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Scheinbar nicht, denn bei sensationellen zwei Leserbriefen inmitten einer der schwersten Vereinskrisen bekommen wir langsam das Gefühl, für uns selbst zu schreiben. Und das, obwohl die letzte Ausgabe weg ging wie warme Semmeln. 100 Hefte lagern hier noch und wenn mehr Leute nach Stuttgart gefahren wären, dann wären auch diese weg. Dies ist also eine kleine Bitte: Sprecht mit uns, laßt uns in diesen harten Zeiten nicht alleine. Schnieff.
Ansonsten muß mal wieder folgendes vermeldet werden, daß es immer noch Steigerungsraten gibt. An eigene Niederlagen haben wir uns ja schon gewöhnt, auch daran, daß sie schön geredet werden (was uns nicht wirklich in der Tabelle nach vorne bringt), an Schulden, vereinspolitischen Stress etc. denken wir doch schon gar nicht mehr, das wird morgens inhaliert und abends wieder Während ihr noch grübelt, sind wir schon einen Schritt weiter. Die Nr. 42 dieses Heftes und damit die Antwort auf die letzte aller Fragen bietet euch einen Blick in die Zukunft: Wer hätte gedacht, daß einmal täglich Massen von Menschen in unser neues Stadion strömen. Die ganze Überlegung mit den Sonderveranstaltungen ist hinfällig, seit dem wir Einblick in die Pläne von Michael Kölmel nehmen durften. Schade nur, daß das Urban Entertainment Center an der Reeperbahn jetzt nicht mehr gebaut werden kann, denn gegen unser neues Autokino kann keiner anstinken. Alle Parkplatzprobleme gelöst, viele neue Jobs geschaffen und dieses ganze Leiden mit dem runden Leder hat auch ein Ende. Amusement pur und nur der ÜS weiß, was für Filme in unserem neuen Palast laufen werden. Eine bessere Show kann der HSV bei sich auch nicht bieten. Unser einer wird sich als Filmkritiker verdingen und die Marketing kann endlich das verkaufen, wozu sie geschaffen wurde: Braun-weißes Popcorn. Der ÜS hat übrigens in Zusammenarbeit mit der AGiM durchgesetzt, daß am Freitag um 19.00 und Sonntag um 15.00 jeweils der MR-Film "Und ich weiß, warum ich hier stehe" auf das Nostalgie-Programm gesetzt wird. Montags dagegen wird immer um 20.15 "Der rote Korsar" mit Burt Lancaster gespielt, ganz der erfolgreiche Pirat eben. Über das Restprogramm wird demnächst die Fan-Club-Delegierten-Versammlung entscheiden, denn in harten Verhandlungen mit Herrn Kölmel ist es uns gelungen, weitere 5 Stunden Leinwandzeit in der Woche zu erhalten. Und deswegen hier ein letztes Mal ein Überblick über ein Fußballheft. Neben dem ausführlichen Kinoprogramm erfahrt ihr ein wenig über die Kölmelschen Übernahmepläne, Willis Regieanweisungen in Stuttgart, Berlin und natürlich Rosenheim (wo sich unser Starensemble schon mal auf die neue Rolle als Fimdiva vorbereitet hat), die bald verstaubten Erinnerungen an Fußballzeiten von TACS und Thomas, Gastdrehbücher über Fußball in Finnland und Holland sowie die letzten Versuche der AGiM, den FC St.Pauli als Fußballklub zu erhalten. Zu spät, die fördernden Mitglieder können gleich in die Filmförderung einsteigen und da Sönke Wortmann nun auch für den Aufsichtsrat kandidiert, können wir gleich einpacken. Viel Spaß beim Lesen, dies wird der letzte ÜS beim FC St.Pauli sein. Nach dem Verbot dieser Zeitung erscheinen wir als Videocassette beim Preview vom neusten Oliver Stone Film "Millerntor - Die durch die Hölle gingen" vorm Grindelkino am 5.11.99. |
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