Donnerstag abend, 21.00 h - Burdenski Travel am Draht

Der ÜS scheut keine Kosten und Mühen und so klemmt sich der Auslandskorresondent ans Telefon, um den LeserInnen ein besseres Bild über die Vorkommnisse im Trainigslager in Chiclana zu vermitteln. Wir sprachen mit Volker Kramer, dem Vertreter vom Veranstalter "Burdenski Travel" vor Ort in Spanien.

Auf die Frage, ob die in der Presse und von Herrn Wähling gebrauchte Formulierung "menschenunwürdiges Verhalten" dem entspräche, wie die Spieler und der Trainer sich benommen haben, antwortete Herr Kramer, die Art der Formulierung sei Auslegungssache, aber die Formulierung "arrogantes Verhalten" träfe den Nagel voll auf den Kopf. Einzig und alleine fielen Herr Weisener und Herr Wähling als kooperative und korrekte Geschäftspartner auf. Den beiden möchte er auf jeden Fall kein böses Wort zukommen lassen, während es allerdings im Verein auch einige schwarze Schafe gäbe. Zwei Beispiele sollen dieses verdeutlichen. Am Tag nach dem Trainigsspiel gegen Servette Genf, daß durch ein Gewitter abgebrochen werden muáte, kam es u.a. zum Zitat von Herrn Maslo: "Der Trainingsplatz steht wieder unter Wasser, zum Glück ist keiner ertrunken". Gleichzeitig fand am selben Tag auf dem Platz ein zweistündiges Training statt.

Auch gab es Reibereien mit dem Personal, wo Herr Maslo einmal einen Bediensteten recht harsch ansprach und nach Bananen verlangte, als diese nicht da waren. Er forderte ihn sogar auf, abends mit dem Wagen welche zu holen. Den Vorfall mit Carsten Pröpper in der Hotelbar mochte Herr Kramer weder bestätigen noch dementieren.

Vom Personal, so Herr Kramer, gäbe es natürlich keine öffentlichen Beschwerden , da diese von ihrem Job abhängig seien. Auch sind die Informationen falsch oder wurden mißverstanden, daß Herr Kramer nach einer Woche abberufen wurde. Dieser Wechsel war schon langfristig geplant und hatte nichts mit den Problemen zu tun. St. Pauli ist ja nicht der einzige Kunde, der betreut wird.

Gleichzeitig gab es einen Briefwechsel von "Burdenski Travel" mit dem Verein, wobei dieser aufgefordert wurde, weitere negative Äußerungen zu unterlassen. Dieses Hotel sei keine Baracke, sondern ein 5-Sterne-Hotel gewesen. Vor allem Herr Wähling und das Personal haben sich sehr bemüht, daß das Trainingslager, welches ja keinen Urlaub darstellen sollte, so reibungslos wie möglich abläuft, allerdings können die Genannten nichts für Wetterkapriolen. Auch weil die Trainingspläne von Herrn Maslo des öfteren kurzfristig geändert wurden, war es dem Hotel leider nicht immer möglich, alle sonst üblichen Leistungen auch im vollen Umfang zu erbringen. Aber es muß nochmal betont werden, daß die Bedingungen nicht so schlecht waren, wie sie dargestellt wurden, was man ja auch anhand der drei auf verschiedenen Rasenplätzen absolvierten Testspiele sieht.

Der ÜS bedankt sich bei Herrn Kramer für das nette Gespräch am späten Abend.
Die stolze Redaktion



Maslo Raus!

