...ist ein ganz feiner Junge. Neulich hat er wieder mit seinem Papa gesprochen. Und der hat ihm gesagt, daß das Stadion gebaut wird. Und das hat der Peter dann auch der Zeitung gesagt. "Der Papa hat es mir versprochen" oder so ähnlich. Wir konnten den Peter leider nicht mehr sprechen, aber warum auch. Wo doch der Papa ihm alles erzählt. Die Finanzierung steht fast, hat der Peter vom Papa erfahren und war ganz glücklich. Ach, unser Peterle. Als Peterle noch ein kleiner Junge war, da hat er sich gewünscht, einmal Doktor zu werden. Und nun ist er es auch geworden. Und so tolle prominente Leute darf er behandeln. Das ist toll. Sagte sich auch Herr Klitschko und fragte das Peterle, warum seine Schulter denn so doll weh tut. Und Peterle hat dann wohl den Papa gefragt. Und der Papa kannte dann so ein superduper-kompliziertes Wort und das hat der Peter dann auch der Presse erzählt. Und alle Welt fand das Wort auch toll, weil es sich eben so kompliziert anhört und man jetzt auch wußte, warum der große Mann aus der Ukraine so großes Aua in der Schulter hatte. Ach, unser Peterle. Das ist schon ein Lausbübchen. Über die tollen Geschichten aus seinem Leben, erfahrt ihr noch mehr in der Rubrik "Nachgetreten".
Neben Peterle gibt es da noch den Volker. Der war mal und ist immer noch ein Idol hier bei uns. Der galt immer als großer St.Paulianer. Und was macht er? Er würde Carsten Wehlmann bei einem Angebot den Wechsel zum HSV raten. Toll, woran sollen wir denn noch glauben, wenn sogar Volker uns so in den Rücken fällt. Auf mein Problem, daß ich seit zwei Jahren dieses Vorwort schreibe und es von Ausgabe zu Ausgabe schlimmer um diesen Verein steht und mir langsam die Worte ausgehen, um die Lage zu beschreiben, wurde mir lapidar geantwortet: Es geht immer noch finsterer. Toll. Während in Blickweite der Videotext ein Katastrophenergebnis nach dem anderen vermeldet (soeben hat Fürth den Ausgleich in Mannheim geschossen, wann haben wir eigentlich das letzte Mal einen 0:2-Rückstand aufgeholt?), schmerzt mein Schädel und mir fehlen die Worte. Aber vielleicht ist der Schädel auch das einzig Gute derzeit. Denn schließlich habe ich mir den gestern in der neuen BallKult-Kneipe geholt. Der FC St.Pauli geht - Jolly Roger kommt. Immerhin das ist vollbracht und so können wir genüßlich den Untergang begießen. Das Heft, was ihr in den Händen haltet, ist gespickt mit fremden Artikeln. Massenhaft Text von Gastschreibern und viele Leserbriefe. Das hat uns natürlich sehr gefreut. Ihr lebt noch. Und während Chemnitz gerade das zweite Tor gegen Karlsruhe gemacht hat, habe ich entschieden, daß mein erster Gedanke, dieses Vorwort statt mit Text mit den Noten von Mozarts Requiem zu füllen, der bessere gewesen wäre. Ich quäle mich hier von Zeile zu Zeile und blicke planlos auf den Bildschirm. Die Welt ist so schlecht. Und deswegen höre ich jetzt lieber auf. Wir gratulieren BallKult zur Kneipe, der AFM zu ersten ordentlichen MV und den bald 1000 Mitgliedern (z.Zt. 975) und uns zur erneuten Fertigstellung eines Heftes. Zu lesen gibt es etwas über 100 Jahre DFB, den zweiten Teil über das Gründungsjahr des FC St.Pauli, Einblicke in das Lizensier-ungsverfahren und einiges Internationales. Den Gastartikel aus Breda haben wir auf Englisch gelassen. Das übt. Alles weitere erblättert ihr bitte selbst. Wir weisen euch noch darauf hin, daß der nächste ÜS zum Auswärtsspiel in Köln erscheint (unsere Auswärtspremiere) und zum letzten Heimspiel je nach sportlicher Lage noch ergänzt wird. Und das war's jetzt. Ich kann nicht mehr. Hoffentlich kann der FC wenigstens noch. Nach den Ergebnissen von heute, ... Nach der Eingabe erschossen. P.S.: Zur Lage des FC St.Pauli wissen wir nichts und haben auch nichts mitzuteilen. |
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