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What's going on, Führer Fergus? | ![]() |
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Als ich gefragt wurde, ein paar Zeilen über die gegenwärtige Situation bei Celtic zu schreiben, wußte ich, daß es schwer wird, dabei keine Hexenjagd auf Fergus McCann zu veranstalten. Aber unglücklicherweise ist es eine Art von faschistischem Regime mit dem unser berühmter und ausgezeichneter geschäftsführender Direktor die Geschicke des Vereins lenkt. Denken wir an unseren geliebten Club, ist er meistens der erste, der uns dabei in den Sinn kommt. Sein absurdes und übertriebenes Verhalten über die letzten vergangenen Spielzeiten hinweg hat nicht nur alle Celtic-Fans verwirrt, die stolz auf das Erbe des Clubs sind, sondern hat auch das Andenken und die Leistungen von großen Celtic-Spielern und -Funktionären der Vergangenheit beschrämt (jeder hier denkt dabei sofort an den großen BOB KELLY, ehemaliger Celtic-Vorsitzender, welcher 1952 eher darauf vorbereitet war, Celtic aufzugeben, als der Forderung nachzugeben, die irische Fahne, die über Parkhead weht, zu verbannen, er dabei durch diesen Akt die wahre Herkunft des Clubs verteidigte). Niemand kann abstreiten, daß McCann für seine finanziellen Investitionen, als der Club in großen Schwierigkeiten steckte, Anerkennung und Dank verdient. Das gleiche gilt für den Stadion-Neubau. Aber abgesehen von diesen zweifellos großen Taten, treibt einem die Liste seiner weiteren "Leistungen" Tränen in die Augen. O.K., er ist ein guter Geschäftsmann und pflegt seine Kapitalanlage, aber in wahrhaft kapitalistischer Manier erscheint es so, als ob er mehr an Profiten, einem sehr angenehmen Ruhestand und an einer gewissen, für die Zukunft angesparten Summe von Geld interessiert ist nach Ablauf seines Fünf-Jahres-Plans, als die Qualität des Fußballs im Celtic-Park sicher zu stellen. Das sollte bei einem einzigartigen Club wie Celtic nicht erlaubt werden. "Führer Fergus" hat nichts anderes getan, als versucht, die wahre Herkunft des Clubs und die irische Abstammung, die von den Anhängern des Clubs gezeigt und offenbart wird, zu untergraben und eben diese Klientel loszuwerden, nur um aus dem Verein und seinem Umfeld ein gemütliches Plätzchen für potentielle Investoren und seine gleichgeschalteten Geschäftspartner zu machen. Seine "Bhoys against Bigotry" - Kampagne, sein Fördern des schwarz-gelben Trikots gegenüber dem traditionellen grün-weißen Jerseys, seine Versuche, das Club-Emblem von einem vierblättrigen Kleeblatt in eine Distel (THISTLE????) zu verändern und seine späteren Versuche, irische Flaggen und "Irish Rebel Songs" zu verbannen, beweisen dieses Unterfangen deutlichst. Die von ihm angestellten Personen in den Geschäftsbereichen des Vereins wirken ebenfalls beschämend: Eine Auswahl von ehemaligen Polizeichefs, ehemaligen Dauerkartenbesitzern im Ibrox (obgleich offensichtlich immer noch Rangers-Fans!) und Freimaurer. All diese Leute sitzen in Machtpositionen und nichts bereitet ihnen eine größere Freude, als Leute zu bedrohen, die offen gegen McCanns Herrschaft protestieren. In seiner bisherigen Amtszeit hat er außerdem Spieler, Trainer und sogar Weggefährten des Präsidiums, die zu ihm in Opposition gegangen sind, oder diejenigen, die die Frechheit besaßen als wirkliche "Celtic men" aufzutreten, die für ihren Club genau dasselbe fühlen wie die Fans,rausgeekelt und gefeuert.
Erst kürzlich enthüllte Tommy Burns (ehemaliger Trainer), wie sehr ihm McCann den Versuch den Fußball Club zu managen, zur Hölle gemacht hat. Dabei betonte er, wie wenig es "F.F." interessiert hatte, daß die Rangers den neunten Titel in Folge gewinnen würden, wie sehr "F.F." die Kontrolle und das letzte Wort bei allen Spieler-Transfers haben wollte, und daß "F.F." sich weigerte, versprochene Bonus-Zahlungen an Spieler zu tätigen (van Hoojdonk, di Canio und Cadete verließen den Club u.a. wegen finanzieller Streitigkeiten mit McCann). Tommy Burns war dafür bekannt und wurde dafür geschätzt, ein anständiger und sehr aufrichtiger Mann zu sein. Wenn er nur früher mit diesen Äußerungen an die Öffentlichkeit gegangen wäre, sich dann dafür entschieden hätte, sein Traineramt zur Verfügung zu stellen, hätten ALLE Celtic-Fans McCanns Herrschaft und seine Vereinspolitik in Frage gestellt. Aber so hat er immer noch Freunde im Stadion. Und unglücklicherweise führt das zu verbalen Konfrontationen unter den Fans, was furchtbar traurig ist. McCanns faschistische "Trenne und Erobere"-Politik, welche die Fan-Szene splitten soll und ihm in die Hände spielt, um somit sicherzustellen, daß Celtic-Fans keine einheitliche Front gegen seine Herrschaft bilden können. Also St. Pauli-Fans, ihr wißt gar nicht wie glücklich ihr sein könnt, einen Verein zu haben, der die Meinung der Fans ernst nimmt und wo auf Eure Vorschläge seitens der Verantwortlichen gehört wird. Aber Ihr habt auch kein rechtsgerichtetes, konservatives Gewerkschafts-Tory-Arschloch als euren Vorsitzenden.
