| "Niemals geht man so ganz... ...irgendwas von mir bleibt hier" sang schon die selige Trude Herr, als sie zunächst ins Südseexil und später ganz von dieser Welt abtrat. Der FC St. Pauli tritt nun den bitteren Gang in die 2.Liga an. Die Umstände hierbei wie eigentlich der Verlauf der gesamten Saison, gab und gibt natürlich Anlaß zu ausführlichen Diskussionen. Einige aus der Redaktion wie auch der eine oder andere Leserbriefschreiber haben sich hierzu ihre Gedanken gemacht. Schließlich ist dies die "Abrechnungsausgabe". Doch nicht nur mit der Mannschaft und der Vereinsführung wird abgerechnet, auch die Fan-Szene steht eventuell vor größeren Veränderungen, lauscht man den teils stark erregten Diskussionen in den Zügen oder am Tresen. "Eine neue Liga ist wie ein neues Leben" sangen wir schon in Ricklingen. Und so bietet der Abstieg eben auch Chancen für einen Neubeginn auf allen Ebenen im Verein und drumherum, was sich sowohl auf die Profis als auch auf die Amateure bezieht. Zu all dem findet Ihr die dementsprechenden Artikel im Heft. Langsam hat man aber auch wirklich das Gefühl, der absolute Looser-Fan zu sein. Sämtliche Teams, zu denen wir (oder ein Teil von uns) mehr oder weniger große Sympathien hegen, haben vollends verkackt: Die St. Pauli-Profis - OFF, die Amateure - z.Zt. so gut wie OFF, Celtic - schon wieder nur 2. hinter den Huns und im Wiederholungsspiel des Pokalhalbfinals gegen den Zweitdivisionär Falkirk ausgeschieden, Cliftonville - um ein Haar abgestiegen und das Pokalfinale verloren, Athletic Bilbao - schaffen keinen UEFA-Cup-Platz (Anm.: Nana, so weit ist es noch lange nicht, Platz 7 wird ja schließlich reichen), Altona 93 - melden sich aus finanziellen Gründen aus der Regionalliga ab. Da muß man schon mit der Lupe suchen, um der vergangenen Spielzeit was Positives abzugewinnen: Derry City ist überlegen irischer Meister geworden, naja, wen's interessiert. Bei B.A.F.F. hat sich einiges getan und wird Ende Juli beim Kongreß seinen vorläufigen Höhepunkt erfahren. Die Fan-Proteste in Brighton hatten nicht zuletzt durch die große internationale Solidarität Erfolg, so daß der Club etwas zuversichtlicher in die Zukunft schauen kann.
Und zuguterletzt blicken wir als Redaktion eigentlich auch recht zufrieden zurück, was die Entwicklung des Heftes anbelangt. So kann's weiterlaufen. Trotzdem sind jetzt fast alle urlaubsreif. Wir wünschen allen unseren Lesern einen erholsamen Sommer, auf daß wir in der nächsten Saison die DSF-Liga kräftig aufmischen. Vielleicht sehen wir uns ja bei einem der zwischensaisonalen Events (siehe Döntjes-Seite). Das nächste Heft dürfte wieder zum 2. Heimspiel erscheinen. Und tschüß, Eure Übersteigers |
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