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Tja, was soll man schreiben, über Leute, die in letzter Zeit immer wieder durch rassistische und sexistische Sprüche auffallen. Wären diese nur in der Südkurve zugegen, könnte man das Thema ruhen lassen, bzw. sich mit den betreffenden Fan-Szenen der Gästefans auseinandersetzen. Doch leider sind es gerade unsere Leute, die sich OFFEN. "Uwe Kamps-Du Votze", "Scheiß Dachpappe", "Schwule Sau", etc.......! Das sind Sprüche, die so oder in ähnlicher Form inzwischen wieder ganz offen und zahlreich `gen Spielfeld gerufen werden können, ohne das sich irgendeiner bemühsigt fühlt, dem Ganzen Einhalt zu gebieten. Das ist vielleicht einigen egal, da sie das nicht mitmachen oder noch nie selbst gehört haben, doch gerade darum geht es! Wir haben das Gefühl, das sehr viele Leute, einfach weggucken und weghören. Oder es wird auf seinen "gegen Rechts" - Aufnäher verwiesen und auf die Stadionordnung beim FC St.Pauli, die solche Sprüche mit Stadionverbot belegt. Nach außen macht das alles, auch die neue Werbebande " Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen", einen guten Eindruck, doch sieht es auf den Rängen anders aus. Sicher, es gab diese Art von Dummbratzen schon immer. Auch bei uns. Doch in den scheinbar vergangenen Zeiten haben sich immer wieder Leute gerade gemacht und den Idioten klar gemacht, das bei uns so was unerwünscht ist! Dies ist wohl vorbei. Egal wo, ob Gegengerade, Nordkurve, Haupttribühne oder auch Singing Area, diese Art des "Supports" nehmen überhand, ohne das sich dagegen auch nur einer wehrt. Wir halten das für nicht hinnehmbar! Sicher haben 13 Jahre Kohl, 10 Jahre Wiedervereinigung und die "Harald Schmidt - Show" ein Klima geschaffen, welches sich grundlegend von den 80er Jahren unterscheidet. Doch kann das als Entschuldigung dafür gelten, das sich solches Gedankengut, gerne auch "Spaß" genannt, bei uns im Stadion verbreitet? Wir meinen: NIE UND NIMMER!!! Es ist wie auf der Straße! Man muß diesen Meinungen und seien sie auch nur im Spaß geäußert entgegentreten. Wir können Euch alle nur dazu aufrufen, daß Ihr Euch gerade macht, gegen die, die es nicht schnallen, das Rassismus und Sexismus bei uns nichts zu suchen haben, dabei muß es egal sein, ob man diese Leute schon ewig kennt oder man Angst vor ihnen hat! Damit auch das klar ist, wir, die Schreiberlinge treten hier nicht als Organisierte für den gerechten Kampf an, aber es muß sich bei uns im Stadion was bewegen. Eine Werbebande ist OK, aber wir sind diejenigen, die solch eine Meinung mit Leben füllen. Dazu muß auch der FC St.Pauli gehören. Der Verein ist aufgefordert, diesen neuen Entwicklungen keinen Raum zu lassen und seine Stadionordnung konsequent durchzusetzen. Auch für uns bedeutet "gegen Rechts" mehr, als sich nur im Stadion darum zu kümmern. Gerade die antisemitsichen und rassistischen Umtriebe um den 3.Oktober und die inzwischen unzähligen Aufmärsche von Nazi-Skins und NPD in Hamburg und Umgebung, veranlassen uns, in Zukunft entschlossen, als St.Paulianer aufzutreten. Dazu zählen eigene Aktionen, als auch die Kontaktaufnahme mit organisierten Anti-Fa-Gruppen. Uns geht es dabei nicht um einen pc-Konsens, sondern um eine gemeinsame Basis gegen die Nazis und andere Spinner, die Jagd auf Ausländer, Homosexuelle, Behinderte und "Linke" machen. Wir wollen eine Annäherung zwischen denen, die politische Arbeit machen, und uns Fußball-Fans. Dabei muß klar sein, das wir keine Gruppe sind, die sich innerhalb irgendwelcher dogmatischer Zirkel aufreiben wollen. Vielmehr wollen wir gemeinsam mit vielen anderen St.Paulianern zumindest ein wenig das wiederbeleben, was früher bei uns selbstverständlich war. Zivilcourage, Selbstregulierung, und aktive Arbeit gegen Nazis. Dazu gehören eigene St.Pauli-Blöcke auf Demo und andere andere Aktionen. Die Kontaktaufnahme mit HH-Anti-Fas wird von einigen Leuten bestimmt als scheisse angesehen. Haben doch viele keinen Bock auf die "Polit-Spinner". Doch sollten wir erst mal hören, was die Leute zu uns und dem Thema Fußball und Anti-Fa zu sagen haben. Daher werdet Ich im nächsten "ÜS" einen Artikel dieser Leute finden. Wir sind gespannt! Gastartikel von couragierten Bramfelder Bürger! |
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