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Alles neu macht der Mai, nur bei St.Pauli stets der alte Brei Abgestiegen. Irgendwie ein Wort der Endgültigkeit. Nichts geht mehr, ein Bruch, ein Abschluß, ein finaler Begriff. Doch finalement befinden wir uns schließlich im Fußball, und da geht es immer irgendwie weiter, und so denken alle "maßgeblichen Personen" zur Zeit eigentlich mehr an die Aufstiegsfeier nächstes Jahr als an das Dunkelgrau von Krefeld oder Unterhaching. Dieser Optimismus sei ihnen vergönnt, mich überkommen beim Gedanken an die Perspektiven unserer Mannschaft eher düstere Gedanken, und noch düsterer wird es bei der alltäglichen Lektüre der Boulevardpresse. Vier Jahre nun steht dieses Gerüst von Spielern auf dem Platz, hat den Aufstieg verpasst, den Aufstieg geschafft, die Klasse gehalten und die Klasse nicht gehalten. Eigentlich war alles dabei, und so wäre es Zeit für einen Neuanfang. Doch Neues hat hier scheinbar nie große Chancen. Stattdessen sollen dieselben Spieler, die gerade ihre Erstligafertigkeiten nicht demonstrieren konnten (Maslo hin oder her, an allem ist der Trainer nicht schuld) dies noch einmal dürfen. Und genau da reicht es jetzt endgültig. Kein Angriff gegen die Personen, aber der auf die sportlichen Qualitäten sei mir erlaubt: Ich habe kein Bock mehr auf Hanke, der bis auf drei Spiele im Herbst nur Grütze spielt. Ebenso geht es mir mit Sobotzik und Springer: Off, ihr habt eure Chance gehabt. Was soll ich mit Pedersen, der alle sieben Wochen für ein Schweinegeld mal ein gutes Spiel macht und wenn Eigner gehen will, dann soll er (ihm sei der Erfolg gegönnt). Und wenn ich ganz ehrlich bin, habe ich auf die meisten der Stammspieler ebenso keine Lust mehr, denn wer die Spiele in Freiburg und Düsseldorf sowie das Debakel gegen Rostock gesehen hat, der glaubt nicht mehr an das Positive auf dieser Welt. Also auch off für Scharping, du ewiges Talent. Off für alle wäre mir fast am liebsten und dann noch einmal von vorne anfangen, aber so geht es nicht und so soll es nicht gehen. Das Gerüst darf stehen bleiben: Thomforde, Damman, Trulsen, Pröpper und mit Abstrichen Stanislawski. Das war´s. Dazu die Jungen wie Scherz oder Duric und ein paar Neue dieser Altersklasse dazu. Damit kann man was aufbauen und wenn es zwei Jahre dauert. Aber nein, jetzt wurde schon über Fritz Walter spekuliert. Was nützt uns ein Sturm aus Sawitchew (wenn er denn wieder der alte wird) und Walter mit einem Gesamtalter von 70 Jahren? Knipsen nächstes Jahr ihre Dinger, aber in der ersten Liga sind sie nicht mehr einsatzfähig (Alter + Verletzungen). Wo bleibt da das perspektivische Denken? Und noch ein Wort zum Torwart. Über seinen Kultstatus haben viele hier vergessen, Thomforde auch mal nüchtern zu betrachten. Er ist gut, aber nicht überragend und jünger und fitter wird er auch nicht. Wir brauchen einen starken zweiten Mann und haben ihn vielleicht in Carsten Wehlmann auch (was hoffentlich auch dem Verein irgendwann auffällt, denn bisher wurde Carsten eher verarscht). Womit wir beim Unterbau wären. Perspektive heißt auch Nachwuchsarbeit. Hoffen wir also, daß wir wenigstens einen Trainer mit Weitsicht erhalten, der es schafft, der Amateurabteilung wieder den Stellenwert zu geben, den sie verdient, nämlich direkter Unterbau der Profiabteilung zu sein. Kurt und seine Jungs werden es ihm danken. Das waren jetzt fromme Wünsche, aber da Hanke schon unterzeichnet hat und Sobotzik und Springer auch bleiben sollen, eigentlich leere Worte. Aber wenn sie denn auf einmal ganz toll spielen? Ich laß mich gerne vom Gegenteil überzeugen. lüh |
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