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Dies ist ein Redaktionsartikel. Ein Artikel der ein Meinungsbild der gesamten Redaktion darstellt. Ein Artikel der eigentlich völlig unnötig wäre und man nun doch nicht mehr um ihn herumkommt. Es sind Sachen passiert, die uns als gesamte "ÜS" - MacherInnen betreffen. Sachen, die eine Vorgeschichte haben. Prolog![]() Auf der vorletzten JHV dieses Vereins (November 99) wurde eine neue Abteilung gegen den Willen des Präsidiums des FC St.Pauli durchgesetzt. Es sollten endlich die Finanzierungswege der Jugendabteilung beim FC St.Pauli nachvollzogen werden. Die gegründete "Abteilung Fördernde Mitglieder" (AFM) sollte und wollte ihre Mitgliedseinnahmen der Jugendmannschaften und -arbeit des FC St.Pauli zur Verfügung stellen, und die unsägliche Gruftabteilung NO1 ablösen. Deren Mitglieder wurden aufgefordert in die AFM einzutreten, und durch bestimmte Serviceleistungen und Aktivitäten sollte es attraktiver gemacht werden 9,- oder 18,- DM im Monat über zuhaben, um Mitglied bei dem Verein zu werden, der uns momentan durch lange nicht mehr gesehenen Fußballsport, das Lächeln zurück in die Gesichter treibt. Am Ende der Abstimmung sah man einen der Initiatoren der AFM, Tonny Burggraaf, auf einen Stuhl stehend die Huldigungen der Massen entgegennehmen. Emotionen sind erlaubt, daher vollstes Verständnis für den jungen Mann, auch wenn es ein wenig übertrieben war. Es ging ja schliesslich um die Abteilung, nicht um eine bestimmte Person. Im Laufe der nächsten Monate sollte es sich jedoch anders entwickeln, als es zunächst den Anschein hatte. Um dies genauer darzulegen und alle Sachen aufzuzählen, die als Gerüchte und/oder Geschichten kursieren würde diesen Artikel sprengen, daher nur ein paar Aspekte, die für die Gründe dieses Redaktionsartikels eine Rolle spielen. Das Stück an sich:1. AKT Das erste Mal stutzig wurde man im Zuge der Erstellung der Abteilungsordnung der AFM. Der Fanladen protestierte gegen diesen Passus und bei der Beschlussfassung auf der Mitgliederversammlung der AFM vom 25.08.00 wurde das Wort Fanbetreuung durch "Interessiertenbetreuung" ersetzt. Der Fanladen hat trotzdem weiterhin die Befürchtung, daß sich eine Abteilung wie beim hsv durchsetzen würde, nämlich die "supporter", die dort sehr wohl Fanbetreuung leistet und alle anderen Faninstitutionen an den Rand gedrängt hat. Tonny Burggraaf (inzwischen 1. Vorsitzender der AFM) bestreitet dies. Soweit erst mal zu diesen beiden Polen. Doch noch einmal zurück zu der angesprochenen Mitgliederversammlung. Neben den erwähnten Antrag von Hendrik und Michi in punkto Fanbetreuung, wurden noch div. andere Anträge abgehandelt. Interessanterweise wurden die meisten Anträge mit den JA-Stimmen der AFM-Mitglieder und gegen die Stimmen des Vorstands angenommen. Allein dieser Fakt reichte aus, eine Verschwörungskampagne in die Welt zu setzen. AFM-Mitglieder sollten durch Beeinflussung seitens einzelner Mitglieder auf der Herrentoilette zur richtigen Stimme(für die Anträge und damit gegen die Vorstandsmeinung) genötigt werden, man habe sich abgesprochen, um der Abteilung zu schaden! Tja, ob Stalin oder Weisener, wir alle haben diese Theorien schon gehört, obs gestimmt hat??? Vielleicht lagen die Abstimmungsniederlagen des AFM-Vorstands daran, daß dieser um ca. 22h den Bierausschank verbot(sind wir hier auf U16-Fahrt oder Schulausflug??)