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Was sich liest wie die Lottozahlen des nächsten Wochenendes oder die Anzahl heruntergestürzter Schnäpse während eines mittelschweren Saufgelages, sind in Wirklichkeit die Rückennummern unserer Neuzugänge. Ob sie wirklich "sechs Richtige" auf dem Weg in die erste Liga sind - oder eine Ansammlung von Nieten für die Vereinshistorie, werden die nächsten Monate (Jahre?) zeigen. Auf jeden Fall will der Käpt'n euch Willis "Schnäppchen" vom ablösefreien Transfermarkt kurz vorstellen.
Henning Bürger, der Mittelfeldspieler mit der Nummer 20. Kam - genauso wie Polunin - vom "Club" ans Millerntor. Der 29jährige Routinier, der auch schon zwei Jahre für Schalke und Saarbrücken kickte - soll zusammen mit Dirk Wolf die Offensive auf der linken Seite beleben. Bevor Bürger im letzten Jahr unter Friedl Rausch in Ungnade fiel, machte er unter Reimann ein paar sehr gute Spiele, war so etwas wie der Ersatzmann für Heiko Gerber auf der linken Seite der "Clubberer" (der es ja inzwischen zum Nationalspieler gebracht hat - Mensch glaubt es kaum!!!) und bereitete doch einige Tore für den FCN überlegt und sehenswert vor. Wenn er an seine Form aus der letztjährigen anschließen kann, wird er wohl möglicherweise eine echte Verstärkung für das Team. Schau'n mer mal.
Mit der Startnummer "10" wackelt unser prominentester Neuzugang über den Platz: Andrej Polunin, der ukrainische Häßler. Hoffentlich verdankt er seinen Spitznamen dem Thomas Häßler, der Weltmeister wurde und nicht dem, der in Dortmund auf der Tribüne um Abfindung feilschte. Sicherlich ist der ehemalige Nürnberger der beste Fußballer im Team seit Carsten Pröpper, ob sich der Filigran-Techniker, der so viel Gefühl im Fuß hat, aber auch in der knüppelharten Zweiten Liga durchsetzten kann, wage ich zu bezweifeln. Gehörte Polunin beim FCN schon zu den zweikampfschwächsten Spielern...
Die "13" trägt Jean-Clotaire Tsoumo-Madza, der auf den Spitznamen "Sumo" hört. Hüftsteif, ungelenk und grobmotorisch, aber doch tierisch zweikampfstark, hart am Mann, kopfballstark und torgefährlich. So hörte es sich an, als ich einst Patrik Andersson nach seinem ersten Ligaspiel für Gladbach charakterisierte... Bei "Sumo" hab'ich doch einige Parallelen feststellen können. Sollte der Kongolese die selbe Entwicklung wie mein Lieblingsschwede durchmachen, wird er in kürzester Zeit ein Weltklasse-Manndecker, der auch Libero und zentral in der Abwehr spielen kann. "Great Expectations" , um mit Charles Dickens zu sprechen.
Die "11" hat unser dauerverletzter Oldie Juri Sawitschew an Marek Trejgis verschenkt. Schwer zu sagen, ob sich der schnelle kräftige Pole mit dem harten Schuß, der vom Hsv kam - und sich bei den Rothosen (Anm. d. T.: virtuelle Ufa-Kicker) in der Bundesliga nicht durchsetzten konnte - in der Zweiten Liga behaupten kann. Über eine Jokerrolle wird er wohl nicht hinauskommen - zu groß ist die Konkurrenz im Sturm.......................
Mit der Rückennummer "7" hätten wir Holger Wehlage, den blondierten Musikfreak aus Meppen, der über den VfB Lübeck ans Millerntor kam. Die rechte Außenbahn ist seine Welt, er ist athletisch, sprint- und dribbelstark... und wir wollen hoffen, daß seine Flanken beim Mitspieler im Zentrum - und nicht an der Budapester Str. landen... By the way: Nur um ein paar Mark Miete zu sparen, wäre ich nie auf die Idee gekommen eine Wohnung im Niemandsland zwischen Uetersen und Pinneberg zu beziehen, Holger!
... zum Beispiel durch unsere neue schwarze Sturmperle Miguel Perreira, der mit der Rückennummer "16" auf Torejagd gehen wird. Hoffentlich läßt sich der Angolaner, der auf der Flucht vor dem Bürgerkrieg schon als Teenager nach Deutschland kam, dabei den Ball nicht so leicht vom Fuß klauen, wie seinen Volvo aus der Tiefgarage in Schnelsen... Im Moment scheint er aber den Platz im Angriff neben Marin fest im Visier zu haben, hat starke Spiele in der Vorbereitung gezeigt und häufig geknipst. Die Konkurrenz für Klasnic ist größer geworden - belebt aber ja bekanntlich das Geschäft.
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