Players Corner
heute mit:

Heute mit Holger Wehlage

Tja, liebe St. Paulianer und St. Paulianerinnen, da ich diesmal derjenige bin, der die Players Corner zu beleben hat, sitze ich vor meinem PC und überlege, worüber ich Euch erzählen kann. Nach ein paar Minuten ist mir dann das Richtige eingefallen. Ich werde Euch von meinem Werdegang und meinem Weg zum FC ST: PAULI erzählen.

Es fing alles im Alter von 5 Jahren an. Da habe ich beim SV MEPPEN das ABC des Fußballs gelernt. Meine Eltern dachten sich wohl, bevor der Junge nur Mist baut, ist er in einem Fußballclub gut aufgehoben. Also durchlief ich die ganzen Jugendteams in MEPPEN. Im Alter von ca. 9 Jahren kam ich zum ersten Mal mit dem "Mythos" FC ST. PAULI in Kontakt. Mein Vater hatte mich zu einem Auswärtsspiel des SV MEPPEN mit nach Hamburg genommen. Ich stand als Stöpsel in der Fankurve und habe mit angesehen, wie meine damaligen Vorbilder gegen den FC ST. PAULI gespielt haben. MEPPEN hatte zwar verloren, aber von der Atmosphäre war ich doch sehr angetan. Von diesem Zeitpunkt hatte ich das große Ziel, Fußballprofi zu werden.

Als ich dann im Alter von 18 aus der Jugend kam, und als Vertragsamateur primär bei den Amateuren des SV MEPPEN gespielt habe, schien der Traum zu zerplatzen. Erst nach 2 weiteren Jahren der Schufterei kam ich zu meinen ersten 3 Einsätzen in der 2. Bundesliga. In der darauffolgenden Saison kam es dann zum zweiten Kontakt mit dem FC ST. PAULI. In MEPPEN lief gar nichts zusammen, und so stand schon ziemlich früh fest, daß dies das letzte Jahr für den SV werden sollte. Dann das letzte Punktspiel der Saison 97/98. ST. PAULI hatte den Aufstieg knapp verpasst. Im Verlaufe des Spieles habe ich das erste Mal die tolle Atmosphäre auf dem Platz live miterlebt. Wir verloren das Spiel mit 3:1, doch als wir dann den Platz mit gesenktem Kopf verließen, wurden wir mit tosendem Applaus und Sprechgesängen verabschiedet. Unglaublich. Ich hatte eine Gänsehaut und dachte, daß das mein letztes Zweitligaspiel gewesen wäre.

Dann wechselte ich zum VFB LÜBECK, aufgrund der Tatsache, daß man es in dem Heimatverein immer etwas schwerer hat. In LÜBECK machte ich den großen Sprung. Ich wurde dort zum Stammspieler. Zum Ende der Saison kamen dann einige Angebote von Profivereinen, darunter auch vom FC ST. PAULI.

So bin ich also vom "Mythos" ST. PAULI wieder gepackt worden, und habe so meine Träume, die ich als kleiner Junge hatte, endlich verwirklicht. Ich hoffe, daß ich meine weiteren Ziele, und die Ziele des FC ST. PAULI, hier mit Euch verwirklichen kann. Aber davon erzähle ich Euch beim nächsten Mal.

Wir sehen uns

EUER HOLGER

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