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lautet das Fazit unseres Managers Helmut Schulte zum Thema Vertragsverlängerung mit Martin Driller. Ein Resümee, das bei Betrachtung des Interviews mit Martin beim Leser zu der Frage führen könnte, wer von beiden jetzt eigentlich die Wahrheit sagt.
Genau diese Frage können und wollen wir an dieser Stelle gar nicht beantworten, stattdessen möchten wir euch die Möglichkeit geben, euch selber ein Bild von der ganzen Geschichte zu machen... Als wir am besagtem Tag Helmut erklärten, wir wären wegen Martin Driller da, war sein Gelächter groß. Anscheinend war für ihn das Thema längst abgehakt. Trotzdem konfrontierten wir ihn mit dem von Martin erhobenen Vorwurf, Herr Schulte drohe den Spielern bei Vertragsverhandlungen mit dem § 11. Helmuts Ausführungen zu dem Paragraphen würden zu weit gehen, darum läßt sich seine Aussage wie folgt zusammenfassen: "Die Spieler haben die Möglichkeit, § 11 zu ziehen und das ist gut, solange es den schwächeren und somit benachteiligten Spielern hilft. Doch auch der Verein hat als Vertragspartner die gleiche Chance, § 11 zu ziehen, wenn die Dimension der Forderungen den Rahmen sprengt, der Verein den Spieler aber trotzdem halten will. Einzig und allein das habe ich der Mannschaft zu verstehen gegeben." Doch anscheinend ist die ausgelutschte Debatte über unseren Lieblingsparagraphen in diesem Falle sowieso überflüssig, da laut Schulte eine Zusicherung seitens Heinz Weisener über den Verzicht auf § 11 schon vor den eigentlichen Verhandlungen existierte. Eigentlich wollte Helmut, vielleicht verständlicherweise, gar nicht auf den Inhalt der Vertagsverhandlungen eingehen, doch einige Einzelheiten konnten wir ihm dann doch noch entlocken: So sei Martin Driller auf ihn zugekommen und habe um eine Vertragsverhandlung gebeten, die Helmut ihm auch innerhalb der nächsten 14 Tage zugesichert hat. "Die 14 Tage waren noch nicht einmal abgelaufen, da kam schon die Pressemitteilung, daß Martin den Verein verklagen will. Zudem schrieb Martin, daß er seinen Vertrag kündigen und auf die Transferliste gesetzt werden will. Diesen Forderungen ging der Verein nicht nach. Dann haben wir ein Schreiben von Drillers Anwalt bekommen, indem eine Frist festgelegt wurde, mit deren Ablauf der Spieler Martin Driller auf der Transferliste zu sein hat. Ist dieses nicht der Fall, werde es eine Schadensersatzklage geben." Heinz Weisener soll daraufhin mit Martin gesprochen und sämtliche Mißvertändnisse geklärt haben. Konsens dieses Treffen sei gewesen, das beide Seiten immer noch aneinander interessiert sind. Nur die exakten Konditionen wären zu diesem noch nicht geklärt gewesen. Jetzt wird´s brisant: In dem letzten Angebot, das der Verein dann Martin gemacht hat, hätte es eine mündliche Zusage zu den von Martin geforderten Zusatzvereinbarungen (nach Karriereende Jugendtrainer und Mitarbeiter in der Marketing) gegeben. Dazu Schulte: "Ich habe ihm gesagt, er kann als Jugendtrainer und auch in der Marketing anfangen. Ich werde die Kontakte herstellen und dafür sorgen, daß es klappt. Alles andere muß er selber machen. Ich kann ihn ja schließlich nicht zum Chef der Marketing machen." Martin aber erzählte uns, daß das Scheitern der Verhandlungen dadurch zustande gekommen sei, daß der Verein sich geweigert habe, ihm diese Zusicherung zu geben und er aus diesem Grunde nicht unterschrieben habe. Auf die Frage, was denn dann aus Helmuts Sicht der Grund für das Scheitern war, gab dieser uns klar zu verstehen, daß die Grundgehaltsforderungen trotz leistungsbezogenem Vertrag sehr hoch gewesen seien und daß der Verein sich bei seinem letzten Angebot schon "zu weit aus dem Fenster gehängt hat". Dieses sei Martin dann unterbreitet worden und er habe am nächsten Tag angerufen und es trotz der Zusatzvereinbarungen abgelehnt. Häh, wie jetzt? Unseren verdutzten Gesichtern und der jetzt noch schüchtereren Nachfrage entnahm Helmut wohl unsere Verwirrung, die ihn anscheinend zu folgendem konkreten Statement veranlasste: "Der Knackpunkt war das Geld. Er wollte mehr verdienen als wir zahlen konnten. Alles andere, was darum geredet wird ist totaler Blech. Er wollte mehr verdienen als wir ihm geben konnten." Schulte und auch Weisener sehen den Fall für erledigt, da es Martin selber zu verantworten habe und der Verein will deshalb auch nicht mehr auf Martin zugehen. Trotzdem betont Schulte sein Bedauern über die ganze Angelegenheit, da er Martin für einen echten St. Paulianer hält ("der paßt hier hin wie nichts Gutes") und auch seine nicht immer sehr bequeme Art durchaus zu schätzen weiß. Am Ende ließ Schulte nach meinem Verständnis noch eine Art Nottür für Martin offen, d.h. er outete ihn nicht, sondern meinte lediglich, daß das Problem zwischen Spieler und Manager und nicht zwischen den Personen selber bestünde. Einig wurden wir uns aber doch noch: Auf meine Frage, wie es denn zu erklären sei, daß das Angebot des Vereins immer besser und das Interesse Martin Drillers immer geringer wurde, antwortete Helmut mit einem klaren: weiß ich nicht!!! Fazit: So, ihr denkt jetzt sicher, wieso les ich mir das hier durch, das hat doch eh schon in allen Zeitungen gestanden. Richtig. So ist das nunmal und das mußten auch wir erkennen. Wir können nicht viel Neues berichten, da jeder seine Sichtweise der Dinge hat und diese auch im großen und ganzen beibehält. Uns war es nur wichtig, das beide zu Wort kommen. Jetzt seid ihr dran, die Standpunkte zu vergleichen und zu werten, eine Aufgabe, die ich mir an dieser Stelle vorbehalten möchte!!! |
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