O.K., kommen wir zum sportlichen. Nach einer katastrophalen Vorbereitung (war sie nicht schrecklich, Hendrik?) und einem katastrophalen Saisonstart mit Niederlagen bei den Hibs (2:1) und zu Hause gegen Dunfermline (1:2) scheint es mit Siegen in der Liga gegen St. Johnstone (2:0) und der Qualifikation für das Viertelfinale im Liga-Pokal mit einem noch ausstehenden Spiel gegen Motherwell allmählich besser zu werden. Das erste Celtic-Rangers-Ligaspiel wurde verschoben (??? "Candle in the wind" - Ihr wißt schon, der Übersetzer) und findet jetzt am 19.November statt. Außerdem war da ein Fortschritt im Eurocup, mit einem Sieg gegen den FC Tirol Innsbruck (1:2, 6:3) festzustellen (hab´ ich nach dem Hinspiel ja echt nicht mehr daran geglaubt, Du Heiko?). Der Sieg im Rückspiel war gleichbedeutend mit einer fantastischen Nacht, die einer Achterbahnfahrt der Gefühle glich, als die vielen späten Tore fielen. Außerdem war es eine großartige Atmosphäre im Stadion. Fast so, wie in guten, alten Tagen, als das ganze Stadion noch gesungen hat. Die gewaltigen Aufregungen jener Nacht wurden bald darauf gefolgt von der Vorfreude auf die Auslosung zur ersten UEFA-Cup Runde. Bitte UEFA, beschere uns "Dublin Bhoys" einen netten Trip nach Europa, damit wir einen durchzechten (Kurz-)Urlaub verbringen können und hoffentlich nah genug dran sind, um irgendwo ein St. Pauli-Spiel sehen zu können... Ich glaube es nicht! Fuck you, UEFA! Oh nein, nicht Belgien, Holland, die Schweiz, Frankreich oder Italien ist es für uns geworden, sondern...England und der FC Liverpool der Gegner. 30 Minuten mit dem Flugzeug entfernt. Es dauert manchmal länger, zur Arbeit zu kommen! Gut, Nun zu dem neuen Team:Wim Jansen, der neue Trainer, braucht wohl noch einige Zeit mehr, um sich hier zurechtzufinden. Unglücklicherweise bedeutet die verfehlte Einkaufspolitik durch McCann (wobei wir wieder beim Thema wären!!!), daß Jansen erst kurz vor der Saisonbeginn verpflichtet werden konnte, was ihm gegenüber unfair war. Wenn er früher verpflichtet worden wäre, hätte er mehr Zeit gehabt, um zu schauen, was er hat oder was er noch braucht. Hendrik Larsen wird von Spiel zu Spiel besser und wird einmal eine großartige Neuverpflichtung für die Celts darstellen. Regi Blinker konnte noch nicht soviel Spielpraxis sammeln, da er für die Tirol-Spiele noch nicht einsatzberechtigt war, also warten wir es ab...Darren Jackson, ein Spieler, der immer 100% gibt, egal für oder gegen wen er spielt, mußte tragischerweise eine Gehirnoperation über sich ergehen lassen und wird drei Monate ausfallen. Craig Burley hatte einen eher ruhigen Start, obwohl er gegen Tirol zweimal traf. Der neue Torwart Ian Gould hatte einen sehr guten Start, seit er für den verletzten Stewart Kerr den Kasten hütet. Ich muß aber zugeben, daß ich darauf gehofft hatte, daß Celtic den HSV-Torwart Richard Golz verpflichten würde. Besonders aufgrund seiner antifaschistischen und antirassistischen Einstellung. Offensichtlich aber denkt McCann, daß es hier kein Problem mit Faschisten gibt.... Dabei ist er das Problem!
Tiocfaidh ar lá, for Celtic + St. Pauli Gastartikel aus DublinP.S. Celtic hat gerade Mark Rieper von West Ham United verpflichtet. Einen Innenverteidiger, der Partner von Allan Stubbs im Abwehrzentrum werden soll. Für das Halbfinale im Coca-Cola-Cup haben sie sich durch einen 1:0 Sieg gegen M'well (Tor von Larsen) auch gerade qualifiziert und spielen nun am 15. Oktober in Ibrox gegen Dunfermline. Diese können uns nicht zweimal in einer Saison schlagen (können sie wirklich nicht, oder???!). Ein 3:2 Auswärtssieg in der Liga in M'well (Burley 2, Donnelly) läßt den momentanen guten Lauf andauern - Hoffentlich bis zum Liverpool-Spiel...Übersetzung: Stephen Hero | |
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