50 Ausgaben Übersteiger... ...sind eine beachtliche Leistung. Ganz besonders, wenn man bedenkt, dass das Fanzine-Machen heute immer schwieriger wird. Nicht nur, dass einem die Vereine immer mal wieder Stöcke zwischen die Beine werfen, nein, es wird auch sonst immer komplizierter, Fanzines kämpfen heute überall um ihr Überleben. Wir vom Schalke Unser können ein Lied davon singen. Wir sind zwar "erst" bei Ausgabe 28, aber die Spuren der Zeit werden auch bei uns sichtbar. Gerade aus o.g. Gründen sind es im Augenblick eigentlich nur noch der "Übersteiger" und das "Schalke Unser", die von den großen Fanzines übrig geblieben sind. Alle anderen haben mehr oder weniger den Geist aufgegeben oder zersplittern sich in endlos vielen Mini-Fanzines. Auch ein Zeichen dafür, dass sich besonders in diesen beiden Vereinen St. Pauli und Schalke eine äußerst aktive Fan-Szene etabliert hat. Ein "großes" vereinsunabhängiges Fanzine auf den Markt zu bringen, scheint heutzutage kaum mehr möglich. Zu groß sind Repressalien und Misstrauen gegenüber den Fans seitens der Vereinsführungen. Als sich Übersteiger und Schalke Unser gegründet haben, gab es noch kein "Premiere", kein "Pay-TV", keine "Auflagen der UEFA", Fans haben sich noch "frei" in ihren Stadien bewegen können. Übersteiger und andere Fanzines haben die Gesamtentwicklung der Kommerzialisierung des Fußballsports nicht aufhalten können. Das wäre wohl auch zu utopisch gewesen. Aber sie haben sie für die Fans erheblich erträglicher gemacht. Mal mit Ironie, mal mit bitterem Ernst, mal mit Frust im Bauch, und mal Sarkasmus, aber - und das ist das Herausragende - immer ehrlich! In diesem Sinne: Weiter so, nicht aufgeben, die Fans werden es Euch eines Tages danken! Glückauf Roman, Schalke Unser |
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