit in der wie auch immer gestalteten Champions League sicherlich auch sinnvoll, ebenso wie eine spätere Anstoßzeit bei den Freitagsspielen der Zweiten Liga. In der Regionalliga geht das ja auch problemlos, wenn man sich den kürzlich vorgestellten (kompletten!) Hinrunden-Spielplan der Süd-Liga mal anschaut, Spielbeginn kreuz und quer, was die Uhr so hergibt. Was die Verlegung der eh fragwürdigen "ran"-Sendung auf 20.15 Uhr angeht, ist mir persönlich völlig egal, ich ziehe sowieso "Bundesliga pur" auf DSF vor, interessiert halt hauptsächlich die Nicht-Stadiongänger. Was in diesem Zusammenhang wirklich nervt, ist die erwartete Zerstörung des Familienfriedens und vor allem die aufgestellte Gleichung "Mann will Fußball gucken - Frau will Samstagabend-Show gucken", in welcher Steinzeit leben wir eigentlich? thomas |
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