Gedanken zu Bananen, Stolz und vielen Lügen

Nun ist es also soweit. Der Verein, den wir supporten, offenbart uns seine widerlichste Fratze. Die alte Riege der Sympathieträger läßt sich von einem Haufen dahergelaufener Profis und einem stolzen Menschen auf der Nase herumtanzen. Da darf sich ein Carsten Pröpper in der Presse als Saubermann präsentieren und lügt uns die Tasche voll. Nicht nur, daß er glaubt, daß Menschen sich nur in ihrer Muttersprache beschimpfen lassen (das alleine ist schon traurig und arm genug), nein, diese Ausrede ist auch noch erstunken und erlogen, spricht doch der Großteil des Personals in Chiclana deutsch. Und daß er eine Ehrenerklärung im Namen der Mannschaft abgegeben hat, ist nur ein weiterer schlechter Witz, weiß doch inzwischen bald jeder, daß es glücklicherweise noch immer Spieler bei St.Pauli gibt, die so etwas weder nötig haben noch öffentlich lügen müssen. Piss doch weiter an Deine Palme Pröpper.
Wir sind stolz, so verdammt stolz.

Und dann kommt da ein Trainer daher, der meint, Gott persönlich zu sein. Der die Arbeit des Managers boykottiert (übrigens Arbeit im Sinne des Vereins), sich aufführt wie ein Pascha, zynische Worthülsen verspritzt (MoPo vom 17.02.96: "Erst steckt Wähling den Wald in Brand, dann besucht er seine kranke Mutter in Quickborn. Ganz Hamburg hat Tränen in den Augen") und diesen Verein langsam aber sicher zugrunde richtet. Sportlicher Erfolg mag ja schön und gut sein, aber Hr. Maslo will sich diesen eher erkaufen, denn Nachwuchs- und Amateurbereich sind wahrlich ein zu niederes Geschäft für stolze Menschen. Dafür darf jetzt der Mann gehen, der vielleicht als einziger bei diesem Verein wirklich etwas von Fußball versteht, vor allem von der Arbeit bei Vereinen mit knappen finanziellen Mitteln.
Wir sind stolz, so verdammt stolz.

Doch wer von den vielen Deppen, die am Millerntor inzwischen herumhängen, hat denn eine Ahnung von der Arbeit unseres Managers. Ohne Lobby hat er es eben schwer. Stattdessen wird blind dem Stolzen zugejubelt. Wer kann dieses "Uli, Uli" schon noch hören. Inzwischen wird eben das Hirn wieder am Eintritt abgegeben. Da wird sogar begeistert in Trance gefallen und der Trainer gefeiert, wenn dieser Mann Leo einen Kurzeinsatz schenkt, obwohl er ihn vorher systematisch demontiert hat (ein Herr Manzi fliegt nach einem Bier aus der Mannschaft, ein Herr Pröpper säuft sich in Anwesenheit des Trainers die Hucke voll). Ja, Uli, auch darauf sind wir stolz, verdammt stolz. Und auf euch Idioten auf den Rängen ebenso, richtig stolz.

Und das Präsidium? Kann es sein, daß ein einzelner stolzer Mann und einige abgewichste Profis (in diesem Geschäft ein übliches Attribut, aber deshalb nicht blind zu erdulden) machen können, was sie wollen. Muß hier blind alles dem angeblichen Erfolg untergeordnet werden? Glaubt die Vereinsführung, sie könnte einen Rauswurf von Maslo vor den Fans und der Öffentlichkeit nicht verantworten? Vor uns immer und jeden Tag. Wenn der Verein das bleiben will, was er ist, müssen stolze Männer eben gehen, denn was es heißt, einen Jürgen Wähling hinaus zu komplimentieren, wird bei den nächsten Transfers wohl sichtbar werden.

Und ob ein Herr Weisener in fußballerischen Dingen auf Dauer den Forderungen und der Lobby des Trainers gewachsen ist, bleibt abzuwarten.

Aber Mut zur Konsequenz scheint zur Zeit zu fehlen. Schade, denn dann wären auch wir ein wenig stolz, denn eigentlich wünschen wir uns einen Verein ohne Lügner und Stolzierer.

Wähling muß bleiben, Maslo vertreiben! Und das ganz schnell, bevor es zu spät ist.

Die stolze Redaktion

Das St.Pauli - Trainigslager in Chiclana oder Wasserspiele in Spanien


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