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Doch nicht nur der Leaguetitel ist weg, Celtic verlor auch noch das Pokalhalbfinale gegen Zweitligisten Falkirk mit 0:1. Schande über Schande, dagegen erscheint unsere Niederlage in Cottbus fast noch erträglich. So verbleibt uns ein weiteres Jahr nur der UEFA-Cup. Hoffen wir auf eine angenehme Auslosung für einige nette Fußballreisen im Herbst. Wenn man bedenkt, was wir uns in den letzten Wochen für Gedanken gemacht haben und unseren Verein inkl. Mannschaft und Trainer verflucht haben, so geht es den grün-weißen von der Insel nicht viel besser. Kürzlich erhielt ich Post aus Dublin, wo ein guter Bekannter von mir sein Leid zu dieser Saison, in der er mal wieder tausende von Pfund verfuhr, klagte: "Oh fuck; oh fuck; oh fuck! What a load of shit this season turned out to be. Humiliated by Hearts in the League Cup. Hammered by HSV in the UEFA-Cup. Fucked by Falkirk (who?) in the FA Cup. Tortured by the Huns in the League. (And thatīs putting it nicely)" Noch irgendwelche Fragen? Nicht nur die Enttäuschungen der letzten Saison lassen bei Celtic auf keine gute Zukunft hoffen. Die Entlassung von Tommy Burns kurz vor Saisonende hat bei Mannschaft und Fans für großes Entsetzen gesorgt. Der ohnehin nicht sehr beliebte Vereinsboss McCann wird langsam zum Unmenschen im Verein. So sagte Paulo de Canio, gerade zum Spieler des Jahres in Schottland gewählt: "My gaffer, Tommy Burns, was not on the bench and I think Fergus McCann made a mistake. I have a little problem with the club and I may not come back after the summer. I like Tommy Burns very much and this was a difficult day for the players." Viel schlimmer als das rein Sportliche scheint sich die Lage bei Celtic rund um die Verbindungen nach Irland und der republikanischen Bewegung zu entwickeln. Nach dem Verbot vieler Songs und dem Boykott des Bayern-Freundschaftsspiels durch die Fans aus Irland kam es jetzt zu intensiven Auseinandersetzungen auf den Rängen beim Aberdeen-Spiel, nachdem ein Ordner das Singen von "offensive" Songs untersagen wollte, aber von den Fans derart angegangen wurde, daß er sich auf die Aussage "Ihr habt ja recht, aber ich mach hier nur meinen Job" zurückzog. So weit so schlecht, es scheint jetzt aber so weit zu gehen, daß sich McCann und Sicherheitschef Douglas über die Nummern der Saisonkarten derjenigen informieren, die in diese Aktion verwickelt waren. über weitergehende Maánahmen wird von Chefseite wohl nachgedacht. Bald kann man wohl von "Reinigungskommandos" in Celtic-Park sprechen. Inzwischen haben zwei weitere Vorstandsmitglieder Celtic verlassen, weil sie McCanns Demontage der Celtictraditionen nicht mehr ertragen konnten. Wir werden versuchen, Euch über die Entwicklungen weiter zu informieren. Zum Schluß noch ein Tip für Irlandreisende in der Sommerpause. Am 15. und 16. Juli findet in Dublin ein Turnier statt, an dem neben Celtic der irische Meister Derry City, der designierte holländische Meister PSV Eindhoven und Englands Vize Newcastle United teilnehmen. Wer also gerade auf der Insel ist...! Das war der Stand bis zum 22.5. Doch wie angekündigt und leider erwartet, nimmt die Lage in Glasgow sehr schlimme Züge an. Nach der geschilderten Aktion wurden die irischen Fan-Clubs von Celtic informiert, daß sie für das Singen der "falschen" Songs verantwortlich gemacht würden und die entsprechenden Leute "outen" sollten, damit denen keine Season-Tickets mehr bekommen sollten. Daraufhin wurden beim letzten Heimspiel von Celtic 20.000 Flugis verteilt und neben den "offensive" Songs auch gegen McCann gebrüllt. Beim P.Bonner-Testimonial Celtic vs. Ireland verteilten dann die irischen Fan-Clubs Flugis zu diesem Thema. Kurz darauf wurde McCann dann bei einer Supporters-Club Sitzung zwei Stunden von den Celts niedergemacht. Nach dieser Offenbarung fast schon faschistischer Verfolgungspraktiken (so auch mein Bekannter aus Dublin) war es dann nur selbstverständlich, daß ein Celtic-Fan, der Briefträger bei McCann ist, folgendes entdeckte und dem TAL mitteilte: McCann ist chairman der Tories in Glasgow und die sind für ihre Irlandpolitik wahrlich mehr berüchtigt als berühmt. Wollen wir hoffen, daß die Kommerzschiene bei Celtic inzwischen nicht zu dominannt geworden ist, so daß die Fans diesen Entwicklungen noch erfolgreich entgegen treten können. Aber auch wir sollten bedenken, was passieren kann, wenn ein Mäzen einen Verein rettet und dann anfängt zu bestimmen. Wählt also richtig am 13.6. lüh |
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