| 14.10 Uhr, alles ruhig, es ist bisher friedlich, außer dem üblichen Gepöbel. 17.45 Uhr, die Gesichter und Äußerungen sprechen Bände. "Laß die nach Hamburg kommen" ist einer der meistverwendeten Sätze. Was war vorher? Um kurz nach 11.00 Uhr verläßt ein prallgefüllter Zug Hamburg Hbf. Die Stimmung an Bord ist eigentlich wie immer. Beste Schote: Scheißhaufen will Siggie mit Ketchup die Haare färben und tut das auch, was Siggie dazu veranlaßt, seine Haare mit Bier zu waschen. Erwähnenswert noch die ständige Überfüllung der Klos, was einen dazu veranlasste, in eine Tüte zu urinieren.
Vor der Ankunft in Rostock macht sich ein bischen Nervosität breit. Was erwartet uns? Tja, Bullen, Rostock’s Pressesprecher, 3 Fan-Projektler und ein paar Die Rückfahrt verlief zwischen in Deckung gehen und Ohnmacht. Ich habe von 12-jährigen Mädchen, die den Hitler-Gruß machten bis zum Steine werfenden Rentner alles gesehen und soviele Faschos rennen wohl nur beim Rudolf-Heß-Marsch rum. Am Bahnhof stand noch so eine vermummte Einheit rum. Die Rostocker Bullen haben mal wieder bewiesen, daß sie nichts unter Kontrolle haben, weder im Stadion, noch auf der Busfahrt und wären die Hamburger Bullen nicht gewesen, wäre es noch schlimmer geworden. Am Bahnhof waren auf der anderen Seite etwa 150-200 Nasen, die wirklich heldenhaft ihre Androhung wahr machten, uns aufzuklatschen. Ein Bus fehlte noch und so fuhr der Zug unter Gepöbel und Flaschenwürfen 30 Minuten später ab. Nicht so exessive Rückfahrt wie sonst, eher bedächtig. Im Zug erfuhren wir von 9 verletzten Hamburgern, wobei 2 in Rostock bleiben mußten. In Hamburg dann die Überraschung, eine Spielwiederholung? Die Gehässigkeit kannte keine Grenzen. Das erste Mal in meinem Leben wohnte ich einer Schalverbrennung bei und die war irgendwie bezeichnend für diesen Tag. Ich habe gehofft, so etwas nie schreiben zu müssen, aber die Sache ist zu eindeutig. Jeder Rostocker (Frösi ausgeschlossen) weiß, was ihn hier erwarten wird und das ist nicht sehr schön. Unsere Forderung lautet, einen Antrag beim DFB zu stellen, für eine Ausnahmegenehmigung der Statuten, so daß wir keine Karten nach Rostock schicken, denn bevor wir ins Volksparkstadion gehen, ist es uns so tausendmal lieber. Es wäre einmalig in der Bundesliga. In England gab es 1985 einen solchen Fall, als die Millwall-Fans bei Luton Town randalierten. Der Verein (Luton Town) gab jahrelang keine Karten mehr an Gästefans ab, egal von welchem Verein. Und da fast jeder Verein in Rostock schon Ärger hatte, wäre dies eine plausible Alternative zum Volksparkstadion. Eure Meinung interessiert uns, also schreibt, faxt etc. (meine Meinung: ich bin für 10 Jahre Kreisliga für Rostock! d.T.) |
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