! Oder etwa an folgenden Zitat des Tonny Burggraaf an diesem Abend: "Wer die Jugendabteilung direkt unterstützen möchte, der möge doch bitte der Jugendabteilung auch beitreten." Das hatte gesessen. Nicht wenige AFM-Mitglieder waren nur aufgrund der "betonten" Förderung der Jugend dieser Abteilung beigetreten. Nicht zuletzt der Streit um den Begriff Fanbetreuung, die Kluft zwischen Mitglieder- und Vorstandsmeinung, das Bierverbot, ganz besonders aber das obige Zitat des Tonny B., führten zu einer ablehnenden Haltung gegenüber des Vorstands und deren Politik. Als dann auch noch Verschwörungstheorien entworfen wurden, um nicht seinen eigenen Weg zu überdenken, war nichts mehr, wie es vorher war. Das gipfelte soweit, das einige Idioten im Sonderzug nach Köln eine zwei-Mann-Polonaise durch den Zug machten, unter lauten "Tötet Tonny B." - Gesängen. Diese beiden haben sich inzwischen entschuldigt! Nur damit das klar ist: Das ist absolut für`n Arsch, aber dies ist ein Ausdruck in was die Stimmung gipfeln konnte. Auch wir nahmen uns des Themas an, denn auch wir als Redaktion wollten und konnten gar nicht anders, als dieses Thema ins Heft zu setzen. In der uns üblichen Art, wurde ein Liedtext ins letzte Heft genommen. Doch dazu später mehr. Vielmehr ist jetzt Zeit für ein ZwischenspielWie sich die Sache entwickelt hat, ist wohl jedem bekannt. Es gibt den "Service-Container" an der Gegengeraden, die AFM räumt ihren Mitgliedern Rabatte bei Auswärtsfahrten ein, indem sie den Preis des Fanladens um ca.10,- für ihre Mitglieder reduziert, um dann anschließend dem Fanladen, die Differenz zu bezahlen. Auch bietet die AFM inzwischen eigene Busfahrten an, d.h. die Organisierung und Betreuung dieser Fahrten obliegt ihr. Weiterhin möchte die AFM eine Blockfahne im Stadion klarmachen und verkauft Eintrittskarten fürs Millerntor nur für Mitglieder! Etc, etc., etc. Alles für sich tolle Sachen, doch es scheint, wenn man mit Mitgliedern oder einzelnen Fans redet, einiges schief zu laufen. Der PlotZurück zum Lied und damit zum Auslöser dieses Artikels! Natürlich gefällt dieses Lied dem Betroffenen nicht! Sollte es nämlich auch gar nicht. Im Gegenteil, es war eine klare Meinungsäußerung zu einer bestimmten Person und was dieser unterstellt wird. Lest es einfach noch mal auf dieser Seite (s. S.11) . Wer den Übersteiger liest, weiß das wir nicht vor einer Portion Ironie und auch Sarkasmus zurückschrecken. Ebenfalls mischen wir uns, gemäß einem Fanzine in Sachen ein, die uns bewegen und die wir für wichtig erachten. Dies stellt einen Teil unseres Selbstverständnisses dar. Wer damit Probleme hat, kann uns das immer sagen, wir sind da immer für Kritik zu haben, ebenfalls ein Teil dessen, was sich Selbstverständnis schimpft. Doch was sich auf der Fanladen-Party in der Fabrik ereignete, war unter aller Sau! So etwas haben wir noch nicht erlebt und das Verhalten etlicher Leute sprengt den guten Geschmack! Da sollten sich mal einige Leute gehörig an die Nase packen!! Doch bevor wir uns in Emotionen verlieren, zu den Fakten.Auf der Party gab es verschiedene Stände, darunter ein Stand von uns und schräg gegenüber ein Stand der AFM. Ab 18h war unser Stand besetzt. Der AFM-Stand wurde erst gegen 21h besetzt und es dauerte nicht lange, daß wir mit Kopien des Songs aus dem "Übersteiger 48" konfrontiert wurden. Leute fingen an die Redaktionsmitglieder, die den Stand betreuten anzupöbeln. Jede/r wurde gefragt wer für dieses Lied verantwortlich war, "der könne nämlich was erleben". An den Pöbeleien war auch Tonny beteiligt. Er stand ca. 3m von unseren Stand entfernt und unterhielt sich mit anderen Leuten über dieses Thema. Die div. Diskussionen wurden immer heftiger. Es kam sogar soweit, daß ein weibliches Redaktionsmitglied nur sehr knapp einer körperlichen Attacke entging. Dies ist nicht nur so gesagt, sondern Fakt. Dies haben eine ganze Menge Leute mitbekommen, auch der Vorsitzende der AFM muß dies mitbekommen haben. Nur dem beherztem Einschreiten umstehender Personen ist es zu verdanken, daß es nicht völlig eskalierte. Diese Personen waren Teil der Redaktion. Aufgrund der Vielzahl der Kopien, die im Umlauf waren, kann es nicht Zufall gewesen sein, daß alle zufällig ein und denselben Übersteiger-Artikel schnell im Copy-Shop kopiert haben, um ihn mit zur Fanladen-Party zu nehmen, um sich mit uns darüber zu unterhalten. Das ist mehr als Schwachsinn. Vielmehr muß jemand diese Kopien angefertigt und verteilt haben. Wir erfuhren, daß diese Kopien offziell im AFM-Container ausliegen. Des weiteren wurde sich direkt nach dem großen 2:0 gegen Bielefeld, im AFM-Container abgesprochen, gemeinsam zur Fanladen-Party zu gehen und das Thema "Song für Tonny B." anzuschneiden. Wer sich hier genau verabredet hat und mit welcher Intention, ist uns egal! Uns erschreckt jedoch, das organisierte Auftreten und das Androhen von körperlicher Gewalt! Dies ist für uns genauso wenig hinnehmbar, wie das Verhalten von Tonny, während der Vorkommnisse! Er stand in Sichtkontakt zu unserem Stand und hätte die Situation durch sein Eingreifen leicht regeln können. Dieses geschah nicht! ZugabeAm Mi. den 04.10.00 fand ein s.g. Runder Tisch mit Vertretern der AFM, Nachgetreten,ÜS, Fanladen, Marketing, Ballkult, Hossa, FC St.Pauli, Support-Group, Fan-Club-Sprecherrat und der AgiM statt. Auch zu diesem Anlass wurde über die Vorkommnisse während der FL-Party gesprochen. Es wurde jedoch von Seiten des AFM-Vorstands, Tonny Burggraaf und Michael Witzorreck (2.Vorsitzender), gesagt, man habe nichts gesehen und auch die Kopien nicht hergestellt und man wisse auch nicht, wer dies getan haben könnte. Uns erscheint dies nicht glaubhaft. Auch warten wir bis heute auf eine Entschuldigung, sowohl von Seiten des Vorstands, als auch von den Leuten, die an den Gewaltandrohungen direkt beteiligt waren und aus dem Aktivistenkreis der AFM stammen. Gerade Tonny weiß, wann wir Redaktionssitzung haben und wie man uns am besten anspricht, wenn man Probleme mit Veröffentlichungen hat. Doch hier scheint man dies nicht gewollt haben! Wir bedauern das zutiefst und wir werden weiter warten, ob jemand von den Personen die Größe hat zuzugeben, hier absolute Scheiße gebaut zu haben. Statt dessen haben wir eine Einladung der AFM zu einem Gespräch erhalten, damit zukünftig "unschöne Vorkommnisse" vermieden werden. Ach so, "unschöne Vorkommnisse"!! Tja, da hatten wir uns getäuscht.. Entschuldigung! Stimmt eigentlich ein ausgeholter Arm und 20 - 30 Kopien und eine aufgebrachte Mitgliedermenge, waren ein "unschönes Vorkommniss". Galant umschrieben! Inzwischen wundern wir uns richtig, was so abgeht! EpilogUm es noch mal unmissverständlich zu sagen. Wir halten die AFM mit ihrer Zielsetzung für eine gute Sache. Das kann der Jugend nützen. Sollte aber versucht werden, die Mitgliedsbeiträge der AFM für "Service", eigene Auswärtsfahrten und eine autarke Fanbetreuung zu nutzen, so ist dies bedenklich. Wir haben vor jedem der sich in der AFM ehrenamtlich genausoviel Respekt wie vor jedem anderem, der sich hier im Verein engagiert. Aber haben wir erhebliche Zweifel an der Integrität des Tonny Burggraaf. Dies kann nur die Konsequenz aus dem verhalten und den Äußerungen gesehen werden. Wenn wir uns irren sollten, wären wir mehr als dankbar. Doch diesen Vorfall müssen wir erst mal verdauen! Und verstehen werden diesen nie und nimmer. Die Redaktion |
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